Vocke, Wilhelm

Vocke, August Theodor Wilhelm. Geheimer Finanzrat. Dr. jur. Dr. rer. pol. h. c. Bankier. * 9.2.1886 (Bopfingen-)Aufhausen bei Nördlingen, † 19.9.1973 Ffm.
Von 1904 bis 1908 Studium der Rechtswissenschaften und Nationalökonomie in Erlangen, Rostock, Berlin und Göttingen. Assessor zunächst (1911) im Finanzamt Würzburg, dann (1912) im Reichspatentamt Berlin. Von 1913 bis 1918 Leiter des Bankenreferats im Reichsamt des Innern. Seit April 1918 Mitarbeiter des Reichsbankdirektoriums. Mit seiner Ernennung zum Geheimen Finanzrat 1919 wurde V. Mitglied des Reichsbankdirektoriums. Mitwirkung an der Währungsreform 1923/24 und am Reichsbankgesetz von 1924. 1939 Entlassung (zusammen mit Schacht, Hülse und Blessing) durch Hitler wegen eines Memorandums zur Finanzpolitik. Von 1945 bis 1948 Leiter der Reichsbankleitstelle für die britische Besatzungszone in Hamburg. Von 1948 bis 1957 Präsident des Direktoriums der Bank deutscher Länder bzw. (ab 1950) der daraus hervorgegangenen Deutschen Bundesbank in Ffm.
Mitbegründer und Verwaltungsratsmitglied (1930-38 und 1950-57) der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel. Von 1952 bis 1957 deutscher Gouverneur beim Internationalen Währungsfonds. Von 1958 bis 1959 Finanzberater der pakistanischen Regierung. Verwaltungsratsmitglied der Kreditanstalt für Wiederaufbau in Ffm.
„Memoiren” (1973).
1954 Ehrendoktor der Universität Ffm. 1957 Großkreuz des Bundesverdienstordens. Ehrenpreis der Hermann-Lindrath-Gesellschaft.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 511, verfasst von: Fritz Koch.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Literatur:
                        
Geheimrat Wilhelm Vocke. Hüter der Währung. Zum 100. Geburtstag am 9. Febr. 1986. Dokumentation zur Ausstellung des Historischen Archivs der Deutschen Bundesbank. Ffm. 1986.Geheimrat Wilhelm Vocke 1986. | Wer ist’s? Titel auch: Degener’s Wer ist’s? Titel ab 1923: Wer ist wer? Wechselnde Untertitel: Zeitgenossenlexikon. / Unsere Zeitgenossen. / Das deutsche Who’s who. Leipzig, ab 1928 Berlin 1905-93.Wer ist wer? 1962, S. 1625f.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/4.954.

GND: 118768832 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).

© 2021 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Koch, Fritz: Vocke, Wilhelm. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1597

Stand des Artikels: 31.3.1996