Steul, Heinrich

Steul, Johann Heinrich. Pädagoge. Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.* 5.9.1899 Ffm., Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.† 20.12.1962 Ffm.
Ausbildung zum Volksschullehrer in Usingen. Seit 1922 Studium der Wirtschaftswissenschaften in Ffm. 1926 Prüfung zum Diplom-Handelslehrer. Teilnahme an Ausbildungslehrgängen für Hilfsschullehrer. 1927 Hilfsschullehrerprüfung. 1929 in den Dienst an Ffter Hilfsschulen übernommen. Seit 1932 Lehrer an der Hallgartenschule, einer Hilfsschule im Ffter Nordend, zu deren Rektor S. 1950 ernannt wurde. Seit 1958 Schulamtsmitarbeiter, seit 1960 Stadtschulrat für Sonder- und Volksschulen. S. setzte sich als Rektor der Hallgartenschule und als Schulrat für den Ausbau des Ffter Sonderschulwesens ein. Verschiedene schulische Neugründungen gingen auf sein Engagement zurück.
Auf Lehrgängen gab S. seine Erfahrungen an angehende Sonderschulpädagogen weiter. Schulpädagogischer Mitarbeiter des Sonderpädagogischen Instituts in Marburg. Mitbegründer des Hilfsschulverbands. Landesverbandsvorsitzender des Verbands Deutscher Sonderschulen. Leiter der Fachgruppe Sonderschule im Landesverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.
Auf Initiative der Ffter „Hilfs- und Interessengemeinschaft zur Förderung spastisch gelähmter Kinder e. V.“ und mit Unterstützung von S. war im Februar 1960 eine „Sonderschule für das spastisch gelähmte Kind“ entstanden, die zunächst in Räumen anderer Schulen untergebracht war. Daraus ging eine „Sonderschule für Körperbehinderte“ hervor, die am 17.4.1968 ein eigenes Schulgebäude in der Fritz-Tarnow-Straße 27 am Dornbusch bezog und zugleich nach dem (inzwischen verstorbenen) S. benannt wurde. Nachdem der Ffter Arbeitskreis „Hilfsschule im Faschismus“ und der Verband Deutscher Sonderschulen festgestellt hatten, dass S. Mitglied der NSDAP und nationalsozialistischer Verbände gewesen war, änderte die Heinrich-S.-Schule ihren Namen 2001 in „Viktor-Frankl-Schule“.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 434f., verfasst von: Birgit Weyel.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/1.363. | ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S3 (mit Kleinschriften, bes. Zeitungsausschnitten, zur Ortsgeschichte).ISG, S3/4.373.

© 2021 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Weyel, Birgit: Steul, Heinrich. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1342

Stand des Artikels: 11.8.1995