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Schacko, Hedwig

Hedwig Schacko als Gretel

Hedwig Schacko als Gretel in Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“
Fotografie (aus dem Ffter Theater-Almanach 1898, o. S.).

© privat. Nähere Informationen auf Anfrage bei der Redaktion.
Schacko, Hedwig Anna Clara, verh. Rossbach. Psd. (vor allem in Kinderjahren): Hedwig Döring. Opernsängerin. Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.* 22.7.1867 Dresden, † 19.3.1932 Leipzig.
Begann als Siebenjährige in Kinderrollen am Dresdner Hoftheater. Gesangausbildung unter Hildach am Dresdner Konservatorium (1884-86). Nach ersten Engagements in Dresden, Berlin und Danzig kam Sch. 1890 an das Ffter Opernhaus, wo sie als festes Ensemblemitglied bis 1912 wirkte und danach bis zu ihrem Wegzug aus Ffm. 1916 noch gelegentlich auftrat. Die vielseitige Koloratursopranistin, deren Gesangstalent mit einer ausgezeichneten schauspielerischen Begabung verbunden war, debütierte hier in der Titelpartie von Lortzings Oper „Undine“ (2.10.1890) und stieg bald zum gefeierten Star des Hauses auf. „Unser Sch.chen” wurde ein echter Publikumsliebling. Die liebste Rolle war ihr die Mignon. Besonderen Ruhm aber erlangte sie als das Gretel in Humperdincks „Hänsel und Gretel”, das sie auch in der Ffter Erstaufführung der Märchenoper sang (11.3.1894). Der Komponist selbst widmete ihr, die ein Wiener Preissingen der Gretel gewonnen hatte, seine Fotografie mit der Inschrift „Der Königin aller Gretel”. Auch in den Ffter Inszenierungen zweier späterer Opern von Humperdinck wirkte Sch. mit: als Gänsemagd in „Königskinder“ (EA, 1897) und in der Titelrolle in „Dornröschen“ (UA, 1902). In der Uraufführung des musikalischen Lustspiels „Die Abreise“ von Eugen d’Albert (1898) kreierte sie die Luise. Weitere Ffter Erstaufführungen mit Sch. waren etwa Pfitzners „Der arme Heinrich“ (als Agnes, 1897), Boieldieus „Rothkäppchen“ (in der Titelrolle, 1900), Tschaikowskys „Jolanthe“ (in der Titelrolle, 1901) und d’Alberts „Tiefland“ (als Nuri, 1906). Außerdem wurde sie für eine Reihe von Gastspielen an anderen Häusern verpflichtet, u. a. in Berlin, Basel und Dresden. Unter Gustav Mahler gastierte Sch. als Susanne und als Gilda in Wien (1899); Mahler wollte sie dorthin wie auch für ein Amerika-Gastspiel engagieren, was sie aber ablehnte. Auch als Konzertsängerin war Sch. sehr erfolgreich. Bernhard Sekles widmete ihr seine „Lieder im Volkston” op. 3 (1898).
Nach ihrem Abschied aus dem Opernensemble wirkte Sch., verpflichtet von Knorr, als Gesanglehrerin an Dr. Hoch’s Konservatorium (seit 1913). Ihre bedeutendste Schülerin war die Sopranistin Delia Reinhardt (1892-1974). 1916 zog Sch. mit ihrer Familie nach Leipzig.
Sch.s Tochter war die Altistin Fried(e)l Maria Sch. (eigentl.: Rossbach; 1905-1996), die von 1933 bis 1940 mit dem Dirigenten Maurice Abravanel (1903-1993) verheiratet war.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 247f., verfasst von: Sabine Hock (überarbeitete Onlinefassung für das Frankfurter Personenlexikon von Sabine Hock).

Lexika: Ludwig Eisenberg’s Großes Biographisches Lexikon der Deutschen Bühne im XIX. Jahrhundert. Leipzig 1903.Eisenberg, S. 871f. | Kosch, Wilhelm: Deutsches Theaterlexikon. Biographisches und bibliographisches Handbuch. Fortgef. v. Ingrid Bigler-Marshall. Bisher 6 Bde. (bis Wolansky) sowie weitere Einzellieferungen (bis Zeder). Bern/München 1953-2008/10.Kosch: Theater 3 (1992), S. 1969. | Kutsch, K. J./Riemens, Leo: Unvergängliche Stimmen. Sängerlexikon. Bern/München 1975, 2. Aufl. 1982.Kutsch/Riemens, 4. Aufl. 2003, Bd. 6, S. 4168f. | Richel, Arthur: Katalog der Abteilung Fft. [der Ffter Stadtbibliothek]. Bd. 2: Literatur zur Familien- und Personengeschichte. Ffm. 1929.Richel, S. 502.
Literatur:
                        
Cahn, Peter: Das Hoch’sche Konservatorium in Ffm. 1878-1978. Ffm. 1979.Cahn: Hoch’sches Konservatorium 1979, S. 195, 295. | Mohr, Albert Richard: Das Ffter Opernhaus 1880-1980. Ein Beitrag zur Ffter Theatergeschichte. Ffm. [Copyright 1980].Mohr: Opernhaus 1980, S. 111, 114f., 117f., 122, 126, 129f., 132, 137-139, 142, 144, 158.
Quellen: ISG, Einwohnermeldekartei („Nullkartei“), ca. 1870-1930.ISG, Nullkartei. | ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/5.046. | ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/8.378 (Maria Schacko).
Internet: frauenwiki-dresden.de, hg. v. FrauenBildungsHaus Dresden, Redaktion: Frauenstadtarchiv Dresden, Dresden. http://www.frauenwiki-dresden.de/index.php?title=Hedwig_SchackoFrauenwiki Dresden, 8.12.2015.

GND: 116159960 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Schacko, Hedwig. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/1000

Stand des Artikels: 8.12.2015
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 12.2015.