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Engelke, Sofie

Sofie Engelke als Frieda Lahrmann

Sofie Engelke als Frieda Lahrmann in der Fernsehserie „Die Firma Hesselbach“ (6. Folge vom 13.5.1960: „Sabotage“)
Foto: Kurt Bethke.

© hr/Fotograf Kurt Bethke.
Sofie Engelke und Günter Strack

Sofie Engelke als Marie Dummbach und Günter Strack als Drehergeselle Schmidt in der Posse „Der Datterich“ in einer Fernsehproduktion für den Hessischen Rundfunk (Erstsendung: 16.2.1958)
Foto: Kurt Bethke.

© hr/Fotograf Kurt Bethke.
Engelke, Sofie, verh. Swars. Schauspielerin. * 17.7.1927 Ffm., † 17.12.2000 Königstein/Taunus, beigesetzt auf dem Ffter Hauptfriedhof.
Tochter eines Glasers.
Ausbildung an der Schauspielschule von Robert George (1879-1953) in Ffm. Schon früh bekannt wurde E. durch ihr Mitwirken in den „Hesselbach“-Serien von Wolf Schmidt. Ab der zweiten Folge der äußerst populären Hörfunkreihe „Die Familie Hesselbach“ (1949-53) und in deren Fortsetzung „Prokurist a. D. Hesselbach – Büro für Lebensberatung“ (1953/54) sprach sie die Rolle der Tochter Anneliese Hesselbach; in der folgenden Radioserie „Hesselbach GmbH“ (1954-56) gehörte sie als Frieda Lahrmann zum Firmenpersonal. Zugleich spielte sie als Nichte Waltraud in den vier Kinofilmen über „Die Familie Hesselbach“ (1954-56) mit. In der späteren Fernsehserie „Die Firma Hesselbach“ war sie in den ersten 18 Folgen (1960/61) auf ihrem angestammten Platz als Frieda Lahrmann in der Expedition des Druckereibetriebs wieder dabei.
Die Schauspielerin, die die Ffter Mundart in allen Nuancen perfekt beherrschte, war als Gast an verschiedenen Bühnen engagiert, u. a. in Ffm., Mainz, Darmstadt, München, Wiesbaden und an der Berliner Volksbühne. In den Inszenierungen des Volksstücks „Anno dazumal“ von Carlot Gottfried Reuling (1954) und dessen Fortsetzung „Krawall in Alt-Fft.“ von Carl Müller-Ruzika (Uraufführung, um 1955) an der Landesbühne Rhein-Main trat sie als Gretchen auf. Sie arbeitete häufig als Sprecherin für den Funk, oft beim HR, u. a. in den Hörspielen „Die Brieftasch“ (1961) und „Der Glasschrank“ (1964) nach Heinrich Rüthlein, in der Szene „Se hot sich net verännert“ in Deichsels „Bleiwe losse“ (1967) sowie in Features über Susanna Margaretha Brandt, Goethes Vorbild für das Gretchen, und über die Luftfahrerin Kätchen Paulus (beide 1975). Auch im Fernsehen übernahm sie weitere Rollen, u. a. in Serien wie „Geheimagent Tegtmeier“ (als Betty, 1966) und „Der Vereinsmeier“ (als Frau Zerbes, 1971) sowie in bekannten Reihen wie „Tatort“ (1975-90), „Ein Fall für zwei“ (1982-91) und „Hessische Geschichten“ (1986-87). Gern trat sie bei Lesungen in Ffter Mundart auf, u. a. bei den „Großen Ffter Mundartabenden“ der Freunde Fft.s (1968-73). Ihr letzter öffentlicher Auftritt war bei einer Ffter Mundartlesung der Ffter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen im Februar 1998.
Mitglied in der Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger.
E., die zuletzt in Königstein/Taunus wohnte, war verheiratet mit dem Dramaturgen, Hörfunk- und Fernsehautor Günther Swars (* 1923). In der von ihm verfassten 13-teiligen Fernsehserie „Der Vater und sein Sohn“ (Regie: Rudolf Jugert, 1967), die in den regionalen Vorabendprogrammen der ARD 1967/68 ausgestrahlt wurde, wirkte auch E. (als Frau Mischke, die Nachbarin) mit.

Artikel aus: Frankfurter Personenlexikon, verfasst von Sabine Hock.

Literatur:
                        
Butteron, Sigrid/Crone, Michael/Frost, Reinhard/Hock, Sabine/Kuhn, Peter/Sarkowicz, Hans: Die Hesselbachs. Geschichte einer Funk- und Fernsehfamilie. Eine Dokumentation. Ffm. 1991.Butteron u. a.: Die Hesselbachs 1991, bes. S. 15f., 91 u. 93; vgl. auch die Abbildungen auf S. 18, 23 u. 35f. | Deutsches Bühnen-Jahrbuch. Hg. v. d. Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger. Berlin, später Hamburg 1915-heute.Dt. Bühnen-Jb. 1962, S. 507. | Hock, Sabine: Liesel Christ / Volksschauspielerin. Eine Biographie. Ffm. 2004.Hock: Liesel Christ 2004, S. 95, 109 u. 122. | Hock, Sabine: Rollenverzeichnis der Volksschauspielerin Liesel Christ. Ffm. 2005. (Dokumentation zur Biographie von Liesel Christ 2).Hock: Rollenverzeichnis von Liesel Christ 2005. | Schäfer, Harald: Die Hesselbachs. Erinnerungen an eine erfolgreiche Familien-Serie aus den Anfangstagen des Fernsehens. Ffm. 1996. (Edition Fischer).Schäfer: Die Hesselbachs 1996, bes. S. 53.
Quellen: Ffter Neue Presse. Ffm. 1946-heute.Nachruf von Jutta W. Thomasius in: FNP, 19.12.2000. | ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/3.525 (Robert George). | Frdl. Mitteilungen an d. Verf.Mitteilungen von Gaby Reichardt, Hochheim-Massenheim, 8.2.2016.
Internet: Website zum 100. Geburtstag von Wolf Schmidt 2013, die über den als „Babba Hesselbach“ bekannten Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller informiert, ein Gemeinschaftsprojekt von Schmidts Kindern Anja Vieweg, Susanne von Bergen und Michael Schmidt. http://www.babbahesselbach.info/2013/06/die-familie-hesselbach-im-radio.html
Hinweis: Artikel über „Die Radiofamilie Hesselbach“ von Sabine Hock.
Wolf Schmidt, 12.8.2016.


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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Engelke, Sofie. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/4762

Stand des Artikels: 30.12.2016
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 08.2016.