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Kriterien für die Aufnahme von Personen

Wer ist im Frankfurter Personenlexikon zu finden?

Das Frankfurter Personenlexikon (FP), die grundlegende Neuausgabe und Fortsetzung der „Frankfurter Biographie“ (FB), ist ein Lexikon bedeutender Frankfurter bzw. für Frankfurt bedeutender Persönlichkeiten. Darin finden sich Kurzbiographien von Personen, die die Stadt Frankfurt, deren Erscheinungsbild, Kultur und Gesellschaft in der Vergangenheit für die Gegenwart und Zukunft gestaltet haben.

Wichtigstes Auswahlkriterium: Bezug zu Frankfurt

Wichtigstes und entscheidendes Kriterium für die Auswahl ist daher der Bezug einer Person zu Frankfurt. Die Person soll Geschichte und Kultur der Stadt mitgeprägt haben. Sie muss aber nicht in Frankfurt geboren und/oder gestorben sein. Wenn nur gebürtige Frankfurter aufgenommen würden, dann müssten zahlreiche prägende Gestalten der Stadtgeschichte wegfallen – von Kaiser Karl dem Großen bis hin zu den meisten Oberbürgermeistern wie Franz Adickes und Walter Kolb.

Kein Walhall bedeutender Frankfurter

Das Frankfurter Personenlexikon ist jedoch kein Walhall bedeutender Frankfurter, sondern versteht sich als historiographisches Werk: Es dient der Geschichtsschreibung, und in das FP aufgenommen zu werden, ist somit nicht als eine besondere Ehre anzusehen. Es sind folgerichtig auch „negative“ Figuren vertreten, etwa der Aufrührer Vinzenz Fettmilch, der Giftmörder Karl Hopf oder der NS-Oberbürgermeister Friedrich Krebs und der Gauleiter Jakob Sprenger, die die Frankfurter Geschichte in der NS-Zeit mitgeschrieben haben. Es liegt dem Projekt und dessen verantwortlicher Leitung völlig fern, solche Persönlichkeiten durch die Aufnahme in das FP zu „ehren“ oder gar zu verherrlichen.

Andererseits wurden prominente Persönlichkeiten, die Frankfurt auf ihrem Lebensweg nur gestreift haben, nicht in das Frankfurter Personenlexikon aufgenommen, um sich mit ihnen zu schmücken. Solche Prominente (wie z. B. Mozart und Schiller) sind im FP vertreten, wenn sie in dieser Stadt wichtige Impulse für ihr weiteres Leben und Wirken empfangen oder, umgekehrt, mit ihrem Wirken und ihren Werken wichtige Impulse für die politische, soziale oder kulturelle Entwicklung der Stadt gegeben haben; auch sollte der Aufenthalt in Frankfurt bei aller Kürze keine unbedeutende Station in der Biographie der Person gewesen sein. Manche dieser prominenten Personen wurden aufgenommen, weil aus dem interessierten Lesepublikum immer wieder Fragen kamen, ob und was dieser oder jener denn mit Frankfurt „zu tun“ gehabt habe. Auf diese Weise gelangte etwa Georg Büchner anlässlich der Gedenktage 2012/13 in das FP.

Offen für alle

Grundsätzlich sollen im Frankfurter Personenlexikon alle Gruppen, Kreise oder Schichten repräsentiert sein, die die Stadtgeschichte bewegt haben. Personen aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens, aus Politik, Handel, Handwerk, Industrie, Bildung, Wissenschaft, Literatur, Theater, Kunst, Religion, Sport usw., werden berücksichtigt. Es gibt diesbezüglich keine Beschränkungen, aber auch keine Quoten, die die Personenauswahl regeln.

Weitere Aufnahmekriterien

Das einzige unumstößliche Auswahlkriterium ist: Es werden nur verstorbene Personen in das FP aufgenommen. Dieses Kriterium gilt nicht nur, um alle Eitelkeiten auszuschließen. Auch hat es sich in der biographischen Praxis erwiesen, dass manche Lebensläufe erst stimmig und gültig darzustellen sind, wenn sie nicht nur als abgeschlossen, sondern auch aus einer gewissen (zeitlichen) Distanz betrachtet werden können.

Aus ganz wenigen Personengruppen werden alle Vertreter in das Frankfurter Personenlexikon aufgenommen. Grundsätzlich werden im FP enthalten sein: die Ehrenbürger der Stadt Frankfurt, die Oberbürgermeister und Bürgermeister seit 1866 sowie die Goethepreis- und Friedenspreisträger (wobei auch in diesen Fällen gilt, dass nur Verstorbene zu berücksichtigen sind).

Die Aufnahme der Ehrenbürger in das FP richtet sich nach der gültigen offiziellen Ehrenbürgerliste der Stadt. Die Ehrenbürgerschaft erlischt zwar mit dem Tod, was die Stadt Frankfurt jedoch nicht dem Problem enthebt, wie auf der Ehrenbürgertafel mit aus heutiger Sicht fragwürdigen Trägern der seltenen Auszeichnung zu verfahren ist. Auf Magistratsbeschluss vom 6.10.1947 werden Hitler und Göring nicht mehr unter den Ehrenbürgern genannt, während z. B. Hindenburg bis heute nicht von der Liste getilgt wurde. Auch der Platz anderer Ehrenbürger auf der offiziellen Tafel ist derzeit umstritten, was in den jeweiligen Artikeln im FP durchaus thematisiert wird.

Personenbezogene Stadtgeschichte zum Nachschlagen und Entdecken

Nicht nur für die Auswahl der Personen, sondern auch für die Darstellung in den einzelnen biographischen Artikeln liefert der Bezug zu Frankfurt den roten Faden. Somit wird das Frankfurter Personenlexikon in seiner Gesamtheit eine „personenbezogene Stadtgeschichte“ bilden, wie es der Gründungsherausgeber Wolfgang Klötzer in seinem Vorwort zur Erstausgabe (1994) formuliert hat.

Doch das FP will nicht nur prosopografisches Nachschlagewerk für die Fachwelt, sondern auch unterhaltsame Lektüre für alle sein, die sich für die Stadtgeschichte interessieren. Darauf wurde bei der Konzeption geachtet, und so lässt sich nun im FP neben allerhand Wissenswertem auch Komisches und Kurioses finden. In diesem Sinne lädt das Frankfurter Personenlexikon, auch und gerade in seiner neuen Form als Personendatenbank im Internet, zum Stöbern und Entdecken ein.

Sabine Hock