Röhl, Gerhard

Röhl, Gerhard. Oberstudiendirektor. Dr. phil. Pädagoge. * 14.3.1908 Forst/Lausitz, † 31.3.1976 Ffm.
Studium in Wien, Gießen und Exeter. 1933 Promotion in Rostock mit einer Arbeit über altfranzösische Lyrik. 1935 wissenschaftliches, 1937 pädagogisches Staatsexamen (Fächer: Englisch, Französisch, Deutsch). Im gleichen Jahr als Assistant-Master nach London. Von 1939 bis 1943 Lektor an der Universität Pécs in Ungarn. Danach zur Wehrmacht eingezogen. Nach Kriegsende kam R. 1945 nach Ffm. Hier war er mehrere Jahre als Übersetzer bei der Stadtkanzlei tätig. 1949 wurde er Lehrer an der Helmholtzschule, der er von 1950 bis 1969 als Direktor vorstand. Die ersten Jahre seiner Leitung standen noch ganz im Zeichen des Wiederaufbaus der Schulgebäude. In der Folgezeit organisierte er Austauschfahrten (vor allem nach England) und Theatergastspiele ausländischer Studentengruppen an der Helmholtzschule. Großer Beliebtheit erfreuten sich auch die von ihm dort organisierten Jazz-Festivals. Insgesamt strebte R. eine größere Transparenz der Schule gegenüber der Öffentlichkeit an.
R. war ein engagierter Verfechter des Europagedankens. Gründer des „Europaclubs“ und langjähriger Vorsitzender des „Europäischen Erzieherbunds“. Mitglied im Wissenschaftlichen Prüfungsamt.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 204f., verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/3.444.

© 2020 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Röhl, Gerhard. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/908

Stand des Artikels: 7.3.1995