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Uffenbach, Peter

Uffenbach, Peter. Dr. phil. et med. Stadtarzt. ~ 28.11.1566 Ffm., Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.▭ 26.10.1635 Ffm.
Sohn des Steindeckers Peter U. († 1598), der um 1550 aus Wetzlar nach Ffm. zuwanderte, und dessen Ehefrau Lucrezia, geb. Flick († vor 1586), Tochter des Ffter Goldschmieds Hans Flick. Urgroßvater von Zacharias Conrad und Johann Friedrich von U.
Ab 1588 studierte U. mit Unterstützung des Ffter Rats an der Artistenfakultät in Straßburg, seit 1592 als Magister ebendort Medizin. Er setzte sein Studium seit 1595 in Padua fort und wurde 1597 in Basel zum Dr. phil. et med. promoviert. Noch im gleichen Jahr erwarb U. in seiner Heimatstadt Ffm. das Bürgerrecht und erhielt das Amt eines Stadtarztes. Wahrscheinlich um diese Zeit (1597 oder 1598) heiratete er Maria Salome Birtsch († 1636), Tochter des Ratsverwandten (d. i. Ratsmitglieds) Daniel Birtsch aus Straßburg. 1614 wurde U. als erster seiner Familie in die Patriziergesellschaft Frauenstein aufgenommen. Er starb infolge der Ausübung seines Berufs während einer Pestepidemie.
Bekannt wurde U. durch zahlreiche medizinische Veröffentlichungen auf den verschiedensten Gebieten; er gab u. a. das „Artzney Buch“ von Christoph Wirsung und das „Kreuterbuch“ von Adam Lonicerus neu heraus (1605 bzw. 1610), publizierte ein Lehrbuch der Chirurgie („Wundartzney“, 1610, 2. Aufl. 1635) und übersetzte medizinische Werke aus dem Italienischen ins Lateinische.
1631 Erhebung in den Adelsstand (noch ohne den Namenszusatz „von“) durch Kaiser Ferdinand II.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 488, verfasst von: Roman Fischer (überarbeitete Onlinefassung für das Frankfurter Personenlexikon von Roman Fischer).

Lexika: Allgemeine Deutsche Biographie. Hg. durch die Historische Commission bei der Königlichen Akademie der Wissenschaften. 56 Bde. München/Leipzig 1875-1912.Rudolf Jung in: ADB 39 (1895), S. 134. | Jöcher, Christian Gottlieb (Hg.): Allgemeines Gelehrten-Lexicon. 3 Teile sowie 1 Fortsetzungs- u. Ergänzungsbd. Leipzig 1750-51. Nachdr. Hildesheim 1961.Jöcher 4 (1751), Sp. 1561f. | Kallmorgen, Wilhelm: 700 Jahre Heilkunde in Ffm. Ffm. 1936.Kallmorgen, S. 435. | Richel, Arthur: Katalog der Abteilung Fft. [der Ffter Stadtbibliothek]. Bd. 2: Literatur zur Familien- und Personengeschichte. Ffm. 1929.Richel, S. 607. | Stricker, Wilhelm: Die Geschichte der Heilkunde und der verwandten Wissenschaften in der Stadt Ffm. Ffm. 1847.Stricker, S. 343.
Literatur:
                        
Hansert, Andreas: Geburtsaristokratie in Ffm. Geschichte des reichsstädtischen Patriziats. Wien/Köln/Weimar 2014.Hansert: Geburtsaristokratie in Ffm. 2014, bes. S. 551.
Quellen: ISG, Bestand Bürgerbücher, 1311-1868.ISG, Bürgerbuch 7 (1586-1607), Bl. 178v (1.12.1597). | ISG, Bestand Dienstbriefe, 1335-1806.ISG, Dienstbriefe 979 (Anstellung von Peter Uffenbach als Stadtarzt, 6.8.1597).
Internet: Das Ffter Patriziat, Seite mit Informationen (u. a. genealogische Datenbank) zum Ffter Patriziat, ein Projekt der Cronstett- und Hynspergischen evangelischen Stiftung Ffm., bearb. v. Andreas Hansert. https://frankfurter-patriziat.de/node/94965Ffter Patriziat, 24.7.2017.

GND: 117267066 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).

© 2017 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Fischer, Roman: Uffenbach, Peter. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/1520

Stand des Artikels: 26.7.2017
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 08.2017.