Strienz, Wilhelm

Strienz, Wilhelm. Sänger. * 2.9.1900 Stuttgart, † 10.5.1987 Ffm.
1922 Debüt als Opernsänger in Berlin. Engagements in Wiesbaden und Bremen. Von 1926 bis 1933 Solist beim Westdeutschen Rundfunk in Köln. Seit 1933 in Berlin. Ausgedehnte Konzert- und Gastspieltätigkeit. Über 200 Schallplattenaufnahmen, u. a. Mitwirkung als Sarastro unter der Leitung von Thomas Beecham an der ersten Gesamtaufnahme von Mozarts „Zauberflöte“ (1937). Während der NS-Zeit trat S. häufig bei Volks- und Wunschkonzerten im Rundfunk mit Liedern wie „Glocken der Heimat“, „Tapfere kleine Soldatenfrau“ oder „Heimat, deine Sterne“ auf. Als Sänger von „Durchhalteschlagern“ geriet er nach 1945 in Verruf. Aus zwei Spruchkammerverfahren 1946 und 1947 ging S. zwar rehabilitiert hervor, konnte jedoch bei seinen zahlreichen folgenden Auftritten als Schlager- und Liedsänger bis 1963 keine größeren Erfolge mehr erzielen. 1963 zog sich S. in Ffm., wo er seit 1945 lebte, ins Privatleben zurück.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 449f., verfasst von: Birgit Weyel.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Lexika: Kutsch, K. J./Riemens, Leo: Unvergängliche Stimmen. Sängerlexikon. 2 Bde. u. 2 Ergänzungsbde. Bern/München 1975, 2. Aufl. 1982.Kutsch/Riemens, 3. Aufl., Bd. 5 (1997), S. 3375; Bd. 6 (2000), S. 615.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/10.588.

GND: 11731885X (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).

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Empfohlene Zitierweise: Weyel, Birgit: Strienz, Wilhelm. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1368

Stand des Artikels: 16.8.1995