Humboldt, Wilhelm von

Humboldt, Friedrich Wilhelm Christian Karl Ferdinand von. Staatsmann. Gelehrter. Sprachforscher. * 22.6.1767 Potsdam, † 8.4.1835 (Berlin-)Tegel.
Auf seiner Rheinreise 1788 besuchte H. erstmals Ffm., wo er mit dem Bankier Bethmann, mit Johann Georg Schlosser und Sophie von La Roche zusammentraf.
Von 1815 bis 1817 Mitglied der Territorialkommission für die neuen preußischen Gebiete in Ffm. Als preußischer Bevollmächtigter nahm H. an der Eröffnung des Deutschen Bundestags in Ffm. 1816 teil. Er opponierte jedoch gegen Preußens Politik, die ihm zu sehr von der Unterwürfigkeit gegenüber Metternich gekennzeichnet war. Beim Bundestag erwirkte H., dass dieser weiterhin die Unterstützung an Schillers Witwe zahlte, die bisher Dalberg geleistet hatte.
Von Ffm. aus gab H. die Übersetzung des „Agamemnon“ von Aischylos heraus (1816).
Jugendbildnis (Pastell von Johann Heinrich Schmidt, 1784) und Ölgemälde von H. in seinem Arbeitszimmer auf Schloss Tegel (von unbekannter Hand, nach 1820) im Besitz des Ffter Goethe-Museums.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 361f., verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Lexika: Allgemeine Deutsche Biographie. Hg. durch die Historische Commission bei der Königlichen Akademie der Wissenschaften. 56 Bde. München/Leipzig 1875-1912.Alfred Dove in: ADB 13 (1881), S. 338-358. | Neue Deutsche Biographie. Hg. v. d. Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Bisher 27 Bde. (bis Wettiner). Berlin 1953-2020.Gerhard Masur/Hans Arens in: NDB 10 (1974), S. 43-51.
Literatur:
                        
Maisak, Petra/Kölsch, Gerhard: Ffter Goethe-Museum. Die Gemälde. „... denn was wäre die Welt ohne Kunst?“ Bestandskatalog. Hg. v. Freien Deutschen Hochstift. Ffm. 2011.Maisak/Kölsch: Gemäldekat. d. Ffter Goethe-Museums 2011, S. 236f., 360.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/3.893.

GND: 118554727 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).
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© 2021 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Humboldt, Wilhelm von. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/2803

Stand des Artikels: 29.3.1990