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Adler, Helene

Helene Adler

Helene Adler
Fotografie (1875; aus dem Nachlass im Besitz der UB Ffm.).

© Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg Ffm. (Sign. Ms.Ff.H.Adler, Nr. 21).
Adler, Helene. Lehrerin. Schriftstellerin. Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.* 5.12.1849 Ffm., Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.† 2.12.1923 Ffm.
Die Tochter eines Unterbeamten der israelitischen Kultusgemeinde wurde im selben Haus wie Ludwig Börne geboren.
Schülerin des Philanthropins. Um 1867/68 Lehrerinnenexamen für höhere Töchterschulen in Wiesbaden. Tätigkeit als Lehrerin für den Elementarunterricht an der Waisenschule des Israelitischen Frauenvereins in Ffm. Nach Auflösung dieser Schule gab A. 1882 den Lehrerinnenberuf aus gesundheitlichen Gründen auf.
Künftig widmete sich A. ganz ihren literarischen Neigungen. Erste lyrische Versuche hatte sie in „Das Buch Hermann“, einem „Buch der Erinnerung“ an ihren früh verstorbenen Bruder, herausgebracht. 1882 erschien ihre erste Gedichtsammlung: „Beim Kuckuck. Launige zoopoetische Waldgesänge“. In den folgenden Jahren veröffentlichte sie Aufsätze zu pädagogischen Problemen (u. a. „Religion und Moral. Ein Beitrag zur Erziehungsfrage vom Standpunkte der Schopenhauerschen Ethik“, 1882, und „Ueber Waisenerziehung“, 1885) und Gedichte (u. a. „Erzherzog Johann“, Ffter Latern vom 26.10.1889) in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften. Außerdem war sie eine engagierte Vortragskünstlerin und beliebte Mundartdichterin. Weitere Publikationen: „Fridde uff Erde! Ääne Gardinepreddigt (...)“ (im Ffter Dialekt, 1897), „Vorreden und Bruchstücke. Eine poetische Musterkarte“ (1897), „Anakreon. Ein poetischer Zyklus“ (1913), „Poetische Schatten, den Manen Arthur Schopenhauers geweiht“ (1913), „Studentenlieder und Akademische Gesänge“ (erschienen zur Eröffnung der Ffter Universität und zur 300-Jahr-Feier der Gießener Universität, 1914) u. a. Unveröffentlicht blieben u. a. ihr „Kriegstagebuch einer Pazifistin“ (Titel auch: „Zeittagebuch einer Pazifistin“, 1914-22) und ihre „Kriegserlebnisse einer Ffterin“.
Handschriftlicher Nachlass in der UB Ffm.
Helene-A.-Weg auf dem Riedberg.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 14f., verfasst von: Sabine Hock (redigierte Onlinefassung für das Frankfurter Personenlexikon).

Lexika: Bibliographie zur Geschichte der Ffter Juden 1781-1945. Hg. v. der Kommission zur Erforschung der Geschichte der Ffter Juden. Bearb. v. Hans-Otto Schembs mit Verwendung der Vorarbeiten von Ernst Loewy u. Rosel Andernacht. Ffm. 1978.Bibliogr. z. Gesch. d. Ffter Juden, S. 365. | Brümmer, Franz (Bearb.): Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. 8 Bde. 6. Aufl. Leipzig [1913]. (Reclams Universal-Bibliothek 1986-1990).Brümmer 1913, Bd. 1, S. 32; Bd. 8, S. 124. | Kürschners Deutscher Literatur-Kalender. Hg. v. Joseph Kürschner u. a. Berlin/Leipzig 1905-1973.Kürschner: Lit. 1917, Sp. 8; 1922, Sp. 4. | Lexikon deutsch-jüdischer Autoren. Hg. v. Archiv Bibliographia Judaica. Redaktionelle Leitung: Renate Heuer. 21 Bde. München, dann (ab Bd. 17) Berlin 1992-2013.Lex. dt.-jüd. Autoren 1 (1992), S. 58-60. | Pataky, Sophie (Hg.): Lexikon deutscher Frauen der Feder. Eine Zusammenstellung der seit dem Jahre 1840 erschienenen Werke weiblicher Autoren, nebst Biographieen der lebenden und einem Verzeichnis der Pseudonyme. 2 Bde. Berlin 1898.Pataky (Hg.): Lex. dt. Frauen d. Feder 1898, Bd. 1, S. 4; Bd. 2, S. 470. | Richel, Arthur: Katalog der Abteilung Fft. [der Ffter Stadtbibliothek]. Bd. 2: Literatur zur Familien- und Personengeschichte. Ffm. 1929.Richel, S. 3. | Wininger, S(alomon): Große Jüdische National-Biographie mit mehr als 8.000 Lebensbeschreibungen namhafter jüdischer Männer und Frauen aller Zeiten und Länder. Ein Nachschlagewerk für das jüdische Volk und dessen Freunde (...). 7 Bde. Czernowitz 1925-36.Wininger 1 (1925), S. 68.
Literatur:
                        
Friedrichs, Elisabeth: Die deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 18. und 19. Jahrhunderts. Ein Lexikon. Stuttgart 1981. (Repertorien zur deutschen Literaturgeschichte, Bd. 9).Friedrichs: Schriftstellerinnen 1981, S. 2. | Kasper, Birgit/Schubert, Steffi: Nach Frauen benannt. 127 Straßen in Ffm. Hg. v. Frauenreferat der Stadt Ffm. Ffm. 2013.Kasper/Schubert: Nach Frauen benannt 2013, S. 59f.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/13.268. | Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, vorm. Stadt- und Universitätsbibliothek, Ffm.Nachlass: UB Ffm., Sign. Ms.Ff.H.Adler (Helene Adler).
Internet: Hessische Biografie, ein Kooperationsprojekt des Instituts für Personengeschichte in Bensheim und des Hessischen Landesamts für geschichtliche Landeskunde in Marburg zur Erstellung einer umfassenden personengeschichtlichen Dokumentation des Landes Hessen. http://www.lagis-hessen.de/pnd/11646853XHess. Biografie, 8.9.2014. | Bibliotheksportal der UB Ffm. (mit Katalogen, digitalen Sammlungen, Online-Publikationen u. a.).
Hinweis: Für den Artikel wurde die Trefferliste ausgewertet, die sich bei Eingabe des Suchbegriffs „Adler Helene“ in das Feld für die einfache Suche ergeben hat.
UB Ffm., 8.9.2014.
| Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. http://de.wikipedia.org/wiki/Helene_AdlerWikipedia, 8.9.2014.

GND: 11646853X (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).

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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Adler, Helene. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/364

Stand des Artikels: 22.2.2016
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 09.2014.