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Varrentrapp, Adolf

Zweiter Bürgermeister der Stadt Ffm. von 1899 bis 1906.

Adolf Varrentrapp

Adolf Varrentrapp
Fotografie (aus Reclams Universum: Fft. und der Taunus, 9.5.1912, S. 192).

© Institut für Stadtgeschichte, Ffm. (Sign. ISG_S7P1998_Varrentrapp_Adolf_von_1).
Varrentrapp, Conrad Gustav Adolf. Geheimer Regierungsrat. Dr. jur. Kommunalpolitiker. * 18.1.1844 Ffm., † 26.11.1916 Ffm.
Sohn von Georg V. und dessen Ehefrau Charlotte Alexandrine Mathilde, geb. Lutteroth (1817-1890).
Besuch der Musterschule und des städtischen Gymnasiums in Ffm. Studium der Rechtswissenschaft in Göttingen, Berlin und Heidelberg; daneben hörte V. geschichtliche und volkswirtschaftliche Vorlesungen. Erstes juristisches Examen am Oberappellationsgericht in Lübeck. Zweijährige praktische Ausbildung an den Ffter Gerichten. Reisen durch Deutschland, Frankreich und Italien. Niederlassung als Rechtsanwalt in Ffm. 1871 trat V. als Kanzleidirektor („Erster Stadtsekretär“) in den Dienst der Stadt Ffm. 1880 Wahl zum besoldeten Stadtrat. Oberbürgermeister Miquel übertrug V., der dem Nationalliberalen Wahlverein seit der Gründung 1875 angehörte, im März 1880 die Leitung des Rechneiamts. Hinter den Kulissen agierend, sorgte V. für die Umsetzung der von Miquel betriebenen Reform der städtischen Steuer- und Finanzverwaltung. Als Magistratsmitglied war V. außerdem in der Schulverwaltung tätig (bis 1888) und hatte er zeitweise den Vorsitz in der Pfandhausverwaltung inne. Seit 1890 Leiter der Stadtkämmerei und der Forstabteilung („Stadtkämmerer“). Am 25.5.1899 zum Nachfolger von Karl Heussenstamm gewählt, amtierte V. vom 1.7.1899 bis 31.12.1906 als Zweiter Bürgermeister der Stadt Ffm. Unter Adickes hatte V. Anteil an der Entwicklung der städtischen Betriebe, der Politik der Eingemeindungen und der Industrialisierung Fft.s.
Als Repräsentant der Stadt bekleidete V. zahlreiche Ehrenämter. Im Gedenken an seinen Vater förderte er z. B. den Verein für Ferienkolonien. Vorstandsmitglied der Deutschen Kolonialgesellschaft und der Ffter Gemeinnützigen Baugesellschaft.
Dr.-Adolf-V.-Stiftung für Zwecke der geplanten Universität (1911; eingegliedert in die Carl-Christian-Jügel-Stiftung, 1949).

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 502, verfasst von: Thomas Bauer (überarbeitete Onlinefassung für das Frankfurter Personenlexikon von Sabine Hock).

Lexika: Richel, Arthur: Katalog der Abteilung Fft. [der Ffter Stadtbibliothek]. Bd. 2: Literatur zur Familien- und Personengeschichte. Ffm. 1929.Richel, S. 611. | Schrotzenberger, Robert: Francofurtensia. Aufzeichnungen zur Geschichte von Ffm. Ffm. 1884.Schrotzenberger, S. 257.
Literatur:
                        
Lueken, Wilhelm: Worte der Erinnerung an Dr. Adolf Varrentrapp, geb. in Ffm. den 18. Januar 1844, gest. daselbst den 26. November 1916. Ffm. 1916.Lueken: Adolf Varrentrapp 1916.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/474. | Kleine Presse. Stadtanzeiger und Fremdenblatt. Ffm. 1885-1922.KP, 30.5.1899.
Internet: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. http://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_VarrentrappWikipedia, 18.6.2014.

GND: 117350419 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).
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Empfohlene Zitierweise: Bauer, Thomas/Hock, Sabine: Varrentrapp, Adolf. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/1581

Stand des Artikels: 18.6.2014
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 07.2014.