Meister, Herbert (von)

Meister, Herbert Eugen Albert (seit 1896: von). Dr. phil. Chemiker. Industrieller. Kommunalpolitiker. Stifter. * 26.12.1866 Ffm., † 2.1.1919 Ffm.
Sohn von Carl Friedrich Wilhelm M. und dessen Ehefrau Marie Georgine Arnoldine, geb. Becker (1840-1912). Bruder von Wilhelm (von) M. Verheiratet mit Else von M., geb. Humser.
Von 1887 bis 1892 Studium der Chemie in Bonn und Dresden. Nach der Promotion bei Knorr in Jena arbeitete M. bis 1895 am dortigen chemischen Institut. Nach einer Weltreise 1896/97 und der Heirat mit Else Humser zog er nach München, um sich in die Farbstoffchemie einzuarbeiten. 1898 kehrte er nach Ffm. zurück und trat in die Hoechster Farbwerke AG (vormals M., Lucius & Brüning) ein. 1902 wurde M. als Nachfolger von Direktor August Laubenheimer Vorstandsmitglied. Seine Arbeitsschwerpunkte waren die Kontaktpflege zur Wissenschaft an den Universitäten (u. a. gewann er Paul Duden für die Firma) und zu den Filialen im Ausland (Moskau). Nach dem Tod des Direktors Gustav von Brüning 1913 leitete M. die Geschicke des Werks, bis er 1916 aus dem Vorstand ausschied. Von 1917 bis 1919 war er Mitglied im Aufsichtsrat der Farbwerke AG.
Mitglied des Kommunallandtags und des Kreistags.
M. engagierte sich auch auf sozialen Gebieten für seinen Heimatort Sindlingen: 1910 schenkte er der Stadt ein Grundstück für den Bau einer Turnhalle und einer Schule; zudem förderte er die vom seinem Vater eingerichteten Stiftungen. Vorstandsmitglied des Deutschen Chemischen Verbands. Mitglied der Administration des Städelschen Kunstinstituts. Ehrenmitglied des Ersten Höchster Schwimmvereins.
Villa M. (auch: Villa Lindenbaum, erbaut von Franz von Hoven, 1903/04) im M.park in Sindlingen.
Herbert-von-M.-Straße in Sindlingen. M.schule, eine Grund- und Hauptschule sowie gebundene Ganztagsschule, in Sindlingen. Herbert-von-M.-Heim in Ffm.-Höchst, gestiftet zu seinem Andenken von seiner Frau Else M. (1927; Vorläufer des Volksbildungsheims Höchst).

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 28f., verfasst von: Fritz Koch.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Array
(
    [de] => Array
        (
            [0] => Array
                (
                    [value] => literfasst
                )

        )

)

Literatur:
                        
Meister, Karl Wilhelm von: Nachrichten zur Geschichte der Familie Meister (...). Oestrich 1904.Meister: Nachrichten zur Gesch. d. Familie Meister 1904, S. 106f.

GND: 143062476 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).

© 2019 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Koch, Fritz: Meister, Herbert (von). In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/481

Stand des Artikels: 31.3.1996