Richter, Peter

Direktor des Caritasverbands Groß-Fft. von 1929 bis 1962.

Richter, Peter. Geistlicher Rat. Päpstlicher Hausprälat. Prof. Dr. theol. Katholischer Theologe. Pfarrer. * 14.12.1898 Hofheim am Taunus, † 3.8.1962 Ffm.
Besuch des Goethe-Gymnasiums. Studium der Theologie und Philosophie in Fulda. Ergänzende wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Studien in Ffm. und Freiburg. 1921 Priesterweihe in Limburg. 1923 Kaplan in Griesheim, Sindlingen und an St. Bonifatius in Sachsenhausen. Hier betreute R. u. a. die Kinder von Eisenbahnern, die infolge des Ruhrkampfs aus dem Ffter Raum ausgewiesen wurden. Während eines zweijährigen Diensturlaubs promovierte er in Freiburg mit einer Arbeit zur Moraltheologie zum Dr. theol. 1933 Habilitation. Seit 1933 Privatdozent, später (seit 1949) außerplanmäßiger Professor für Moraltheologie in Freiburg und seit 1950 bzw. 1961 Honorarprofessor für karitative Fürsorge in Ffm. Nach 1933 wurde ihm die Lehrbefugnis zeitweilig entzogen.
Von 1929 bis zu seinem Tod Direktor des Caritasverbands Groß-Fft., zusätzlich seit 1935 Pfarrer der St. Leonhardsgemeinde. In den für die Tätigkeit des Caritasverbands außerordentlich schwierigen Jahren des Nationalsozialismus gelang es R., die Caritasarbeit weiterzuführen. Nach dem Krieg sorgte er für den Wiederaufbau der Verbandsorganisation (u. a. mit dem Neubau des Caritas-Hauses in der Alten Mainzer Gasse). Als Pfarrer von St. Leonhard setzte er sich mit großem Engagement für die sorgsame Restaurierung des 1944 beschädigten Gotteshauses ein, das auf seine Initiative um zahlreiche Ausstattungsstücke bereichert wurde.
Zahlreiche theologische Fachveröffentlichungen.
1955 Bundesverdienstkreuz. 1956 Ernennung zum Geistlichen Rat. 1958 Ritter des Ordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 194f., verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Literatur:
                        
Wer ist’s? Titel auch: Degener’s Wer ist’s? Titel ab 1923: Wer ist wer? Wechselnde Untertitel: Zeitgenossenlexikon. / Unsere Zeitgenossen. / Das deutsche Who’s who. Leipzig, ab 1928 Berlin 1905-93.Wer ist wer? 1962, S. 1246.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/531.

© 2020 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Richter, Peter. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/886

Stand des Artikels: 17.2.1995