Leiske, Walter

Bürgermeister der Stadt Ffm. von 1948 bis 1960.

Leiske, Walter. Dr. rer. pol. Kommunalpolitiker. * 7.2.1889 (Berlin-)Köpenick, † 22.10.1971 Ffm.
Von 1947 bis 1948 Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Ffm. Von 1948 bis 1960 Bürgermeister der Stadt Ffm. Dezernent für Wirtschaft und Verkehr. Von 1953 bis 1961 als Mitglied des Bundestags „der gute Botschafter Fft.s in Bonn“ (Konrad Adenauer). L. machte sich verdient um den Aufbau der Ffter Wirtschaft in den Nachkriegsjahren. Nachdem die Entscheidung gegen Ffm. als Bundeshauptstadt gefallen war, setzte er in Zusammenarbeit mit den Oberbürgermeistern Walter Kolb, dann Werner Bockelmann alles daran, die Stadt zu einem Wirtschaftszentrum der Bundesrepublik zu machen. Er engagierte sich für die Ansiedlung von Industrie, Handel und Gewerbe sowie Banken und Versicherungen in Ffm., vor allem auch von vorher im Gebiet der „Ostzone“ und späteren DDR ansässigen Unternehmen. Er setzte sich dafür ein, dass sich das Zentrum der deutschen Pelzwirtschaft und des deutschen Buchhandels von Leipzig (wo L. von 1925 bis zu seiner Amtsenthebung durch die Nationalsozialisten 1934 Stadtrat gewesen war) nach Ffm. verlagerte. Er förderte insbesondere die Wiederbelebung des Messe- und Ausstellungswesens, den Ausbau der Hafenbetriebe und den Fremdenverkehr. Zudem musste L. in den langen Zeiten der Krankheit von Oberbürgermeister Kolb diesen im Amt vertreten. Nach dem Abschied von der Politik (1960/61) betrieb L. in Ffm. ein Büro für Wirtschaftsförderung und gehörte u. a. Aufsichtsräten bzw. Verwaltungsbeiräten verschiedener Unternehmen an.
Mitglied der CDU.
Schriften: „Fft. im Aufbau“ (Reden, Vorwort: Walter Kolb, 1949), „Ein Rückblick“ (Autobiographisches, Sonderdruck der Stadt Ffm. zu L.s 80. Geburtstag, 1969) u. a.
Zahlreiche Auszeichnungen, u. a. Großes Bundesverdienstkreuz (1954), Ehrenplakette der Stadt Ffm. (1956), Ehrenmitgliedschaft im Börsenverein des Deutschen Buchhandels (1957), Freiherr-vom-Stein-Plakette des Landes Hessen (1959), Ehrenbürgerschaft der Ffter Universität (1959) und Ehrenplakette des Handwerks (1959).
Walter-L.-Straße am Dornbusch.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 449f., verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Lexika: Neue Deutsche Biographie. Hg. v. d. Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Bisher 26 Bde. (bis Vocke). Berlin 1953-2016.Franz Lerner in: NDB 14 (1985), S. 158f. | Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft. 2 Bde. Berlin 1930/31.Reichshdb. 1930/31.
Literatur:
                        
Plumpe, Werner/Rebentisch, Dieter (Hg.): „Dem Flor der hiesigen Handlung“. 200 Jahre Industrie- und Handelskammer Ffm. Ffm. 2008.Plumpe/Rebentisch: IHK 2008, S. 261. | Stemmler, Gunter: Die Vermessung der Ehre. Zur Geschichte der Ehrenbürger, Ehrensenatoren sowie Ehrenmitglieder an deutschen Hochschulen und an der Universität Ffm. Ffm. [u. a.] 2012.Stemmler: Ehrenbürger u. Ehrensenatoren an der Univ. Ffm. 2012, S. 163. | Wer ist’s? Titel auch: Degener’s Wer ist’s? Titel ab 1923: Wer ist wer? Wechselnde Untertitel: Zeitgenossenlexikon. / Unsere Zeitgenossen. / Das deutsche Who’s who. Leipzig, ab 1928 Berlin 1905-93.Wer ist wer? 1962.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/94.

GND: 124729053 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).

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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Leiske, Walter. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/3049

Stand des Artikels: 2.1.1991