Reinert, Hellmut

Reinert, Hellmut Emil Cäsar. Dr. jur. Jurist. Kommunalpolitiker. * 20.12.1891 Brandenburg/Havel, † 12.10.1962 Ffm.
R. kam bereits als Kind von Brandenburg, wo sein Vater Amtsjurist war, nach Ffm. Besuch des Goethe-Gymnasiums. Jurastudium in Bonn, München und Marburg. Teilnahme am Ersten Weltkrieg. Verwundung. 1921 Promotion in Marburg und Eintritt in die Ffter Stadtverwaltung. 1926 Magistratsrat. Juristischer Berater von Oberbürgermeister Landmann. Leiter des Revisions- und Ordnungsamts. 1937 juristischer Beirat im Kultur- und Schulamt. 1939 Einberufung zur Wehrmacht und erneute Verwundung. 1940 Versetzung an das Wehrbereichskommando Ffm. Nach Kriegsende wurde R. als politisch kaum belasteter, tatkräftiger Verwaltungsfachmann, der sich nun der SPD anschloss, schon im September 1945 von der amerikanischen Militärregierung zum hauptamtlichen Stadtrat ernannt und durch die erste Nachkriegs-Stadtverordnetenversammlung im August 1946 in diesem Amt bestätigt. 1948 und 1954 wiedergewählt. Als Stadtrat hatte R. die Aufsicht über öffentliche Verkehrsmittel, Polizei, Gewerbe- und Ordnungsamt, Rechtsstelle, Stiftungswesen sowie Sport- und Badeamt. 1960 Eintritt in den Ruhestand.
Der redegewandte und umfassend gebildete R. war neben seiner Verwaltungstätigkeit vielfältig in das Ffter Wissenschafts- und Kulturleben eingebunden, u. a. als Mitbegründer des Bunds tätiger Altstadtfreunde, Kuratoriumsmitglied der Ffter Universität, Präsident des Lions-Clubs, Mitglied der Ffter Museums-Gesellschaft, des Hoch’schen Konservatoriums, des Neeber-Schuler-Chors und des Hessischen Städteverbands. Von 1947 bis 1960 Vorsitzender des Ffter Geschichtsvereins. Als begeisterter Rudersportler setzte sich R. besonders für den Ffter und Offenbacher Regatta-Verein von 1888 ein.
1932 Goetheplakette der Stadt Ffm. 1956 Großes Bundesverdienstkreuz und Ehrenplakette der Stadt Ffm.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 184, verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Quellen: ISG, Personalakten der Stadtverwaltung, ab ca. 1900.ISG, PA 75.036 u. 75.037. | ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/521.

GND: 1116648520 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).
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Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Reinert, Hellmut. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/868

Stand des Artikels: 9.2.1995