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Hans-Erhard Haverkampf

Geboren 1940 in Mühlhausen/Thüringen. Abitur am naturwissenschaftlichen Carl-Duisberg-Gymnasium in Wuppertal. Grundwehrdienst. Ab 1961 Studium der Volks- und Betriebswirtschaftslehre in Marburg, Bonn, Köln. Nach dem Examen 1967 Assistenzzeit am Lehrstuhl für Finanzwissenschaften in Köln. Promotion zum Dr. rer. pol. mit einer Arbeit über „Kybernetische Modellbildung in der Sozialpolitik“. Für den Lehrstuhl von Karl-Heinrich Hansmeyer Aufbau einer Forschungsstelle „Kommunalfinanzen und Stadtentwicklungsplanung“ am Deutschen Institut für Urbanistik, Berlin/Köln (1969-70). Danach Beurlaubung zur Stadt Nürnberg zum Aufbau der dortigen Stadtentwicklungsplanung. Ab 1974 Arbeit an einer Habilitation zur praktischen Validität von Planungsmodellen zur Stadtentwicklung. Von Mai 1975 bis Mai 1989 Mitglied des Magistrats der Stadt Ffm., zunächst (1975-77) als Planungsdezernent, dann (1977-89) als Baudezernent. In die Jahre bis 1977 fielen der neue Generalverkehrsplan für Ffm., der Aufbau des Amts für Stadtentwicklung, die Verabschiedung des Bebauungsplans Westend, die Fertigstellung des neuen Flächennutzungsplans und eine Mehrzahl von Stadtteilentwicklungsplänen. Die Amtszeit als Baudezernent wurde geprägt durch Entwicklung und Bau des Museumsufers, den Wiederaufbau der Alten Oper, die weitgehende Fertigstellung des unterirdischen Schienenverkehrs in der Innenstadt sowie eine Fülle von öffentlichen Bauten, deren Verwirklichung durch Wettbewerbe entschieden wurde, um eine durchgehend hohe Gestaltqualität zu sichern.
Nach dem Ausscheiden aus dem Magistrat der Stadt Ffm. arbeitete Hans-Erhard Haverkampf für private Investoren in Berlin, Dresden, Leipzig, zunehmend auch in der russischen Föderation und den anderen ehemaligen Ostblockstaaten. Von 1994 bis 1997 betreute er als freiberuflich tätiger Projektleiter mehrere Bauvorhaben, u. a. den Neubau der Musik- und Theaterhochschule in Rostock und die Errichtung des Deutschen Architekturzentrums in Berlin. Von 1997 bis 2001 entstand unter seiner technischen Projektleitung der Neubau des Bundeskanzleramts. Es folgten bis 2003 die Fertigstellung des Paul-Löbe- und Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses für den Deutschen Bundestag. Als Geschäftsführer der Stiftung des Denkmals für die ermordeten Juden Europas brachte er die 2003 im Streit stillgelegte Baustelle des Denkmals und seiner umstrittenen Ausstellung wieder in Gang und konnte das Gesamtprojekt 2005 abschließen.
Nach Rekonstruktion eines Bauernhofs bei Wismar kehrte Hans-Erhard Haverkampf 2010 nach Ffm. zurück und wirkte beratend beim Umbau des Filmmuseums 2011 und bei der Durchsetzung des neuen Romantikmuseums 2014. Im Vordergrund steht jedoch seitdem seine schriftstellerische Arbeit.
Buchveröffentlichungen: „Meercazzing“ (Novellen, 2012), „Benjamin in Frankfurt“ (Sachbuch, 2016). Aufsätze u. ä.: „Ein Dach wird Weltarchitektur – die Domkuppel des Brunelleschi“ (in: Deutsches Architektenblatt, 5/1989), „Staatsschuld ohne Stigma – eine Illusion?“ (in: Zeitschrift für Staats- und Europawissenschaften, 1/2010), „Zur ästhetischen Grammatik der 50er Jahre“ (2 Teile, in: Deutsches Architektenblatt, 12/2010 und 1/2012), „Der Tod wog 70 Tonnen“ (Drehbuchentwurf für den WDR, 2013), „Großbauvorhaben als öffentliches Ärgernis“ (in: Zeitschrift für Staats- und Europawissenschaften, 1/2015), „Traumnovelle, Arthur Schnitzler – Stanley Kubrik, ein dramaturgischer Vergleich“ (2017), „Das Kunstwerk im Zeitalter der digitalen Reproduzierbarkeit. Zur Aktualität der Benjamin’schen Medientheorie“ (Veröffentlichung in Vorbereitung). Theater: „Was darinnen ist und weht“ (Singspiel mit Bertold Breig als Benefiz für das Romantikmuseum in Ffm., 2013).
Stand: 23.3.2017

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