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Fleischhauer, Jenny

Fleischhauer, Jenny. Malerin. * 27.12.1879 Ffm., † 15.9.1932 Ffm.
Jüngstes von fünf Kindern des aus Kronberg stammenden Metzgers und Gastwirts Simon F. (1840-1891) und dessen Frau Regine, geb. Nussbaum.
F. absolvierte ihre erste künstlerische Ausbildung von 1898 bis 1901 bei der Malerin Ottilie W. Roederstein in Ffm. Damit gehörte sie zu dem Ffter Künstlerinnenkreis, der von Ottilie W. Roederstein gefördert und an deren Privatatelier am Städelschen Kunstinstitut unterrichtet wurde, wie etwa auch die Ffter Malerin Mathilde Battenberg, der F. zum weiteren Studium nach Paris folgte. Sie setzte dort ihre Ausbildung bis 1902 an der Académie Colarossi in Paris bei Raphael Collin und Gustave Courtois fort. Danach folgten Reisen durch Italien und ein Spanienaufenthalt (1903), bevor sich F. als freie Künstlerin in ihrer Geburtsstadt Ffm. niederließ.
F.s Werk umfasst neben Stillleben und Genrebildern vor allem Porträts, insbesondere Kinderporträts. Die Aufträge erhielt sie vorwiegend aus dem Ffter Bürgertum. Ihre Werke befinden sich in Privatbesitz.
F. wohnte in der Wolfsgangstraße 92 im Westend und hatte ihr Atelier in der Goethestraße 34 in zentraler Innenstadtlage. Ihre Urne wurde beigesetzt im Jüdischen Friedhof Rat-Beil-Straße (Block 34, Gruppe A).
Eine Gedenkausstellung für F. wurde kurz nach ihrem Tod 1932 von der „Gemeinschaft deutscher und österreichischer Künstlerinnen aller Kunstgattungen“ (Gedok) veranstaltet; die Rede zu diesem Anlass hielt die Ffter Malerin Else Luthmer.

Artikel aus: Frankfurter Personenlexikon, verfasst von Gudrun Jäger.

Lexika: Dessoff, Albert: Kunst und Künstler in Ffm. im 19. Jahrhundert. 2. Bd.: Biographisches Lexikon der Ffter Künstler im 19. Jahrhundert. Ffm. 1909.Dessoff, S. 39. | Vollmer, Hans: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. 6 Bde. Leipzig 1953-62.Vollmer 2 (1955), S. 120.
Literatur:
                        
Arnsberg, Paul: Die Geschichte der Ffter Juden seit der Französischen Revolution. Hg. v. Kuratorium für Jüdische Geschichte e. V., Ffm. Bearb. u. vollendet durch Hans-Otto Schembs. 3 Bde. Darmstadt 1983.Arnsberg: Gesch. d. Ffter Juden 1983, Bd. III, S. 117f. | Rök, Barbara: Ottilie W. Roederstein (1859-1937). Eine Künstlerin zwischen Tradition und Moderne. Monographie und Werkverzeichnis. Marburg 1999.Rök: Ottilie W. Roederstein 1999, S. 255.
Quellen: Ffter Nachrichten. Ffm. 1855-1934. [Zunächst als Nachrichtenbeilage des Intelligenzblatts, dann ab 1910 als Zeitung unter dem Titel „Ffter Nachrichten und Intelligenzblatt“ erschienen.]Gedenkartikel: FN, 28.10.1932. | Ffter Zeitung. Ffm. (1856) 1866-1943.FZ, Stadtblatt, 17.9.1932. | ISG, Einwohnermeldekartei („Nullkartei“), ca. 1870-1930.Meldekarte der Eltern in: ISG, Nullkartei. | Israelitisches Familienblatt. Hg. unter Mitwirkung d. Verbandes der Jüdischen Lehrer-Vereine im Deutschen Reiche. Hamburg, später Berlin 1898-1938.Israelit. Familienblatt, 17.11.1932. | Johann Wolfgang Goethe-Universität, Universitätsarchiv, Ffm.Universitätsarchiv Ffm., vorm. Archiv Bibliographia Judaica, Sammlung Steininger.

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Empfohlene Zitierweise: Jäger, Gudrun: Fleischhauer, Jenny. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/8387

Stand des Artikels: 7.3.2017
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 03.2017.