Sakheim, Arthur

Sakheim, Arthur. Dr. phil. Schriftsteller. Dramaturg und Regisseur. * 27.10.1884 Libau, † 23.8.1931 Berlin.
Seit 1926 Dramaturg und Regisseur am Ffter Schauspielhaus. Künstlerischer Leiter der literarischen Veranstaltungen am Schauspielhaus. Herausgeber der „Blätter der Städtischen Bühnen”.
Neben erzählerischen und lyrischen Werken, teilweise mit jüdischer Thematik, verfasste S. einige Dramen (u. a. „Krise im Gottesländchen”, 1916; „Haßberg”, 1923; „Der Zaddik”, 1923) und übersetzte und bearbeitete Stücke von Molière, Gozzi, Goldoni sowie von englischen, amerikanischen und russischen Zeitgenossen für die deutsche Bühne. Zu seinen philologischen Schriften gehören, außer einer Monographie über E. T. A. Hoffmann (1908), seine im Buch erschienenen Vorträge „Das jüdische Element in der Weltliteratur” (1924), S.s Hauptwerk, das ihn als profunden Kenner der jüdischen Kulturgeschichte sowie der hebräischen und jiddischen Sprache ausweist.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 234, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Lexika: Herlitz, Georg/Kirschner, Bruno: Jüdisches Lexikon. Ein enzyklopädisches Handbuch des jüdischen Wissens. 4 Bde. Berlin 1927-30.JL 4.2 (1930), Sp. 44. | Kosch, Wilhelm: Deutsches Theaterlexikon. Biographisches und bibliographisches Handbuch. Fortgef. v. Ingrid Bigler-Marschall. 7 Bde. Klagenfurt, ab 4 (1998) Bern/München, ab 5 (2004) Zürich, ab 7 (2012) Berlin 1953-2012. Bisher 6 Nachtragsbände (bis Sr). Berlin 2013-18.Kosch: Theater. | Kürschners Deutscher Literatur-Kalender. Hg. v. Joseph Kürschner u. a. Berlin/Leipzig 1905-1973.Kürschner: Lit. 1928. | Walk, Joseph: Kurzbiographien zur Geschichte der Juden 1918-1945. München/New York/London/Paris 1988.Walk.
Literatur:
                        
Arnsberg, Paul: Die Geschichte der Ffter Juden seit der Französischen Revolution. Hg. v. Kuratorium für Jüdische Geschichte e. V., Ffm. Bearb. u. vollendet durch Hans-Otto Schembs. 3 Bde. Darmstadt 1983.Arnsberg: Gesch. d. Ffter Juden 1983, Bd. III, S. 412f. | Deutsches Bühnen-Jahrbuch. Hg. v. d. Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger. Berlin, später Hamburg 1915-heute.Dt. Bühnen-Jb. 1932, S. 120. | Reimann, Hans: Das Buch von Fft., Mainz, Wiesbaden. München 1930. (Was nicht im Baedeker steht 9).Reimann: Was nicht im Baedeker steht 1930, S. 156. | Heer, Hannes/Fritz, Sven/Drummer, Heike/Zwilling, Jutta: Verstummte Stimmen. Die Vertreibung der „Juden“ und „politisch Untragbaren“ aus den hessischen Theatern 1933 bis 1945. Berlin 2011. (Schriften der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen 27).Verstummte Stimmen 2011, S. 351.
Quellen: ISG, Personalakten der Stadtverwaltung, ab ca. 1900.ISG, PA. | ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/2.374.
Internet: Projekt Jüdisches Leben in Ffm., Spurensuche – Begegnung – Erinnerung e. V., Oberursel. http://juedisches-leben-frankfurt.de/de/home/biographien-und-begegnungen/biographien-s/george-und-ilse-sakheim.html
Hinweis: Artikel über George und Ilse Sakheim von Angelika Rieber.
Jüd. Leben in Ffm., 19.8.2020.


GND: 116762578 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).

© 2020 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Sakheim, Arthur. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/982

Stand des Artikels: 17.11.1994