Richter, Rudolf

Direktor des Senckenbergmuseums von 1932 bis 1945.

Richter, Carl Albert Rudolf. Prof. Dr. phil. Geologe und Paläontologe. Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.* 7.11.1881 Glatz/Niederschlesien, † 5.1.1957 Ffm.
Besuch des Gymnasiums in Glatz. Zunächst Studium der Rechtswissenschaft in Marburg, dann der Geologie und Paläontologie bei Emanuel Kayser in Marburg, 1901/02 in München und wieder in Marburg. Dort 1908 Promotion bei Kayser mit einer Arbeit über devonische Trilobiten aus dem rheinischen Schiefergebirge. Qualifikation für das höhere Lehramt. Seit 1908 Lehrer an der Liebig-Oberrealschule in Ffm., wodurch R. für viele Jahre im Dienst der Stadt Ffm. stand. Zugleich wurde er ehrenamtlich Sektionär der paläontologischen Abteilung am Senckenbergmuseum, wo Fritz Drevermann, sein Kollege aus der Marburger Studienzeit, angestellt war. Ab 1910 gehörte R. der „Verwaltung“ der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft an, einem zentralen Organ der Gesellschaft, in dem der Kreis der arbeitenden Senckenberger tätig war. 1913 Heirat mit Emma Hüther (1888-1956), die das Lehrerinnenseminar absolviert und seit ihrer Schulzeit bei ihrem Lehrer, dem Senckenberger Friedrich Kinkelin, geologische Fachkenntnisse erworben hatte. Emma wurde auch in fachlichen Fragen zu einer wichtigen Partnerin von R.; das Paar unternahm Forschungsreisen zusammen, publizierte gemeinsam und legte eine große Forschungs- und Vergleichssammlung an; auch fertigte Emma R. Hunderte von Zeichnungen für die Publikationen an. 1924 bekam das Paar eine Tochter, Imme (später verh. Kress, 1924-2013).
Während des Ersten Weltkriegs war R. als Oberleutnant der Reserve an der Westfront im Einsatz, wo er mit wehrgeologischen Arbeiten betraut war. 1919 Gründung der später international renommierten Fachzeitschrift „Senckenbergiana“. 1920 Habilitation an der Ffter Universität; Antrittsvorlesung mit dem Thema „Die Erscheinungen des Wattenmeers in ihrer Bedeutung für die Geologie“. 1924 teilweise Freistellung vom Schuldienst, um sich stärker der wissenschaftlichen Arbeit widmen zu können. 1925 Ernennung zum außerplanmäßigen Professor an der Universität und Verleihung eines unbesoldeten Lehrauftrags für Erdgeschichte und Paläontologie. 1928 gründete R. im Anschluss an sein Habilitationsthema eine Forschungsanstalt für Meeresbiologie und Meerespaläontologie in Wilhelmshaven, das heutige „Senckenberg am Meer“. 1929 komplette Freistellung vom Schuldienst, wobei die Stadt Ffm. durch Zuschüsse an die SNG indirekt nach wie vor R.s Gehalt finanzierte.
Am 16.3.1932 starb Fritz Drevermann, der in Doppelfunktion geschäftsführender Direktor des Senckenbergmuseums sowie Professor und Direktor des Geologischen Instituts an der Universität gewesen war. Die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft übertrug R. daraufhin das Amt des Museumsdirektors und setzte sich dafür ein, dass er Drevermann auch in dessen universitären Positionen nachfolgen sollte. Dem stellte sich allerdings der Ordinarius Otto zur Strassen entgegen. Zur Strassen wirkte neben seiner Professur an der naturwissenschaftlichen Fakultät auch als wissenschaftlicher Direktor am Senckenbergmuseum, das damals eine Doppelspitze hatte. In dieser Funktion war er über konzeptionelle Fragen in einen Konflikt mit seinem Kollegen Drevermann geraten. Die Leitung der SNG hatte sich dabei hinter Drevermann gestellt, so dass sich zur Strassen am Senckenberg in der Defensive sah. Aus diesem Grund hintertrieb er R.s Ambitionen auf den Lehrstuhl Drevermanns und gewann das Kuratorium der Universität unter der Leitung von Oberbürgermeister Ludwig Landmann und Kurator Kurt Riezler zunächst für die Unterstützung eines auswärtigen Kandidaten.
