Weber, Andreas

Stadtgärtner von 1861 bis 1901. Schöpfer des „Nizza” am Main.

Weber, Andreas. Gartenarchitekt. * 13.3.1832 Ffm., † 2.10.1901 Ffm.
Nach dem Besuch des Gymnasiums erlernte W. in der Handelsgärtnerei Rinz das Handwerk des Gärtners und Gartenarchitekten. Seine Wanderjahre führten ihn nach London, Brüssel und Paris. 1852 trat W. als Adjunkt des Stadtgärtners Sebastian Rinz, seines Großvaters, in städtische Dienste ein. Schon früh genoss er den Ruf eines guten Landschaftsgärtners. Von 1861 bis 1901 war W. als Nachfolger Rinz’ städtischer Gartendirektor. Er schuf die „Nizza” genannte Grünanlage am Main, in der ihm wegen des dort herrschenden milden Klimas die Anpflanzung bisher in Deutschland kaum oder nicht gezeigter tropischer und subtropischer Bäume, Sträucher und Pflanzen gelang. Neben diversen Plätzen in der Stadt legte W. den Zoologischen Garten, Teile des Anlagenrings und wesentliche Bereiche des Hauptfriedhofs an und gestaltete den ehemals privaten Günthersburgpark in eine öffentliche Anlage um. Als selbstständig tätiger Gartenarchitekt schuf W. zudem zahlreiche Privatgärten und größere Gartenanlagen in Ffm. und Umgebung, u. a. den Holzhausenpark, den Englischen Garten in Bad Homburg, die Erweiterung der Kuranlagen in Bad Soden und den Bergpark Villa Anna des Ehepaars Alfred und Anna von Neufville in Eppstein.
Gedenktafel mit Bronzerelief (1950) im „Nizza”.
Nachlass als Depositum im ISG.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 535, verfasst von: Birgit Weyel.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Literatur:
                        
Archiv für Fft.s Geschichte und Kunst. Bisher 73 Bde. Ffm. 1839-2012.AFGK 74 (2014): Ffter Parkgeschichten, S. 63f., 124, 213. | Heinzberger, Martin/Meyer, Petra/Meyer, Thomas: Entwicklung der Gärten und Grünflächen in Ffm. Ffm. 1988. (Kleine Schriften des HMF 38).Heinzberger/Meyer/Meyer: Entwicklung d. Gärten u. Grünflächen 1988, S. 93.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/2.997.
Internet: Institut für Stadtgeschichte, Newsletter, Schätze und Kuriositäten aus den Sammlungen des Instituts für Stadtgeschichte Ffm. http://wayback.archive-it.org/org-1180/20160621072358/http://www.stadtgeschichte-ffm.de/aktuelles/newsletter_archiv/newsletter_akt/newsletter_16_1.html
Hinweis: Beitrag von Sylvia Goldhammer zum Thema „Andreas Weber – ein Ffter Gärtnerlehrling auf Wanderschaft“ im Newsletter 16 (Januar 2013). Der Artikel ist seit 5.10.2016 nicht mehr direkt über die Internetseite des ISG, sondern nur noch über den o. g. Link im Langzeitarchiv aufrufbar.
ISG, Newsletter, 13.5.2019.
| Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Weber_(Gartenarchitekt)Wikipedia, 19.9.2019.

GND: 1139364405 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).
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    Empfohlene Zitierweise: Weyel, Birgit: Weber, Andreas. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/1680

    Stand des Artikels: 12.4.1995