Spieß, Johann Christoph

Spieß, Johann Christoph. Konsistorialrat. D. theol. Pfarrer. * 26.8.1771 Dillenburg, † 30.9.1829 Ffm.
Besuch des Dillenburger Gymnasiums. Ab 1788 Theologiestudium in Herborn. Anschließend Pfarrtätigkeit in Elberfeld, Alpen am Rhein (ab 1798) und Duisburg (ab 1799). S. setzte sich frühzeitig für eine Union aller evangelischen Bekenntnisse ein. Seine Reformvorschläge fasste er in dem 1808 erschienenen „Versuch einer protestantischen Kirchenordnung nach den Bedürfnissen unserer Zeit” zusammen. 1813 erhielt S. einen Ruf an die Deutsch-reformierte Gemeinde in Ffm., wo er bis zu seinem Tod wirkte. Ebenfalls 1813 wurde er zum D. theol. promoviert.
1815 veröffentlichte S. die „Denkmäler oder Predigten der Jahre 1814 und 1815”. Zwischen 1822 und 1826 entwarf er eine kirchliche Verfassung für die evangelischen Gemeinden Fft.s. 1825 konnte auf seine Initiative hin erstmals ein einheitliches evangelisches Gesangbuch herausgebracht werden.
Vater des Mediziners Gustav Adolf S.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 410, verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Lexika: Renkhoff, Otto: Nassauische Biographie. Kurzbiographien aus 13 Jahrhunderten. Wiesbaden 1985, 2., überarb. Aufl. 1992. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Nassau XXXIX).NB 1985, S. 380, Nr. 2187; 1992, S. 771, Nr. 4217.
Literatur:
                        
Ehlers, Rudolf: D. Johann Christoph Spieß. Ein biographischer Versuch. Ffm./Berlin 1908.Ehlers: D. Johann Christoph Spieß 1908.

GND: 104116404 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).

© 2021 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Spieß, Johann Christoph. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1288

Stand des Artikels: 29.8.1995