Halbritter, Kurt

Halbritter, Kurt Otto. Zeichner. Karikaturist. Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.* 22.9.1924 Ffm., Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.† 21.5.1978 Sligo (Irland), begraben auf dem Ffter Hauptfriedhof.
Kindheit in Westhausen. Ausbildung zum Chemografen. Kriegsdienst, dann -gefangenschaft (bis 1947) in England. Von 1948 bis 1952 Ausbildung an der Meisterschule für das gestaltende Handwerk (seit 1949: Werkkunstschule) Offenbach, Fachklasse für Illustration und Gebrauchsgrafik. Seitdem als freischaffender Zeichner, Illustrator und Karikaturist in Ffm. lebend. Atelier in Rödelheim. Politischer Zeichner für die FR, „Pardon“ und „Vorwärts“.
H. veröffentlichte zahlreiche Bücher mit seinen Zeichnungen, sowohl mit erschreckender Satire zum Nachdenken (z. B. „Adolf Hitlers Mein Kampf – Erinnerungen an eine große Zeit“, 1968) als auch mit leichter Heiterkeit zum Schmunzeln (z. B. „H.s Tier- und Pflanzenwelt“, 1975). Bekannt wurden vor allem die von ihm gezeichneten Ebbelwei-Originale „Schorsch und Schaa“, die auf Bierdeckeln ihre Weisheiten kundtaten. Die FR wollte daraus eine Zeitungsserie machen, wozu es aber infolge von H.s plötzlichem Tod während einer Urlaubsreise in Irland nicht mehr kam. Für die spätere Neue Ffter Schule war der Rödelheimer Karikaturist und Satiriker von wegweisendem Einfluss.
H. schuf auch Zeichnungen und Aquarelle mit Ffter Ansichten.
1968 Preisträger der Zille-Stiftung. 1970 Joseph-E.-Drexel-Preis.
Nachlass im ISG.
Anlässlich von H.s 75. Geburtstag 1999 Gedenkausstellung „Mann unter Strom“ im ISG. 2012 Erinnerungsausstellung „Jeder hat das Recht“ in der Stadtteilbibliothek Rödelheim. Anlässlich von H.s 90. Geburtstag 2014 Ausstellung im Caricatura Museum Fft. in Zusammenarbeit mit dem ISG.
Kurt-H.-Anlage an der Nidda in Rödelheim; dort eine Plastik des „Barfüßers“ (nach H.s Zeichnung in seiner „Tier- und Pflanzenwelt“, 1975, ausgeführt in Bronze von Siegfried Böttcher, 2017) in der Reihe „Komische Kunst im Ffter Grüngürtel“.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 297, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Literatur:
                        
Aura. Jahresgabe [des Historischen Museums Fft.; mit wechselndem Untertitel.] Bisher 15 Ausgaben. Ffm. 2005/06-2019/20.Aura 2014/15, S. 30.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/4.689.

GND: 118700901 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).

© 2021 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Halbritter, Kurt. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/2481

Stand des Artikels: 3.7.1989