May, Martin (1825-1919)

May, Johann Martin. Fabrikant. Kommunalpolitiker. Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.* 11.3.1825 Ffm., Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.† 20.5.1919 Ffm.
Sohn des Metzgermeisters und Kommunalpolitikers Martin M. (1793-1866). Großvater des Architekten Ernst M.
Besuch der Ffter Musterschule. Lehrzeit als Gerber in Stuttgart und Paris. 1848 Teilnahme an den Straßenkämpfen um die Volksrechte in Wien. 1849 gründete M. die Lederfabrik „Martin May“ in Sachsenhausen, zunächst in der Löhergasse, seit 1854 auf der Darmstädter Landstraße 27-38.
Von 1861 bis 1866 Mitglied der Gesetzgebenden Versammlung. Seit 1869 Stadtverordneter. Seit 1871 unbesoldeter Stadtrat, schied M. 1875 wegen Differenzen mit dem Magistrat aus der Baudeputation aus. Von 1877 bis 1908 wiederum Stadtverordneter als Vertreter der Demokratischen Partei, deren Vorsitzender M. lange Jahre war. Als Mitbegründer hatte er deren Neuorganisation in Ffm. nach 1866 wesentlich betrieben.
Mitglied im Eisenbahnrat und in der Handelskammer sowie im Vorstand der Lederindustrie-Berufsgenossenschaft Deutschlands.
M. beschäftigte sich auch mit der Sprachforschung und veröffentlichte u. a. „Beiträge zur Stammkunde der deutschen Sprache“ (1893).
Nach M.s Tod 1919 wurde die Lederfabrik von seinen Söhnen Martin M. jr. (1852-1929) und Adam M. (1855-1936), die bereits 1881 in die Firma eingetreten waren, sowie seinem Enkel Carl M. (1888-1968) fortgeführt. 1922, als ein neues Firmengelände in der Offenbacher Landstraße 7-13 erworben wurde, wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft mit Martin M. jr. als Aufsichtsratsvorsitzendem sowie Adam und Carl M. als Vorstand umgewandelt.
Martin-M.-Straße in Sachsenhausen.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 21, verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Lexika: Lengemann, Jochen: MdL Hessen 1808-1996. Biographischer Index. Hg. im Auftrag d. Hessischen Landtags. Mitarbeit: Andrea Mitteldorf und Roland Schmidt. Marburg 1996. [Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 48,7; Politische und Parlamentarische Geschichte des Landes Hessen (vormals Vorgeschichte und Geschichte des Parlamentarismus in Hessen) 14].Lengemann: MdL, S. 257.
Literatur:
                        
Majer-Leonhard, Hans (Hg.): Altffter Firmen-Handbuch. Im Auftrag der Genealogischen Gesellschaft zu Ffm. hg. (...). Ffm. 1925, Nachtrag 1927.Altffter Firmen-Handbuch 1925, S. 127.
Quellen: Ffter Zeitung. Ffm. (1856) 1866-1943.FZ, 1915, Nr. 70. | Kleine Presse. Stadtanzeiger und Fremdenblatt. Ffm. 1885-1922.KP, 1919, Nr. 125.

GND: 116859105 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).

© 2019 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: May, Martin (1825-1919). In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/464

Stand des Artikels: 18.2.1993