Reinheimer, Ursula

Reinheimer, Ursula Magdalena, geb. Prestel. Malerin und Kupferstecherin. * 27.11.1777 Nürnberg, † 1845 Brüssel.
Tochter von Johann Gottlieb und Maria Catharina Prestel.
Kam mit ihren Eltern 1783 nach Ffm. Folgte nach der Trennung der Eltern zunächst ihrer Mutter nach London. Nach deren Tod 1794 kehrte Ursula nach Ffm. zurück und arbeitete als Kupferstecherin im Atelier des Vaters, das sie später zeitweise selbst leitete. 1805 heiratete sie den Kunsthändler Johann Georg R. (1776-1820), der seine künstlerische Ausbildung ebenfalls im Prestel’schen Atelier absolviert hatte. Ursula Magdalena R. entwickelte sich zu einer gesuchten Porträtistin (u. a. Anton Radl, Johann Ludwig Ernst Morgenstern, Anna Maria Reinheimer), Landschafterin (u. a. „Schloß zu Rödelheim“, „Ansicht des Taunusgebirges hinter Vilbel“) und Blumenmalerin. Sie unternahm Bildungsreisen nach Frankreich und in die Schweiz, wirkte als Zeichenlehrerin und verbrachte die letzte Lebenszeit bei ihrem Sohn in Brüssel.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 186f., verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Lexika: Dessoff, Albert: Kunst und Künstler in Ffm. im 19. Jahrhundert. 2. Bd.: Biographisches Lexikon der Ffter Künstler im 19. Jahrhundert. Ffm. 1909.Dessoff, S. 118. | Gwinner, Philipp Friedrich: Kunst und Künstler in Ffm. vom 13. Jahrhundert bis zur Eröffnung des Städel’schen Kunstinstituts. Ffm. 1862. Ergänzungsbd. Ffm. 1867.Gwinner, S. 376.
Literatur:
                        
Eichler, Inge: Frauen an der Staffelei. Ein vernachlässigtes Kapitel Ffter Kunstgeschichte. Katalog zur Ausstellung im Kundenzentrum der Ffter Sparkasse. Ffm. 1994.Eichler: Künstlerinnen 1994, S. 55. | Museum Giersch der Goethe-Universität (Hg.): Romantik im Rhein-Main-Gebiet. Katalogredaktion: Mareike Hennig, Manfred Großkinsky, Birgit Sander, Susanne Wartenberg, Linda Baumgartner. Petersberg 2015.Kat. Romantik im Rhein-Main-Gebiet 2015, S. 15, 182, 276f. | Kern, Ursula (Hg.): Blickwechsel. Ffter Frauenzimmer um 1800. Historisches Museum, Ffm. Ffm. 2007.Kern (Hg.): Blickwechsel 2007, S. 131-144. | Maisak, Petra/Kölsch, Gerhard: Ffter Goethe-Museum. Die Gemälde. „... denn was wäre die Welt ohne Kunst?“ Bestandskatalog. Hg. v. Freien Deutschen Hochstift. Ffm. 2011.Maisak/Kölsch: Gemäldekat. d. Ffter Goethe-Museums 2011, S. 223-225.
Internet: Ffter Frauenzimmer – eine Spurensuche, Website des Historischen Museums Fft., Konzeption und Redaktion: Ursula Kern, Ffm. http://frankfurterfrauenzimmer.de/cp10-detail.html?bio=bl
Hinweis: Artikel über Ursula Magdalena Reinheimer von Ursula Kern.
Ffter Frauenzimmer, 2.9.2017.


GND: 116422750 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).

© 2020 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Reinheimer, Ursula. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/872

Stand des Artikels: 13.2.1995