Pfannes, Fini

Präsidentin des Deutschen Hausfrauenbunds.

Pfannes, Josefine, gen. Fini, geb. Proper [nach anderen Angaben: Propper, Popper]. Kauffrau. Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.* 8.12.1894 Braila (Rumänien), Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.† 20.12.1967 Ffm.
Kaufmännische Lehre und Tätigkeit als Sekretärin im Exporthandel. Heirat mit dem Ffter Geschäftsmann Carl P., mit dem sie 1918 nach Ffm. übersiedelte. Hier arbeitete P. als Werbeberaterin, organisierte (Diät-)Kochvorführungen bei den Main-Gaswerken, schrieb ein „Wirtschaftsbuch für die Hausfrau“ und gehörte zu den Mitbegründerinnen des „Bunds für Volksernährung“. In der NS-Zeit war sie von jeder öffentlichen Betätigung ausgeschlossen, und ihre Kochbücher durften nicht vertrieben werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete P. zunächst wieder als Werbeberaterin. 1949 war sie maßgeblich an der Gründung des „Deutschen Hausfrauenbunds“ beteiligt, für den sie zunächst als Geschäftsführende Vorsitzende, dann von 1952 bis 1956 als Präsidentin fungierte. Gleichzeitig war sie Erste Vorsitzende des ebenfalls 1949 gegründeten „Ffter Hausfrauenverbands“. P., die wesentlichen Anteil am Wiederaufbau der Hausfrauenverbände nach 1945 hatte, war vor allem um die Erziehung der Hausfrau zu einer kritischen, markenbewussten Verbraucherin bemüht.
Wenige Monate vor ihrem Tod begründete P. die „Fini-P.-Stiftung zur Förderung des hauswirtschaftlichen Fachbereichs“.
Zu ihren weiteren Veröffentlichungen gehört das Standardwerk „Die Küche“.
Bundesverdienstkreuz am Bande.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 132f., verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Lexika: Schüller, Elke: „Neue, andere Menschen, andere Frauen?“ Kommunalpolitikerinnen in Hessen 1945-1956. Ein biographisches Handbuch. Ffm. 1995. (Frauen und Politik in Hessen, 1. Bd.: Kreisfreie Städte).Schüller: Kommunalpolitikerinnen, S. 109-113.
Literatur:
                        
Berding, Helmut/Eiler, Klaus (Hg.): Hessen. 60 Jahre Demokratie. Beiträge zum Landesjubiläum. In memoriam Wolf-Arno Kropat (...). Wiesbaden 2006. (Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen 45; Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau 76).Schüller, Elke/Wolff, Kerstin: „Wenn es um Frauenfragen geht, dann stehen wir Frauen geschlossen da!“. Politische Frauennetzwerke nach 1945 in Hessen. In: Berding/Eiler (Hg.): Hessen. 60 Jahre Demokratie 2006, S. 244-247. | Linnemann, Dorothee (Hg.): Damenwahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht. Begleitbuch zur Ausstellung (...) im Historischen Museum Fft., 30. August 2018-20. Januar 2019. Ffm. [2018]. (Schriften des HMF 36).Elke Schüller in: Linnemann (Hg.): Damenwahl! 2018, S. 250f. | Schüller, Elke: Wer stimmt bestimmt? Elisabeth Selbert und die Frauenpolitik der Nachkriegszeit. Wiesbaden 1996.Schüller: Elisabeth Selbert 1996, S. 72. | Schüller, Elke/Wolff, Kerstin: Fini Pfannes. Populärste Persönlichkeit der Frauenbewegung der Nachkriegszeit. Hg. v. Deutschen Hausfrauenbund. Königstein/Taunus 1999.Schüller/Wolff: Fini Pfannes 1999.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/2.919.

GND: 122338154 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).

© 2019 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Pfannes, Fini. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/750

Stand des Artikels: 18.1.1995