Wagner, Anton Ulrich

Wagner, Anton Ulrich Friedrich Carl. Dr. med. Arzt. * 3.9.1753 Ffm., † 5.3.1814 Ffm.
Benannt nach seinem Paten Herzog Anton Ulrich von Sachsen-Meiningen. W.s Mutter Antonetta Ernestina W., geb. Nadler (?-1757), war die Tochter des Herzoglich Meiningischen Geheimen Rats und Konsisistorialpräsidenten Johann Nadler, der u. a. Erzieher der herzoglichen Kinder war.
Studium der Medizin in Göttingen. 1775 Promotion. Im selben Jahr Zulassung als Physikus in Ffm. 1778 wurde W. die Stelle des Spitalarztes am Hospital zum heiligen Geist übertragen, die er bis zu seinem Tod innehatte. Seit 1781 Koadministrator, seit 1811 Vorsitzender der Administration der Dr. Senckenbergischen Stiftung. Als solcher war W. 1812 maßgeblich an den Vorverhandlungen zur Errichtung einer unter Dalberg gegründeten medizinisch-chirurgischen Spezialschule beteiligt. Mitglied und Professor der Schule, ohne jedoch Vorlesungen gehalten zu haben. 1813 wurde die als französische Gründung von der Ffter Bevölkerung missbilligte Schule wieder geschlossen. W. starb in Ausübung seines Berufs bei der Pflege Infizierter an einem damals epidemisch auftretenden Nervenfieber.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 525, verfasst von: Birgit Weyel.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Lexika: Kallmorgen, Wilhelm: Siebenhundert Jahre Heilkunde in Ffm. Ffm. 1936. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission der Stadt Ffm. XI).Kallmorgen, S. 441. | Kutz, Corinna: Die Porträtsammlung der Dr. Senckenbergischen Stiftung. Ffter Bildnisse aus fünf Jahrhunderten. Bestandsverzeichnis und Ausstellungskatalog. Ffm. 2000.Kutz: Senck. Portr., S. 130, Nr. 118.
Literatur:
                        
Alt-Fft. Vierteljahrschrift für seine Geschichte und Kunst. Hg. v. Rudolf Jung u. Bernard Müller im Auftr. des Vereins für Geschichte und Altertumskunde, des Vereins für das Historische Museum u. der Numismatischen Gesellschaft. Ffm. 1909-13/14. Zunächst einmalige Fortsetzung des Titels: Ein Heimatbuch aus dem Maingau. Auf Veranlassung des Vereins für Geschichte und Altertumskunde, des Vereins für das Historische Museum u. der Numismatischen Gesellschaft zu Ffm. hg. v. Bernard Müller. Ffm. 1917. Spätere Neuauflage des Titels: Geschichtliche Zeitschrift für Fft. und seine Umgebung. Hg. v. Heinrich Voelcker u. Otto Ruppersberg. Ffm. 1928-30.Schulz, Otto: Denkwürdigkeiten aus der Geschichte der Familie Wagner. In: Alt-Fft. NF 3 (1930), H. 2, S. 13-17. | Naujoks, Horst/Preiser, Gert (Hg.): 225 Jahre Dr. Senckenbergische Stiftung 1763-1988. Hildesheim 1991.Naujoks/Preiser (Hg.): Dr. Senckenbergische Stiftung 1991, S. 127f.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/1.822. | ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/10.536 (Familie Wagner).
Internet: Dr. Senckenbergische Stiftung, Die Portraitsammlung, Ffter Bildnisse aus fünf Jahrhunderten, Ffm. http://www.senckenbergische-portraitsammlung.de/118-Johann+Ulrich+Gottfried+Wagner.htmlDr. Senckenbergische Stiftung, Portraitsammlung, 3.11.2014.

GND: 1031934138 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).
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© 2022 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Weyel, Birgit: Wagner, Anton Ulrich. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1656

Stand des Artikels: 3.4.1995