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Nachwort zur Erstausgabe

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Nachwort von Wolfgang Klötzer zur Erstausgabe (1996)

Es ist höchst erfreulich, dass bereits ein Jahr nach Erscheinen des ersten Bandes A bis L der „Frankfurter Biographie“ auch der zweite und abschließende Band M bis Z folgen kann. Der Herausgeber dankt dies dem Drängen der Geschäftsführung der Frankfurter Historischen Kommission, dem Einsatz der Mitarbeiter und der Umsicht des Verlags Waldemar Kramer Frankfurt am Main. Sein besonderer Dank gilt den beiden Bearbeitern, Reinhard Frost (seit 1992) und Sabine Hock (seit 1994), die nicht nur die meisten Artikel selbst schrieben, sondern darüber hinaus die der übrigen Autoren bearbeiteten und die Last der Gesamtredaktion trugen.

Der zweite Band enthält die Biographien von 1.110 Personen innerhalb von 1.008 Artikeln (Gesamtzahl der Personen A – Z: 2.506 in 2.275 Artikeln). Die unterschiedliche Zählung ergibt sich, da einige Artikel ganze Familien mit mehreren Personen zusammenfassen. Über die Jahrhunderte verteilen sich die Biographien des zweiten Bandes wie folgt (nach der Geburt):

bis 1500: 39 = 3,51 %
1500 bis 1600: 40 = 3,60 %
1600 bis 1700: 51 = 4,59 %
1700 bis 1800: 194 = 17,48 %
1800 bis 1900: 639 = 57,57 %
1900ff. 147 = 13,24 %

Der Frauenanteil beträgt 9,01 % (102 Personen), der jüdische Anteil knapp 10 % (ca. 100 Personen; wegen unterschiedlicher Konversionen nicht exakter zu bestimmen). Von Interesse dürfte auch der Anteil der „echten Frankfurter“ sein: In Frankfurt geboren wurden 380 Personen (34,23 %), in Frankfurt gestorben sind 623 (56,12 %); geboren und gestorben in Frankfurt: 270 (24,32 %). 271 Artikeln ist ein Porträt beigegeben.

Wie schon beim ersten Band war es das Bestreben des Herausgebers, informative und zugleich lesbare Biographien vorzulegen, unbelastet durch genealogische und wissenschaftliche Apparate. Wir glauben, dass die Artikel, ob kurz oder lang, untereinander und inhaltlich ausgewogen sind. Sämtliche Artikel sind nunmehr von den Verfassern abgezeichnet, über deren Anteil das beigefügte Verfasser- und Siglenverzeichnis [vgl. FB II (1996), S. 593] Auskunft gibt. Hinsichtlich der auch schon für den ersten Band benutzten Hilfsmittel sei auf die dem zweiten Band beigegebene Quellen- und Literaturliste verwiesen. Wo noch im ersten Band „Stadtarchiv“ stand, wird der Leser jetzt nach dessen Neuorganisierung 1992 das „Institut für Stadtgeschichte“ in gleicher Bedeutung finden.

In der nun abgeschlossenen zweibändigen „Frankfurter Biographie“ bemühten wir uns, Frankfurter Geschichte im Wirken der wichtigsten, bis heute nachwirkenden Persönlichkeiten anschaulich zu machen. Dabei lag der Nachdruck auf dem gegenwartsnahen Bezug, was bedeutete, dass manche in älteren Sammelwerken genannte Person, da in der Erinnerung verblasst, gegenüber zeitnaheren Persönlichkeiten unberücksichtigt bleiben musste. So ergab sich auch, dass das Schwergewicht der Bearbeitung in die beiden letzten Jahrhunderte fiel. Wie schon im Vorwort zum ersten Band betont, war ein Hauptkriterium für die Aufnahme einer Persönlichkeit nicht ihre Geburt oder ihr Tod in Frankfurt, sondern ihr Wirken in oder für Frankfurt.

Herausgeber und Bearbeiter glauben, mit der „Frankfurter Biographie“ ein modernes Nachschlagewerk fertiggestellt zu haben, das vielen Interessenten dienlich sein kann: dem Wissenschaftler wie dem historisch interessierten Laien, dem Pädagogen wie dem Bildungsbeflissenen, dem in Beruf oder Politik Praktizierenden wie den Frankfurtfreunden in aller Welt. Ein solches Nachschlagewerk will aber auch in der Zukunft aktualisiert werden. Deshalb wäre es erfreulich, wenn Korrekturen bzw. Ergänzungen der Frankfurter Historischen Kommission im Institut für Stadtgeschichte für eine eventuelle Neuauflage mitgeteilt werden könnten.

Frankfurt am Main, im Oktober 1995

Wolfgang Klötzer

Aus: FB 2 (1996), S. 595f.