Schultz, Elisabeth

Schultz (eigentl.: Schulz), Elisabeth Johanna Friederike. Blumenmalerin. Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.* 12.5.1817 Ffm., Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.† 26.9.1898 Ffm.
Tochter des aus Speyer stammenden Weinhändlers und Kunstsammlers Karl Heinrich Sch. († 1837) und seiner botanisch gebildeten Ehefrau Katharina Elisabeth, geb. Schubart.
Schuljahre am Bercht’schen Institut in Ffm. (1829-35) und am Institut der Madame Niederer in Genf (1835-37). Daneben künstlerische Ausbildung bei Ursula Magdalena Reinheimer, Johann Nikolaus Hoff und Georg Theodor Huth. Nach dem Tod des Vaters 1837 nach Ffm. zurückgekehrt, war Sch. hier als Mal- und Zeichenlehrerin tätig, u. a. am Bercht’schen Institut. Bereits um 1834 hatte sie mit der malerischen Darstellung der Flora Fft.s und seiner Umgebung begonnen, was sie zu ihrer Lebensaufgabe machte. Erst einige Jahre vor ihrem Tod vollendete sie ihr „malerisches Herbarium” mit fast 1.300 Blättern in Gouachefarben und legte ein Verzeichnis ihrer Pflanzenbilder (1894) an. Die Sammlung vermachte sie der SNG mit der Auflage, dass die Bilder gelegentlich öffentlich ausgestellt werden sollten.
Die neben ihrem Hauptwerk entstandenen Blumengemälde von Sch., darunter „Die schwimmende Rose”, fanden teilweise im Druck weite Verbreitung.
1897 außerordentliches Ehrenmitglied der SNG.
Porträtiert von Marie Schultze.
Sch.’ Pflanzenbilder, die eine Momentaufnahme der Ffter Flora im 19. Jahrhundert darstellen, werden im Herbarium Senckenbergianum des Forschungsinstituts Senckenberg aufbewahrt und wurden zuletzt in einer Sonderausstellung des Senckenbergmuseums 2007 gezeigt; ausgewählte ihrer Zeichnungen waren in der Ausstellung „Ffter Gartenlust“ des HMF 2021 zu sehen.
Einige Gemälde aus dem Besitz des Vaters überließen Sch. und ihre Schwestern Marie (1804-?) und Emilie (1805-?) als „Vermächtnis der Geschwister Sch.” dem HMF.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 350f., verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Lexika: Dessoff, Albert: Kunst und Künstler in Ffm. im 19. Jahrhundert. 2. Bd.: Biographisches Lexikon der Ffter Künstler im 19. Jahrhundert. Ffm. 1909.Dessoff, S. 140f. | Thieme, Ulrich/Becker, Felix: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. 37 Bde. Leipzig 1907-50.Thieme/Becker 30 (1936), S. 329.
Literatur:
                        
Frauen-Rundschau. Offizielles Organ deutscher Frauenverbände und -Vereine. Erschienene Jahrgänge 4-16. Leipzig/Berlin 1903-22.Mentzel, Elisabeth/Scheuermann, Julia Virginia: Ffm. und seine Frauen. In: Frauen-Rundschau 8 (1907), [H. 12], S. 344f. (mit der Abb. des von Marie Schultze gemalten Porträts auf S. 345). | Wiederspahn, August/Bode, Helmut: Die Kronberger Malerkolonie. Ein Beitrag zur Ffter Kunstgeschichte des 19. Jahrhunderts. Mit dokumentarischen Beiträgen von Änne Rumpf-Demmer, Julius Neubronner und Philipp Franck. 3., erw. Aufl. Ffm. 1982.Wiederspahn/Bode: Kronberger Malerkolonie 1982, S. 213, 706.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/4.602.
Internet: Ffter Frauenzimmer – eine Spurensuche, Website des Historischen Museums Fft., Konzeption und Redaktion: Ursula Kern, Ffm. http://www.frankfurterfrauenzimmer.de/cp10-detail.html?bio=bj
Hinweis: Artikel über Elisabeth Schultz von Ursula Kern.
Ffter Frauenzimmer, 19.4.2021.


GND: 117191841 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).

© 2021 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Schultz, Elisabeth. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1165

Stand des Artikels: 14.9.1995