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Gustav Adolf II.

Gustav Adolf II. König von Schweden. * 9.12.1594 Stockholm, ⚔ 6.11.1632 bei Lützen.
Nachdem G. A. – auf seinem Siegeszug infolge der Schlacht von Breitenfeld – am 1.11.1631 Hanau erreicht hatte, setzten dort die Verhandlungen um die Übergabe der Stadt Ffm. an den schwedischen König ein. Ein entsprechender Schriftverkehr in dieser Sache lief bereits seit dem 19. Oktober des Jahres, doch nun sandte die Stadt Hieronymus Steffan von Cronstetten, Melchior Erasmus, Georg Ludwig Heuchlin und Johann Christoph Treudel als Deputierte zu direkten Verhandlungen mit G. A. Als Gesandter des Königs fungierte Philipp Reinhard Graf zu Solms. Von G. A. selbst wurden die Ffter Abgeordneten in Hanau und in Steinheim empfangen. In Ffm. hatte man das Eingreifen von G. A. zugunsten der protestantischen Interessen zwar begrüßt, doch fürchtete man andererseits, die Gunst des Kaisers und damit wichtige Privilegien (vor allem das Messerecht) zu verlieren. Man einigte sich dahingehend, dass den schwedischen Truppen freier Durchzug durch die Stadt gewährleistet wurde; zudem sollte eine von Schweden unterhaltene Garnison in Ffm. errichtet werden, die die Stadt schützen und ihre feindliche Besetzung verhindern sollte. Am 17.11.1631 marschierten die Schweden unter G. A. in Ffm. ein. Zwei Tage lang durchquerten die Truppen die Stadt; von Sachsenhausen kommend, zogen sie über die Mainbrücke durch die Innenstadt und zum Bockenheimer Tor wieder hinaus nach Höchst, wo sie Quartier nahmen. Der Großteil der Bürgerschaft empfing den schwedischen König jubelnd, während einige kaisertreue Ratsmitglieder unter Führung von Stadtschultheiß Johann Martin Baur von Eysseneck dem Einmarsch der Schweden mit Bedenken entgegensahen. In Sachsenhausen verblieben 600 Mann Besatzung, die gegebenenfalls den Übergang über den Main verteidigen sollten. Der König selbst residierte im Haus Braunfels auf dem Liebfrauenberg (bis Anfang März 1632), so dass rund um Liebfrauenberg und Kornmarkt weitere Einquartierungen erforderlich waren. Im Saalhof wohnte zeitweise der schwedische Reichskanzler Axel Oxenstierna. Bereits seit Dezember 1631 führten die Ffter Delegierten mit den Schweden Verhandlungen über die Einziehung des in der Stadt befindlichen Feindgutes, die erst mit Unterzeichnung der Dotationsurkunde (30.8.1632) beendet waren, womit alles Gut an die Stadt zurückgegeben wurde. Am 29.12.1631 erließ der schwedische König einen Schutzbrief für den Ffter Handel, wofür der Ffter Rat ihm und der ebenfalls anwesenden Königin wertvolle Geschenke zum Dank überreichen ließ. Am 10.2.1632 empfing G. A. in Ffm. den „Winterkönig“ Friedrich von Böhmen, der im Haus zum Frosch am Kornmarkt Quartier nahm. Im Frühjahr 1632 gab G. A. das Winterquartier in Ffm. auf.
Evangelische G.-A.-Kirche in Niederursel.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 289, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Lexika: Schrotzenberger, Robert: Francofurtensia. Aufzeichnungen zur Geschichte von Ffm. 2., vermehrte u. verbesserte Aufl. Ffm. 1884.Schrotzenberger, S. 96.
Literatur:
                        
Archiv für Fft.s Geschichte und Kunst. Bisher 78 Bde. Ffm. 1839-2019.Traut, Hermann: Gustav Adolf und Ffm. In: AFGK IV,4 (1933), S. 13-48.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/14.

GND: 118543733 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).
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Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Gustav Adolf II. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/2458

Stand des Artikels: 20.6.1989