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Briers, Daniel de

Briers (auch: Brier, Prior, Bruers), Daniel de. Juwelier. Diamantengroßhändler. † 9.10.1633 Ffm.
Stammte aus Antwerpen. Seit 1599 in Ffm. ansässig, wo er begann, ein Juwelengeschäft zu betreiben. 1605 gründete de B. eine Handelsgesellschaft mit Gerhard Heusch aus Antwerpen, 1611 eine weitere mit Ruland Benoit von Cassel. Vor allem die letztere Handlung kaufte unter der Firma „Indianische Compagnie“ unmittelbar in Ostindien Diamanten ein. 1620 verschmolz de B. die beiden Gesellschaften zu einer Juwelengroßhandlung, die mit einem Geschäftskapital von 36.000 Reichstalern begann. Weiterhin wurden unter dem Namen „Indianische Compagnie“ Diamanten direkt von den ostindischen Diamantfeldern von Visapur und Golkonda bezogen. Diese Rohjuwelen wurden dann zur Bearbeitung an Ffter Diamantschleifer und Goldschmiede gegeben. Das Unternehmen entwickelte sich zu einer der bedeutendsten Juwelenhandlungen seiner Zeit. Es unterhielt ausgedehnte Geschäftsverbindungen nach Böhmen, Schlesien, Polen, Österreich und Ungarn und hatte Faktoren in Amsterdam, Antwerpen, Breslau, Prag und Wien. Daneben betrieb de B. einzelne Geschäfte und hatte Gesellschaftsverträge mit anderen Juwelieren in Amsterdam, Antwerpen und Hamburg, außerdem eine Gesellschaftshandlung mit seinem Sohn Adrian de B. in Wien und eine weitere mit seinem Schwiegersohn Dr. Balthasar Philipp von Knodt in Prag. Zu den Kunden des Ffter Unternehmens zählten Fürsten und Heerführer des Dreißigjährigen Kriegs, von denen einige dem Geschäft derart verschuldet waren, dass die Gesellschaft schließlich in Zahlungsschwierigkeiten geriet. Außerdem war es nach dem Tod Heuschs (1628) zu Auseinandersetzungen um das Erbe gekommen. Es entstand einer der größten Erb- und Handelsstreite in Ffm., der sogar Reichshofrat und Reichskammergericht beschäftigte und zweimal die Einsetzung von kaiserlichen Untersuchungsausschüssen veranlasste. Bei de B.s Tod betrug das Vermögen der Firma über 400.000 Taler.
Der Sohn Adrian de B. führte die Handlung zunächst weiter, bis sie 1636 endgültig liquidiert wurde.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 106, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Lexika: Neue Deutsche Biographie. Hg. v. d. Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Bisher 27 Bde. (bis Wettiner). Berlin 1953-2020.Erwin Kleinstück in: NDB 2 (1955), S. 612.
Literatur:
                        
Dietz, Alexander: Ffter Handelsgeschichte. 4 Bde. Ffm. 1910-25, Neudr. 1970-74.Dietz: Handelsgesch. II, S. 230-243.

GND: 137561741 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).

© 2022 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Briers, Daniel de. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1874

Stand des Artikels: 22.5.1987