Lingen, Theo

Lingen, Theo. Eigentl.: Franz Theodor Schmitz. Schauspieler. Regisseur. Lustspielautor. * 10.6.1903 Hannover, † 10.11.1978 Wien.
Von 1927 bis 1929 Engagement am Neuen Theater in Ffm. Der Durchbruch für L. in Ffm. war die kleine Rolle eines Tanzmeisters in „Der Garten Eden“, einer Inszenierung von Max Ophüls. Seine bedeutendste Rolle am Neuen Theater war der Mackie Messer in Brechts „Dreigroschenoper“ (1928). In Ffm. heiratete L. die Opernsängerin Marianne Zoff, die in erster Ehe mit Bertolt Brecht verheiratet gewesen war. Die Tochter von Theo und Marianne L., die spätere Schauspielerin Ursula L. (1928-2014), wurde in Ffm. geboren. Mit Frau und Tochter drehte L. in Ffm. seinen ersten Schmalfilm, und zwar mit dem Titel „Das Paket“, für den er den ersten Preis des Ffter Schmalfilmer-Klubs erhielt. 1929 ging L. nach Berlin, wo seine Karriere als Charakterkomiker bei Theater und Film begann. Der Theaterkritiker Ludwig Marcuse schrieb zu L.s Abschied von Ffm.: „Es ist ein Skandal, daß man diesen begabten Mann nicht mit allen Mitteln festhält!“ Zu Gastspielen kam L. häufig nach Ffm. zurück.
Autobiographische Schriften: „Ich über mich“ (1963), „Ich bewundere...“ (1969) und „Das kann doch nicht wahr sein“ (1974).

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 461, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Lexika: Kosch, Wilhelm: Deutsches Theaterlexikon. Biographisches und bibliographisches Handbuch. Fortgef. v. Ingrid Bigler-Marschall. 7 Bde. Klagenfurt, ab 4 (1998) Bern/München, ab 5 (2004) Zürich, ab 7 (2012) Berlin 1953-2012. Bisher 6 Nachtragsbände (bis Sr). Berlin 2013-18.Kosch: Theater. | Kürschners biographisches Theater-Handbuch. Schauspiel. Oper. Film. Rundfunk. Hg. v. Herbert A. Frenzel und Hans Joachim Moser. Berlin 1956.Kürschner: Theater. | Neue Deutsche Biographie. Hg. v. d. Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Bisher 26 Bde. (bis Vocke). Berlin 1953-2016.Rolf Badenhausen in: NDB, 14 (1985), S. 622f.
Literatur:
                        
Siedhoff, Thomas: Das Neue Theater in Ffm. 1911-1935. Versuch der systematischen Würdigung eines Theaterbetriebs. Ffm. 1985. (Studien zur Ffter Geschichte 19).Siedhoff: Neues Theater 1985, Nr. 638, 641, 644, 648f., 651, 653f., 656, 658f., 662-664, 666f., 669f., 673f., 677, 679, 681, 683-686, 689f., 696, 698, 700, 702, 705-707, 712f., 715, 726, 728. | Wer ist’s? Titel auch: Degener’s Wer ist’s? Titel ab 1923: Wer ist wer? Wechselnde Untertitel: Zeitgenossenlexikon. / Unsere Zeitgenossen. / Das deutsche Who’s who. Leipzig, ab 1928 Berlin 1905-93.Wer ist wer? 1962.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/5.528.

GND: 118728431 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).

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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Lingen, Theo. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/3090

Stand des Artikels: 11.3.1991