Deninger, Hermann

Deninger, Hermann. Konsul von Monaco. Kaufmann. Philatelist. * 18.10.1894 (Hofheim-)Lorsbach/Taunus, † 25.8.1967 Ffm.
Sohn eines Lederfabrikanten.
Schüler des Höchster Gymnasiums. Seit 1922 selbstständiger Pelzwarengroßhändler mit Firmensitz in der Mainzer Landstraße 65 in Ffm. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich D. für die Konzentration der Rauchwarenbranche in Ffm. ein. Ihm ist es zu verdanken, dass Ffm. zum Zentrum der Pelzwirtschaft wurde, indem er ab 1945 zahlreiche Großhandelsbetriebe der Branche aus Leipzig nach Ffm. holte und so in dem Viertel um Mainzer Landstraße, Düsseldorfer Straße und Niddastraße einen neuen „Brühl“ erstehen ließ. Verdient um die Einrichtung und Entwicklung der Rauchwarenmesse (ab 1949), der späteren Internationalen Pelzmesse (ab 1963), in Ffm.
1946 Mitbegründer und Erster Vorsitzender des Landesverbands der Rauchwarenwirtschaft in Hessen. 1950 Begründer des Verbands der Deutschen Rauchwaren- und Pelzwirtschaft, dessen Vorsitzender er bis 1957 war. Von 1953 bis 1956 Vorsitzender des Aufsichtsrats der Ffter Rauchwaren-Messe GmbH. Von 1949 bis 1959 Vizepräsident, dann Mitglied im Beirat der IHK Ffm. Seit 1950 Handelsrichter. Mitglied des engeren Vorstands im Landesverband des Groß- und Außenhandels für Hessen.
Neben seiner beruflichen Tätigkeit machte sich D. als passionierter Briefmarkensammler verdient um die Förderung der Philatelie. Er gehörte zahlreichen philatelistischen Gremien an. Als Vorsitzender des Bundes Deutscher Philatelisten (seit 1949) und Vorsitzender der Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte e. V. erhielt er zahlreiche Auszeichnungen.
Sein „Handbuch der abgekürzten vorphilatelistischen Stempel“ (1948, erw. Aufl. 1953 und 1963) wurde zum Standardwerk der Vorphilatelie (Postgeschichte vor Einführung der Briefmarken).
1954 Bundesverdienstkreuz. 1959 Ehrenplakette der Stadt Ffm. 1965 Großes Bundesverdienstkreuz und Ritter des Grimaldi-Ordens. Ehrenvorsitzender des Verbands der Deutschen Rauchwaren- und Pelzwirtschaft.
Schriftlicher Nachlass im ISG.
Seit 1971 verleiht die Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte alle drei Jahre den „Hermann-D.-Literaturpreis“ für wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet von Philatelie und Postgeschichte.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 150f., verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/2.160.
Internet: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Deninger - https://de.wikipedia.org/wiki/Pelzhandelszentrum_Niddastraße - Wikipedia, 20.10.2021.

GND: 117709425 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Deninger, Hermann. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1998

Stand des Artikels: 28.10.1987