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Wendelstadt, Karl Friedrich

Wendelstadt, Karl Friedrich. Maler, Radierer und Lithograf. * 13.4.1786 Neuwied, † 17.9.1840 Gent.
Früh verwaist, wurde W. von dem Ffter Juristen und Kunstfreund Johann Georg Grambs aufgezogen, der ihn im Malen und Zeichnen unterrichten ließ und ihm das Studium bei Jacques Louis David in Paris ermöglichte. Seit 1813 wieder in Ffm. 1817 Ernennung zum Inspektor des eben gegründeten Städelschen Kunstinstituts. W. führte die Geschäfte des Instituts und betreute die Kunstsammlung. Seit 1825 war er dort auch als Lehrer für Freihandzeichnen tätig. Während einer Reise in die Niederlande 1840 nahm sich W. das Leben.
Schöpfer von Porträts und Altarblättern. Seine Radierungen erstellte W. teils nach eigenen, teils nach fremden Vorlagen.
W.s Frau Anna Antoinette, geb. Bailly (1785-1864), die er 1812 in Paris geheiratet hatte, war Porträtmalerin, gab die Malerei jedoch auf. Außer dem Sohn Carl (auch: Karl) Eduard W., der Bildhauer wurde, betätigte sich auch die Tochter Johanna (auch: Johanne) Wilhelmine Christine Susanne Luise W. (1824-1902) künstlerisch. Sie wurde von der Mutter und später von Jakob Fürchtegott Dielmann in der Malerei unterrichtet und schuf verschiedene Landschaften, Interieurs, Stillleben und Porträts.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 550, verfasst von: Birgit Weyel.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Lexika: Dessoff, Albert: Kunst und Künstler in Ffm. im 19. Jahrhundert. 2. Bd.: Biographisches Lexikon der Ffter Künstler im 19. Jahrhundert. Ffm. 1909.Dessoff, S. 168f. | Thieme, Ulrich/Becker, Felix: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. 37 Bde. Leipzig 1907-50.Thieme/Becker 35 (1942), S. 370.
Literatur:
                        
Holzinger, Ernst (Hg.)/Ziemke, Hans-Joachim (Bearb.): Die Gemälde des 19. Jahrhunderts. Text- und Bildband. Ffm. 1972. (Kataloge der Gemälde im Städel’schen Kunstinstitut I).Städelkat. d. Gemälde d. 19. Jh.s 1972, Textband, S. 466. | Wiederspahn, August/Bode, Helmut: Die Kronberger Malerkolonie. Ein Beitrag zur Ffter Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts. Mit dokumentarischen Beiträgen von Änne Rumpf-Demmer, Julius Neubronner und Philipp Franck. 3., erw. Aufl. Ffm. 1982.Wiederspahn/Bode: Kronberger Malerkolonie 1982, S. 184, 709.
Internet: Hessische Biografie, ein Kooperationsprojekt des Instituts für Personengeschichte in Bensheim und des Hessischen Landesamts für geschichtliche Landeskunde in Marburg zur Erstellung einer umfassenden personengeschichtlichen Dokumentation des Landes Hessen. https://www.lagis-hessen.de/pnd/104097809Hess. Biografie, 15.12.2021.

GND: 104097809 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).

© 2022 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Weyel, Birgit: Wendelstadt, Karl Friedrich. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1717

Stand des Artikels: 24.4.1995