Lismann, Heinrich

Lismann, Heinrich. Bankier. Wohltäter. * 21.9.1870 Ffm., † 26.2.1950 Richmond (USA).
Vetter von Hermann L.
Schulzeit in St. Petersburg und Ffm. Dann kaufmännische Ausbildung. Seit 1897 Mitarbeiter im Bankhaus des Vaters, das er zusammen mit seinem Bruder Rudolf L. 1900 übernahm (seitdem „Bankhaus Gebr. Lismann“). Um 1933 in die USA emigriert.
Während des Ersten Weltkriegs Organisator und Leiter der Zentrale für Kriegsgefangenenfürsorge [des Deutschen Roten Kreuzes ?], des Ausschusses für deutsche Kriegsgefangene in Ffm. Organisator von Geldsammlungen für karitative Zwecke („U-Boot-Spende“, „Ludendorffspende“). Gründer eines privaten Suchdiensts, aus dem der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes hervorging. Nach dem Krieg war L. weiterhin in der Wohlfahrtspflege tätig und kümmerte sich vor allem um Kriegsbeschädigte und -hinterbliebene, Flüchtlinge, Kinder und Erwerbslose. Organisator der Kinderhilfe, der Jugendwohlfahrtslotterie, der Notgemeinschaft 1921/22, der Ffter Erwerbslosenhilfe 1922, der Mittelstandshilfe, der Zeppelin-Eckener-Spende Ffm. und des Ffter Brückenbauvereins (Brückenbaulotterie). Vorstandsmitglied der „Centrale für private Fürsorge“, des Ffter Roten Kreuzes und des Bürgerhospitals. L. soll den „Muttertag“ aus Amerika in Deutschland angeregt haben.
Rudersportler. Erster Vorsitzender des Ffter Regatta-Vereins (1918-33 [nach anderen Angaben: 1906-09]) und des Bunds süddeutscher Regattaverbände. Ehrenvorsitzender des Ffter Rudervereins von 1865.
Zahlreiche Orden und Ehrenzeichen. 1930 Ehrenplakette der Stadt Ffm.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 463, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Lexika: Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933 / International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933-1945. 3 Bde. München/New York/London/Paris 1980-83.Emigrantenlex. I, S. 449. | Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft. 2 Bde. Berlin 1930/31.Reichshdb. 1930/31.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/2.830.

GND: 117059463 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Lismann, Heinrich. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/3097

Stand des Artikels: 12.3.1991