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Schiedermair, Manfred

Manfred Schiedermair

Manfred Schiedermair
Fotografie von Ulrike Schiedermair (2006; in Privatbesitz).

© Ulrike Schiedermair, Ffm.
Schiedermair, Manfred. Prof. Dr. jur. Rechtsanwalt und Notar. Kulturförderer. * 4.7.1932 Bonn, † 22.8.2009 Ffm.
Älterer Sohn von Gerhard Sch.
In seiner Geburtsstadt Bonn begann Sch. das Studium der Rechtswissenschaft. 1953 wechselte er nach Ffm., wo er sein Leben lang wirkte. Nach den juristischen Staatsexamina, einem Studienaufenthalt an der Georgetown University („Die Zustellung von Klagen in den USA“, 1962) und der Promotion bei Heinrich Kronstein („Registrierung und gerichtliche Nachprüfung von Wettbewerbsbeschränkungen in Großbritannien“, Diss., 1960, im Druck 1962) begann Sch. in einer angesehenen Ffter Anwaltskanzlei, der späteren Sozietät Rasor & Sch. (seit 1978), die über mehrere Zwischenstufen in eine weltweit agierende Law Firm überging. Dem Individualisten Sch. sagte dies nicht zu, weshalb er 2001 eine neue kleine Sozietät gründete.
Als Anwalt (und Notar, 1965-2002) konzentrierte sich Sch. auf Aktien- und GmbH-Recht und erwarb sich höchstes Ansehen, vor allem bei der Umstrukturierung privater und öffentlicher Unternehmen. Seit 1992 vermittelte er seine Erfahrungen als Honorarprofessor für Gesellschaftsrecht in Leipzig. Er nutzte sie aber auch bei seinem unermüdlichen und uneigennützigen Engagement für das kulturelle Leben in Ffm. So wirkte er als Berater bei der Gründung des Verlags der Autoren („Ein sozialistisch organisierter Verlag als Handelsgesellschaft“, veröffentlicht in der Zeitschrift für Rechtspolitik, 1969), im Ffter Patronatsverein für die Städtischen Bühnen sowie für die Autoren und Karikaturisten der Satirezeitschrift „Titanic“, als Justitiar des PEN-Clubs, als Schatzmeister für die Vereinigung von Freunden & Förderern der Universität und als Mitglied des Verwaltungsrats bei der „Eintracht Fft.“ ebenso wie als Helfer in Einzelfällen (Künstlerhaus „Atelierfrankfurt“) und als gelegentlicher Berater der Stadtpolitik in Kulturfragen.

Artikel aus: Frankfurter Personenlexikon, verfasst von Michael Stolleis.

Quellen: Ffter Allgemeine Zeitung. Ffm. 1949-heute.Hans Riebsamen in: FAZ, 13.4.1996. | Ffter Allgemeine Zeitung. Ffm. 1949-heute.Nachruf von Rüdiger Volhard in: FAZ, 26.8.2009. | Ffter Rundschau. Ffm. 1945-heute.Nachruf von Matthias Arning in: FR, 26.8.2009. | ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/16.950. | Frdl. Mitteilungen an d. Verf.Mitteilungen von Ulrike Schiedermair, Ffm., Mai 2015. | Johann Wolfgang Goethe-Universität, Universitätsarchiv, Ffm.Universitätsarchiv Ffm., Bestand Freunde & Förderer.

GND: 105938416 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).
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Empfohlene Zitierweise: Stolleis, Michael: Schiedermair, Manfred. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/3938

Stand des Artikels: 29.5.2015
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 06.2015.