Schwarz, Jean Albert

Schwarz, Jean (eigentl.: Johannes) Albert. Lehrer. Politiker. Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.* 12.11.1873 Ffm., Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.† 12.7.1957 Mainz-Bretzenheim, begraben in Ffm.
Lehrer seit 1894 an der Karmeliterschule in Ffm., seit 1895 in Arnoldshain/Taunus und seit 1898 an der Lersnerschule in Ffm. Mittelschullehrer seit 1908 an der Bismarck-Mittelschule, 1912 an der Englische-Fräulein-Mittelschule in Ffm.
1919/20 Mitglied der Deutschen Nationalversammlung in Weimar. Als Zentrumsabgeordneter von 1919 bis 1933 Mitglied des Reichstags, zeitweise als Präsidiumsmitglied des Parlaments (1922-32) sowie als Mitglied im Fraktionsvorstand seiner Partei. Sch. kandidierte auch mehrfach für die Ffter Stadtverordnetenversammlung. 1934 ganz in den Schuldienst zurückgekehrt, wurde er 1936 entlassen. Die nationalsozialistischen Behörden kreideten dem ehemaligen Zentrumspolitiker u. a. seine Mitgliedschaft im Reichsbanner an; außerdem hatte sich Sch. geweigert, in den NS-Lehrerbund einzutreten und an den Umschulungslehrgängen für Lehrer 1935 teilzunehmen. 1944 floh Sch. vor dem Zugriff der Gestapo in den Hintertaunus. Seit 1946 wieder in Ffm., gehörte er zu den Mitbegründern der hiesigen CDU.
Gründer, Vorstandsmitglied und Sekretär des Volksvereins für das katholische Deutschland.
1953 Bundesverdienstkreuz.
Jean-Albert-Sch.-Straße in Praunheim.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 356f., verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Array
(
    [de] => Array
        (
            [0] => Array
                (
                    [value] => literfasst
                )

        )

)

Lexika: Schumacher, Martin (Hg.): M. d. R. Die Reichstagsabgeordneten der Weimarer Republik in der Zeit des Nationalsozialismus. Politische Verfolgung, Emigration und Ausbürgerung 1933-1945. Eine biographische Dokumentation. Düsseldorf 1991. 3., erw. Aufl. Düsseldorf 1994. (Veröffentlichung der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien in Bonn).Schumacher: MdR 1994, S. 456, Nr. 1451.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/1.157.

GND: 129586285 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).
Einträge zu dieser Person in anderen Datenbanken ansehen

© 2021 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Schwarz, Jean Albert. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/1191

Stand des Artikels: 20.9.1995