Lenzewski, Gustav

Lenzewski, Max Gustav Georg. Prof. Geiger. Musikpädagoge. Komponist. Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.* 16.9.1896 (Berlin-)Charlottenburg, Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.† 12.12.1988 Ffm.
Als Sologeiger des Ffter Symphonieorchesters (um 1923) und als Erster Konzertmeister des Südwestdeutschen Rundfunks (1927/28) kam L. nach Ffm. Er gründete hier 1923 das L.-Quartett, dessen Primarius er war. Das Quartett brachte vorwiegend Werke der Neuen Musik, u. a. Ur- und Erstaufführungen von Werken von Bartók, Blacher, Debussy, Fortner, Hessenberg, Sekles und Strawinsky. 1946 spielte L. unter Vondenhoff im „Museum“ die deutsche Erstaufführung des Violinkonzerts von Alban Berg.
Seit 1933 Lehrer, seit 1953 Professor am Hoch’schen Konservatorium, der späteren Staatlichen Hochschule für Musik (emeritiert 1961). Lehrer für Violine und Kammermusik sowie Leiter des Studios für Neue Musik. Nicht nur an der Musikhochschule, sondern auch im Rahmen der Sommerkurse für ausländische Studenten an der Ffter Universität hielt L. Vorträge über Neue Musik.
Gründer und Leiter der Ffter Arbeitsgemeinschaft für Neue Musik, der Ffter Sektion der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik.
Kompositionen für Streicher, für Klavier und/oder Violine.
Herausgeber von Violinmusik von Bach, Mozart, Pepusch, Schumann, Telemann und Vivaldi.
1962 Bundesverdienstkreuz I. Klasse.
L.-Stiftung und L.-Förderpreis der Ffter Musikhochschule.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 452, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Lexika: Riemann Musiklexikon. Hg. v. Willibald Gurlitt und Carl Dahlhaus. Personenteil, 2 Bde. u. 2 Ergänzungsbde. Mainz 1959-79.Riemann: Musik. | Schaefer, Hartmut: Komponisten in Ffm. Ausstellungskataloge der Stadt- und Universitätsbibliothek. 2 Folgen. Ffm. 1979/81.Schaefer: Komponisten 2 (1981), S. 50-52.
Literatur:
                        
Wer ist’s? Titel auch: Degener’s Wer ist’s? Titel ab 1923: Wer ist wer? Wechselnde Untertitel: Zeitgenossenlexikon. / Unsere Zeitgenossen. / Das deutsche Who’s who. Leipzig, ab 1928 Berlin 1905-93.Wer ist wer? 1962.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/350.

GND: 131781707 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).

© 2018 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Lenzewski, Gustav. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/3057

Stand des Artikels: 9.1.1991