Fehlermeldung

User warning: The following module is missing from the file system: imagcache_actions. For information about how to fix this, see the documentation page. in _drupal_trigger_error_with_delayed_logging() (line 1128 of /var/www/vhosts/frankfurter-personenlexikon.de/httpdocs/includes/bootstrap.inc).

Kramer, Willy, gen. H. F. W.

Kramer, Franz Hermann Willy, gen. H. F. W. (als selbstgewählte Vornamensbezeichnung in der Tätigkeit als Architekt). Dipl.-Ing. Architekt. Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.* 2.12.1896 Ffm., † nach 1939.
Sohn des Bildhauers Bernhard Otto K. Verheiratet (seit 1928) mit Therese Rosine Emilie Kraus (1899-1992). Ein Sohn (Helmut Willi K., * 1929).
K. machte als Architekt in Ffm. – damals noch als Mitarbeiter von Gottlob Schaupp – das erste Mal 1927 beim siegreichen Wettbewerbsentwurf für einen Baukomplex von Gemeinde-, Pfarrhaus und Kirche der Philippusgemeinde im Riederwald auf sich aufmerksam (wohl ohne Beteiligung K.s ausgeführt 1927-28, kriegszerstört 1944). In dem ebenfalls 1927 vom Hochbauamt ausgeschriebenen Ideenwettbewerb zur Gestaltung des linken Mainufers an der Dreikönigskirche in Sachsenhausen erreichte er (unter Mitarbeit von Ernst Schulz bzw. Albert Löcher) den zweiten und den dritten Platz. Spätestens zu diesem Zeitpunkt bestand ein Arbeitsvertrag mit dem Ffter Hochbauamt, denn beim Bau der Großmarkthalle (1926-28) wirkte K. als Mitarbeiter von Baudirektor Martin Elsaesser. Offensichtlich gingen seine Ambitionen darüber hinaus; beim Wettbewerb zum Wiederaufbau des abgebrannten Rathauses in Rüdesheim am Rhein errang er 1928 den ersten Preis mit einem Entwurf, der das Alte mit dem Neuen harmonisch zu verbinden wusste. Im selben Jahr erzielte er (in Zusammenarbeit mit Ernst Schulz) im Wettbewerb um das Henry und Emma Budge-Altersheim in Ffm. einen dritten bzw. zweiten Preis, nachdem wegen eines formalen Fehlers die Preisverteilung neu festgesetzt wurde. Von Oktober 1931 bis Februar 1933 lebte die Familie K. in Hamburg-Altona, wo K. von Martin Elsaesser mit Arbeiten am Bau des großzügigen Landsitzes von Philipp F. Reemtsma betraut war. Danach ging K. wieder nach Ffm. zurück, um sich als Privatarchitekt zu betätigen. Schon 1929 hatte er dort Einfamilienhäuser realisiert. Dazu kamen nun weitere Wohn- und Mietshäuser, u. a. für die IG Farben. 1934 gewann K. einen ersten und einen zweiten Preis im Wettbewerb zur Erlangung von Ideenskizzen für vier Bauvorhaben des ersten Bauabschnitts zur Altstadtsanierung. Von 1938 bis 1940 verwirklichte er (in Zusammenarbeit mit Wilhelm Henss) einen Wohnhausblock in der Weißadlergasse für die ABG. Danach verliert sich seine Spur. Im Ffter Adressbuch ist er mit seinem Büro unter „H. F. W. Kramer“ letztmals 1939 verzeichnet, in der Weißfrauenstraße 12, wo damals auch die Architekten Rudolf Schwarz und Johannes Krahn ansässig waren.

Artikel aus: Frankfurter Personenlexikon, verfasst von Jörg Schilling.

Lexika: Zeller, Thomas: Die Architekten und ihre Bautätigkeit in Ffm. in der Zeit von 1870 bis 1950. Ffm. 2004. (Beiträge zum Denkmalschutz in Ffm. 14).Zeller, S. 206.
Literatur:
                        
Archiv für Fft.s Geschichte und Kunst. Bisher 73 Bde. Ffm. 1839-2012.Jörg Schilling in: AFGK 75 (2016): Akteure des Neuen Fft., S. 133. | Centralblatt (ab 1903: Zentralblatt) der Bauverwaltung Berlin. Hg. im Preußischen Ministerium der Öffentlichen Arbeiten. 64 Jahrgänge. Berlin 1881-1944.Genzmer, Walther: Wettbewerb Rathaus Rüdesheim am Rhein. In: Centralblatt der Bauverwaltung 48 (1928), Nr. 20, 16.5.1928, S. 322f. | Hipp, Hermann/Jaeger, Roland/Weckerle, Johannes (Hg.): Haus K. in O. 1930-32. Eine Villa von Martin Elsaesser für Philipp F. Reemtsma. Berlin 2005.Schilling, Jörg: „Modern im guten Sinne“. Repräsentation im Neuen Altona: Entstehung und Bau der Villa Reemtsma. In: Hipp u. a. (Hg.): Haus K. in O. 2005, S. 27-48. | Risse, Heike: Frühe Moderne in Ffm. 1920-1933. Architektur der zwanziger Jahre in Ffm. Traditionalismus – Expressionismus – Neue Sachlichkeit. Ffm. 1984. (Ffm. – Beiträge zur Stadtentwicklung).Risse: Frühe Moderne 1984, S. 74, 86f., 195-197, 226.
Quellen: Adressbuch der Stadt Ffm., 1832-2003.Adr. 1939, Personenteil, S. 389; 1939, Straßenteil, S. 367.

GND: 1127556819 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).
Einträge zu dieser Person in anderen Datenbanken ansehen

    Die hier genannten Verweise wurden mit Hilfe des frei verfügbaren Datendienstes http://beacon.findbuch.de (Thomas Berger) erstellt.


    © 2017 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
    Empfohlene Zitierweise: Schilling, Jörg: Kramer, Willy, gen. H. F. W. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/10027

    Stand des Artikels: 8.7.2017
    Erstmals erschienen in Monatslieferung: 07.2017.