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Eisenbart, Johann Andreas

„Der Doktor Eisenbart“.

Eisenbart (auch: Eisenbarth, Eysenbarth), Johann Andreas. Wandernder Arzt und Chirurg. ~ 27.3.1663 Oberviechtach/Oberpfalz, † 11.11.1727 Hannoversch Münden.
Der erst im späteren 18. Jahrhundert durch das Spottlied in Verruf geratene „Doktor Eisenbart“, tatsächlich ein tüchtiger und berühmter Operateur sowie von Kaiser und Fürsten privilegierter Medikus, kam anlässlich der Messen mehrfach nach Ffm., erstmals 1692. Er pries seine ärztliche Kunst marktschreierisch an und schlug sein Operationszelt und die Komödiantenbude nahe der Mehlwaage auf. Mit Hilfe des bunten Treibens von zu seiner Truppe gehörenden Akrobaten, Musikanten, Spaßmachern und Komödianten lockte er Schaulustige an, in der Hoffnung, dass sie sich dann auch von ihm kurieren lassen würden. Zudem übertönte der Lärm des Theaters die Schreie der auf dem Operationstisch liegenden Patienten, so dass Unentschlossenen nicht noch zusätzlich Angst gemacht wurde.
E. stieg in Ffm. im Gasthof „Zur Stadt Darmstadt“ in der Fischergasse ab, der dem Vater von Lorenz Heister gehörte. Heister konnte als junger Student E. bei der Arbeit beobachten. In seinem Werk „Wahrnehmungen“ (1753) verwahrt sich Heister scharf gegen alle Kurpfuscherei, während er die mustergültige Operationstechnik E.s hervorhebt.
Erstes E.-Lied (1725) in einer Ffter Meßrelation.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 181, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Lexika: Kallmorgen, Wilhelm: Siebenhundert Jahre Heilkunde in Ffm. Ffm. 1936. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission der Stadt Ffm. XI).Kallmorgen, S. 255f. | Neue Deutsche Biographie. Hg. v. d. Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Bisher 27 Bde. (bis Wettiner). Berlin 1953-2020.Karl Brethauer in: NDB 4 (1959), S. 411.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/1.984.

GND: 118529633 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).
© 2024 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Eisenbart, Johann Andreas. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2080

Stand des Artikels: 6.1.1988