Mitten in diesen Konflikt fiel die Machtübernahme der Nationalsozialisten, die eine schnelle „Gleichschaltung“ der Universität herbeiführten. In Erwartung einer entsprechenden Kooperation war das neu besetzte Kuratorium der Universität unter NS-Oberbürgermeister Friedrich Krebs und Kurator August Wisser bereit, sich für die Berufung R.s auf den Lehrstuhl zu verwenden. Das war offenbar ein entscheidender Grund dafür, dass R. zum 1.5.1933 der NSDAP beitrat und der Vorstand der SNG am 10.5.1933 auf das „Führerprinzip“ umstellte. R. erhielt daraufhin die Funktion eines „Führers“ der Gesellschaft und ersetzte im November 1933 die demokratische Satzung der SNG durch eine neue, in der die demokratischen Gremien abgeschafft und ein „Führerbeirat“ installiert wurde. In diesen Zirkel wurden fast alle Mitglieder des bisherigen Leitungsgremiums berufen; zwei jüdische Mitglieder hatten sich, ohne aktiv hinausgedrängt worden zu sein, zuvor bereits zurückgezogen; Arthur von Weinberg, der große Förderer und Ehrenpräsident der Gesellschaft, der jüdischer Herkunft war, blieb hingegen. Nach einjähriger Verzögerung (möglicherweise wegen der Überlegungen in Berlin, die bei den Nazis ungeliebte Ffter Universität zu schließen) wurde R.s Berufung auf das Ordinariat zum 1.5.1934 vollzogen. R. erhielt sein Gehalt seitdem weitgehend von der Universität, während er das Amt als Direktor bzw. „Führer“ des Senckenbergmuseums fast zur Gänze ehrenamtlich versah, um das Budget der SNG zu entlasten. Nachdem Otto zur Strassen durch eine Denunziation einen eklatanten Vertrauensbruch begangen hatte, zwang R. ihn Anfang 1934 zur Aufgabe seines Direktorenpostens am Museum.
Bis Mitte der 1930er Jahre legte R. mehrfach öffentlich und intern Bekenntnisse zum Nationalsozialismus ab, so auf der Mitgliederversammlung der SNG im November 1933, durch Umbenennung der Museumszeitschrift „Natur und Museum“ in „Natur und Volk“, durch interne Bemühungen, Hitler für die Schirmherrschaft über das Senckenbergmuseum zu gewinnen und eine große „Führerbüste“ zur Aufstellung in der Eingangshalle zu erhalten; ein Elchpaar, das in den Jagdrevieren Görings in Ostpreußen zur Präparation und Präsentation im Senckenbergmuseum erlegt wurde, wurde als „Göring-Elche“ propagiert. Der Gaudozentenbund bescheinigte R. mehrfach Treue zum Nationalsozialismus.
Bemerkenswert ist allerdings, dass R. sich den jüdischen Senckenbergern loyal verbunden zeigte. Durch ein Rundschreiben im Juni 1933 forderte er jüdische Gesellschaftsmitglieder, die ausgetreten waren, zum Bleiben auf. Drei jüdische Wissenschaftler am Senckenberg – Franz Weidenreich, Fritz Haas (1886-1969) und Tilly Edinger – versuchte er, so lange als möglich zu halten, und half ihnen, als sie sich um Emigration bemühten, bei der Ausreise und der beruflichen Etablierung in den USA. Eng fühlte R. sich Arthur von Weinberg verbunden, der trotz aller Bedrängnis die SNG weiter mit Spenden unterstützte und an den Sitzungen des „Führerbeirats“ teilnahm. Nach den Pogromen des 9. November 1938 sah Weinberg sich aber zum Rückzug gezwungen. Diese Ereignisse scheinen R. zu ersten Zweifeln am Nationalsozialismus veranlasst zu haben. Hinzu kamen Schwierigkeiten mit den Organen des Propagandaministeriums wegen des Status der Museumszeitschrift, was R. im Mai 1939 einen formellen Verweis des Ministeriums eintrug.
R. hatte seit früh starke Ambitionen und Fähigkeiten als Wissenschaftler; er forschte als Geologe viel im Feld, vor allem in der Eifel und im Wattenmeer, aber auch im Ausland. Auf ihn geht die Etablierung der Aktuogeologie und Aktuopaläontologie zurück. International genoss R. hohes fachliches Renommee. Auf einer Forschungsrundreise in den USA im Sommer 1933 wurde er auf dem Internationalen Geologenkongress in Washington zum Präsidenten der neu gegründeten „Internationalen Union für Paläontologie“ gewählt. Dieses Amt legte er vier Jahre später aus Protest dagegen nieder, dass Deutsch als Verhandlungssprache zurückgesetzt werden sollte. Von wissenschaftshistorischem Interesse ist die Anlage des Richtschnitts bei Wetteldorf in der Eifel 1937, womit R. von einer internationalen Konferenz beauftragt worden war. Es sollte damit die erdgeschichtliche Grenze von Unterdevon und Mitteldevon mit internationaler Verbindlichkeit bestimmt werden. Vor allem beförderte R. das damals noch junge Forschungsfeld der Mikropaläontologie und setzte nicht zuletzt auch seine Schüler an der Universität auf dieses Segment an. Durch Analyse von mikroskopisch kleinen Fossilien in Bohrproben sollten Rückschlüsse auf Stratigrafie und Erdgeschichte gezogen werden. Hatte R. an diesen Forschungen ein rein wissenschaftliches Interesse, so war damit doch eine unmittelbare Nutzanwendung