Sander, Alexander

Sander, Alexander. Theaterdirektor. * 5.5.1877 Darmstadt, † 17.10.1966 Boulder/Colorado (USA).
Seit 1897 in Ffm. Studium für Violine, Klavier und später auch Gesang (lyrischer Bariton) am Raff-Konservatorium. Seit 1910 Sekretär in der Theaterdirektion Haas-Gräf. Kriegsdienst. Nach dem Ersten Weltkrieg gründete und leitete S., zeitweise zusammen mit Hans Heinz Gräf, eine in Ffm. ansässige Bühne für Operettengastspiele („S.-Bühnen”, auch – bis etwa 1928 – „S.-Gräf-Bühnen”), die mit eigenem Ensemble in Offenbach, Aschaffenburg, Gießen, Bad Nauheim, Bad Kreuznach, Bingen, Mannheim und andernorts gastierte. Zum 1.4.1933 wurde S. die Konzession für diese Wanderbühne entzogen. Von 1934 bis 1937 Steuerangestellter der Jüdischen Gemeinde Ffm. 1943 inhaftiert. 1944 in das KZ Theresienstadt deportiert. Von 1945 bis zu seiner Pensionierung 1951 Verwaltungsdirektor der Städtischen Bühnen Ffm. Verdient um den Wiederaufbau der Ffter Theater.
1956 Bundesverdienstkreuz I. Klasse. 1957 Ehrenmitglied der Städtischen Bühnen Ffm.
Seit 1963 lebte S. in den USA bei seinem Sohn Rolf (1911-?), der als Professor für Musikwissenschaft an der Universität in Boulder/Colorado wirkte.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 240, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Lexika: Kosch, Wilhelm: Deutsches Theaterlexikon. Biographisches und bibliographisches Handbuch. Fortgef. v. Ingrid Bigler-Marschall. 7 Bde. Klagenfurt, ab 4 (1998) Bern/München, ab 5 (2004) Zürich, ab 7 (2012) Berlin 1953-2012. Bisher 6 Nachtragsbände (bis Sr). Berlin 2013-18.Kosch: Theater.
Literatur:
                        
Deutsches Bühnen-Jahrbuch. Hg. v. d. Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger. Berlin, später Hamburg 1915-heute.Dt. Bühnen-Jb. 1927-33 (unter Sander-Gräf-Bühnen/Operettengastspiele). | Kirschner, Jürgen: Was wird aus dem Theater? Die Diskussion um das Ffter Schauspiel 1945-1951. Ffm. 1989. (Studien zur Ffter Geschichte 20).Kirschner: Schauspiel 1989, S. 129, 144, 149, 170.
Quellen: ISG, Personalakten der Stadtverwaltung, ab ca. 1900.ISG, PA. | ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/803.

© 2020 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Sander, Alexander. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/990

Stand des Artikels: 18.11.1994