Walter, Max

Walter, Max. Geheimrat. Dr. phil. h. c. Pädagoge. * 18.9.1857 Herischdorf/Schlesien, † 23.1.1935 Ffm.
Studium in Berlin, Kiel und Breslau. Anschließend Deutschlehrer in England. Von 1883 bis 1887 Englischlehrer in Kassel. Von 1887 bis 1890 Lehrer am Realgymnasium Wiesbaden. 1890 Berufung als Direktor der Realschule (Liebigschule) in Bockenheim. Seit 1894 Studiendirektor an der Musterschule, die er bis 1922 leitete. 1892 war die Musterschule nach den Plänen von Karl Reinhardt zum Reformrealgymnasium umgestaltet worden. W. war entscheidend an der praktischen Umsetzung der Schulreform beteiligt. Damit war er ein Vorkämpfer und Bahnbrecher des modernen fremdsprachlichen Unterrichts, bei dem mehr Wert auf die Vermittlung der lebendigen Sprache und des gesprochenen Worts als der Grammatik gelegt wird (nach Viëtor). In den Zwanzigerjahren wurde W.s direkte Methode der Sprachvermittlung von der preußischen Unterrichtsverwaltung lehrplanmäßig übernommen. W. war maßgeblich dafür verantwortlich, dass das Ffter Schulwesen im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts weit über die Grenzen der Stadt hinaus einen guten Ruf genoss.
Als Dozent an der Ffter Universität leitete W. von 1923 bis 1930 ein Kolleg über den neusprachlichen Unterricht an höheren Schulen.
1909 Ehrendoktorwürde der Universität Genf. 1930 Ehrenbürger der Ffter Universität.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 532, verfasst von: Birgit Weyel.
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Lexika: Bergmann, E. (Hg.): Ffter Gelehrten-Handbuch. Ffm. [1930].Bergmann: Ffter Gelehrten-Hdb. 1930, S. 154.
Literatur:
                        
Schiedermair, Ulrike/Setzepfandt, Christian: Die Wiese auf dem Ffter Hauptfriedhof. Neujahrsgruß 2018 (...). Ffm. [Copyright 2017].Schiedermair/Setzepfandt: Die Wiese auf dem Ffter Hauptfriedhof 2018, S. 33. | Stemmler, Gunter: Die Vermessung der Ehre. Zur Geschichte der Ehrenbürger, Ehrensenatoren sowie Ehrenmitglieder an deutschen Hochschulen und an der Universität Ffm. Ffm. [u. a.] 2012.Stemmler: Ehrenbürger u. Ehrensenatoren an der Univ. Ffm. 2012, S. 160.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/4.087.

GND: 11713127X (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).

© 2022 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Weyel, Birgit: Walter, Max. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1671

Stand des Artikels: 10.4.1995