für die Erdölindustrie verbunden; aus den Ergebnissen der Mikropaläontologie ließen sich wichtige Hinweise zur Auffindung von Erdöl ziehen. Für R. war die Zusammenarbeit mit der Industrie insofern lohnend, als er durch deren Bohrproben reichhaltig zu Untersuchungsmaterial kam, das durch systematische Analyse wissenschaftlich ausgewertet und fruchtbar gemacht werden konnte. Daraus entstand ein von ihm gefördertes Programm zur Katalogisierung der senckenbergischen Sammlungen, wodurch sie der Fachwelt allgemein zugänglich wurden. Umgekehrt waren die Forschungsergebnisse der Mikropaläontologie aber auch für die Kriegsplanungen des NS-Regimes von Interesse. 1939 konnte R. die Mikropaläontologie durch die Berufung des Ostrakodenforschers Erich Triebel (1894-1971) zu einer eigenen Sektion am Senckenberg ausbauen. Wegen der Bedeutung für die Erdölsuche erhielt die mikropaläontologische Forschung am Senckenberg in der Folge den Status der Kriegswichtigkeit. Insbesondere zu der halbstaatlichen „Kontinentalen Öl GmbH“, die in dem mit dem Deutschen Reich paktierenden Rumänien aktiv war, und deren Direktor, dem Geologen Karl Krejci-Graf (1898-1986), der 1953 R.s Nachfolger auf dem Ffter Lehrstuhl werden sollte, bestanden enge Verbindungen.
Neben der Fachforschung leitete R. eine umfassende Modernisierung am Senckenbergmuseum ein. Vor dem Hintergrund einer in der NS-Zeit stark propagierten Hinwendung zum Volk führte er moderne didaktische Maßnahmen ein (wie den Einsatz von gedruckten Museumsführern, die Verdoppelung der bis dahin geringen Öffnungszeiten, das Angebot von Publikumsführungen, das Anbringen von erklärenden Tafeln, die Veranstaltung von Sonderausstellungen, die Installation einer ganzen Reihe von Dioramen und Rundfunkübertragungen aus dem Museum). Zu diesem Programm gehörte auch die Einrichtung eines „Vererbungssaals“, dessen Konzeption von dem zeitweilig an der Ffter Universität lehrenden Rassenhygieniker Otmar von Verschuer und einem seiner Mitarbeiter erstellt wurde. R. verstand es, eloquent und verständlich zu schreiben und in zahlreichen Artikeln in der Museumszeitschrift für die Ziele von Senckenberg und für die Wissenschaft zu werben. Vereinzelt streute er dabei propagandistische Äußerungen zugunsten des Nationalsozialismus ein. Neben den mehr populären Beiträgen publizierte R. auch fachwissenschaftlich. Von besonderer Bedeutung wurde seine „Einführung in die zoologische Nomenklatur durch Erläuterung der Internationalen Regeln“ (1. Aufl. 1943).
Bei Kriegsbeginn leitete R. sofort Maßnahmen zur Sicherung der senckenbergischen Sammlungen ein, indem er das Museumsgebäude baulich verstärken und neue Kellerräume anlegen ließ. Auch während des Krieges gelangen immer wieder Erwerbungen und Ergänzungen der Sammlung. Unter anderem vermachten R. und seine Frau dem Senckenberg 1942 ihre eigene Forschungs- und Vergleichssammlung von mehr als 44.000 Trilobiten. Als die Bombenangriffe seit Herbst 1943 beträchtlich zunahmen, entschied sich R. mit seinen Mitarbeitern spät doch noch zur Auslagerung der Sammlungen und der Forschungslabore. Dies geschah in einer groß angelegten logistischen Aktion im ersten Halbjahr 1944, wodurch die Sammlungen zum großen Teil gerettet werden konnten. Das Museumsgebäude erlitt schwere Bombenschäden.
Im August 1944 begab sich R. zur Inspektion der Erdölfelder nach Rumänien. Er behauptete, nur durch diesen riskanten Schritt hätte er die Kriegswichtigkeit der senckenbergischen Forschungen unter Beweis stellen und damit mehrere unentbehrliche Mitarbeiter am Senckenberg vor dem Einzug zur Wehrmacht schützen können. Bei seiner Ankunft in Rumänien war dort ein politischer Umbruch in Gang; das Land kündigte sein Bündnis mit dem Deutschen Reich und koalierte mit den Sowjets. R. kam in ein Internierungslager bei Bukarest, in dem er fast zwei Jahre auszuharren hatte. Als anerkannter Wissenschaftler erhielt er von den Sowjets das Angebot, an die Akademie der Wissenschaften in Moskau zu wechseln. Er zog dem aber die Rückkehr nach Deutschland vor.
