Heck, Georg

Heck, Georg. Maler. Holzschneider. * 24.5.1897 Ffm., † 1.12.1982 Ffm.
Von 1911 bis 1914 Lehre als Kunstschmied. Kriegsdienst und -gefangenschaft. Seit 1920 Fabrikarbeiter bei den Adlerwerken in Ffm. Seit 1923 Schüler der Landschaftsklasse unter Egersdörfer am Städel. Seit 1925 Schüler von Cissarz an der Kunstgewerbeschule. Von 1928 bis 1932 Meisterschüler von Beckmann. 1933 wurden H.s Werke aus öffentlichem Besitz von den Nationalsozialisten auf dem Römerberg verbrannt, und H.s Kunst galt fortan als „entartet“. Seit 1941 dienstverpflichtet im Luftschutz und als Asphaltarbeiter. Kriegsdienst und -gefangenschaft. 1944 Verlust seiner Arbeiten bei Zerstörung des Ateliers im Karmeliterkloster durch Bombenangriff. Seit 1946 lebte H. als freischaffender Künstler in Nied. Zahlreiche Ausstellungen, in Ffm. u. a. im Ffter Kunstverein, in der Heussenstamm-Stiftung und in St. Markus in Nied.
Mitbegründer und Mitglied der Ffter Secession, später der Neuen Darmstädter Sezession. Mitbegründer der Gruppe „Junge Kunst“ (1946).
Bevorzugt Aquarelle und Holzschnitte (im Städel: „Trauerndes Paar“, 1947, gilt als einer der besten nach-expressionistischen Holzschnitte). Das monumentale, 3,5 mal 6 Meter große Wandbild von H. im Roten Salon des Kasinogebäudes vom IG Farben-Haus (um 1929/30), das von Lilly von Schnitzler angeregt worden soll und zeitweise H.s Lehrer Max Beckmann zugeschrieben wurde, wurde in der NS-Zeit 1935 als „entartete Kunst“ übertüncht, nach der Übernahme des IG-Gebäudes für die Universität 1998 wieder freigelegt und bis 2006 restauriert. Wandgemälde im Höchster Schwimmbad.
1997 Gedächtnisausstellung in der Kunsthalle Schirn.
„Kulturkreis Georg Heck e. V.” in Nied (gegründet 1982).

Artikel aus: Frankfurter Biographie 1 (1994), S. 309, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Array
(
    [de] => Array
        (
            [0] => Array
                (
                    [value] => literfasst
                )

        )

)

Lexika: Vollmer, Hans: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. 6 Bde. Leipzig 1953-62.Vollmer.
Literatur:
                        
Die bildenden Künstler in Ffm. Hg. v. d. Stadt Ffm., Dezernat für Kultur und Freizeit, Amt für Wissenschaft und Kunst. Bearb. v. Kurt Lotz u. Rudi Seitz. Ffm. 1982, 2. Aufl. 1989.Die bildenden Künstler in Ffm. 1982. | Expressionismus im Rhein-Main-Gebiet. Künstler – Händler – Sammler. Hg.: Museum Giersch. Katalogred.: Christoph Otterbeck, Birgit Sander, Manfred Großkinsky, Sophia Dietrich. Ffm./Petersberg 2011.Expressionismus im Rhein-Main-Gebiet 2011, S. 358-361, 376f., 398f. u. ö. | Fittkau, Hans-Jürgen: Aus der Meisterklasse Max Beckmanns. Karl Tratt, Friedrich Wilhelm Meyer und ihre Kommilitonen. Hg. v. d. 1822-Stiftung der Ffter Sparkasse. Ffm. 2000.Fittkau: Aus der Meisterklasse Max Beckmanns 2000.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/3.458.

GND: 128737069 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).

© 2020 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Heck, Georg. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/2525

Stand des Artikels: 20.7.1989