Als R. im Mai 1946 wieder nach Ffm. kam, hatten sich am Senckenberg Personalveränderungen ergeben. R., sein Stellvertreter Hans Theodor Reuling (1905-1946) und andere Mitarbeiter waren wegen ihrer Mitgliedschaft in der NSDAP vorerst, bis zum Abschluss ihrer Spruchkammerverfahren, vom Dienst suspendiert. Daher war der Zoologe Robert Mertens, seit 1919 am Haus tätig, mittlerweile zum Direktor von Museum und Forschungsinstitut ernannt worden. Im August 1947 wurde R. von der Spruchkammer, bei der er eine große Zahl von Dokumenten und Zeugnissen vorgelegt hatte, als entlastet eingestuft. Er erhielt daher seine Professur an der Universität zurück, während er am Senckenberg sich mit der neuerlichen Übernahme der Leitung der geologisch-paläontologischen Abteilung begnügen musste. In den zehn Jahren, die ihm verblieben, war R. wissenschaftlich weiterhin sehr produktiv und pflegte intensiv seine internationalen Fachkontakte. Für das Senckenberg war er noch einmal von Bedeutung, als er dank seiner Studienfreundschaft mit Otto Hahn, der unterdessen Präsident der Max-Planck-Gesellschaft war, wichtige Kontakte zur Bonner Ministerialbürokratie aufbauen konnte, die dem Senckenberg 1954 die Aufnahme in die staatliche Forschungsförderung im Rahmen des Königsteiner Abkommens (heute Verbund der Leibniz-Gemeinschaft) brachte. Das Senckenberg erlebte daraufhin eine rasche Expansion als Forschungsinstitut.
Nach schwerer Krankheit starb R. am 5.1.1957. Neueste Forschungen warfen noch einmal Fragen zur seiner Stellung in der NS-Zeit auf. R. selbst sowie andere führende Senckenberger hatten nach 1945 erfolgreich die Behauptung aufgestellt, Senckenberg und sein führendes Personal hätten sich während der NS-Zeit „einwandfrei“ verhalten und seien „ohne Flecken“ geblieben. In der Tat lässt sich bei R. während des Krieges eine Abwendung vom Nationalsozialismus erkennen, nachdem er auf einer Exkursion in Polen 1942 die Behandlung der Juden im Warschauer Ghetto gesehen und 1943 die Hinrichtung eines tschechischen Kollegen erlebt sowie schließlich vom Tod Arthur von Weinbergs im KZ Theresienstadt erfahren hatte. Doch war R. in den ersten Jahren des Regimes stark auf die Linie des Nationalsozialismus eingeschwenkt. Um diese frühen Einlassungen vor der Nachwelt zu verbergen, scheute er nicht davor zurück, die Protokolle des „Führerbeirats“ der SNG, die auf Dezember 1933 bis 1944 datiert sind, nachträglich umzuschreiben. Diese Dokumente wurden Grundlage der Geschichtsschreibung über die Senckenberg-Gesellschaft für die fragliche Zeit. Erst 60 Jahre nach R.s Tod wurde im Rahmen eines Forschungsprojekts zum Senckenberg in der NS-Zeit die Problematik dieser Quelle erkannt.
Ehrungen und Auszeichnungen: Ehrenmitgliedschaft in der Paleontological Society of America (1926), Silberne Medaille der Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft (1933), Ehrenmitgliedschaft in der Société belge de géologie, de paléontologie et d’hydrologie in Brüssel (1936), Mammut-Plakette in Gold der Paläontologischen Gesellschaft (1951) und Hans-Stille-Medaille der Deutschen Geologischen Gesellschaft (1951).
Seit 1992 „Rudolf-R.-Haus“ in der Forschungsstation „Senckenberg am Meer“ in Wilhelmshaven.

Artikel aus: Frankfurter Personenlexikon, verfasst von Andreas Hansert.
Artikel in: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 195, verfasst von: Reinhard Frost.

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Literatur:
                        
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Quellen: Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden.Hess. Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Spruchkammerakte. | ISG, Archiv der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, 1512-2015.Reichhaltige Quellen in: ISG, Archiv der SGN, V176. | ISG, Bestand Nachlässe (S1).Nachlass von Rudolf und Emma Richter: ISG, S1/517. | ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/4.209. | Johann Wolfgang Goethe-Universität, Universitätsarchiv, Ffm.Persönliche Unterlagen im Universitätsarchiv Ffm.
Internet: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Richter_%28Geowissenschaftler%29Wikipedia, 8.1.2018.

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Empfohlene Zitierweise: Hansert, Andreas: Richter, Rudolf. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/887

Stand des Artikels: 9.1.2018
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 01.2018.