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Müthel, Lothar

Müthel, Lothar Max. Eigentl. Nachname: Lütcke. Schauspieler. Regisseur. * 18.2.1896 Stettin, † 5.9.1964 Ffm.
Ausgebildet an der Max-Reinhardt-Schule in Berlin, gehörte M. nach dem Ersten Weltkrieg bald zu den bedeutendsten Schauspielern und Regisseuren des Berliner Theaters. Seit 1939 Direktor des Wiener Burgtheaters. 1941 Gesamtleitung der Wiener Staatstheater. Von 1947 bis 1950 Leiter des Weimarer Nationaltheaters.
1951 wurde M. von dem neuen Generalintendanten Harry Buckwitz nach Ffm. geholt, zunächst als Oberregisseur. Seine erste Inszenierung in Ffm. („Mary Rose“, Premiere: 26.9.1951) fand noch im „Komödienhaus“, einer Behelfsbühne in einer Turnhalle in Sachsenhausen, statt. Als Nachfolger von Richard Weichert stieg M. bereits 1952 zum Schauspieldirektor auf. Insgesamt inszenierte er 20 Stücke an den Städtischen Bühnen, darunter Schillers „Wallenstein“ und „Don Carlos“ (darin verkörperte er auch die Titelfigur), Shakespeares „Hamlet“, „Maß für Maß“ und „Was ihr wollt“, Kleists „Prinz von Homburg“, Strindbergs „Rausch“ und zuletzt Shaws „Zu wahr, um schön zu sein“. 1956 musste sich M. krankheitsbedingt von seiner Theatertätigkeit zurückziehen.
Vater der Schauspielerin Lola M. (1919-2011), die seit 1951 zum Ensemble der Städtischen Bühnen Ffm. gehörte.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 75, verfasst von: Reinhard Frost.
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Lexika: Spiess, Volker (Hg.): Berliner Biographisches Lexikon. 2., überarb. u. erw. Aufl. Berlin 2003.Berliner Biogr. Lex., S. 316. | Kosch, Wilhelm: Deutsches Theaterlexikon. Biographisches und bibliographisches Handbuch. Fortgef. v. Ingrid Bigler-Marschall. 7 Bde. Klagenfurt, ab 4 (1998) Bern/München, ab 5 (2004) Zürich, ab 7 (2012) Berlin 1953-2012. Bisher 6 Nachtragsbände (bis Sr). Berlin 2013-18.Kosch: Theater 2 (1960), S. 1584f. | Kürschners biographisches Theater-Handbuch. Schauspiel. Oper. Film. Rundfunk. Hg. v. Herbert A. Frenzel und Hans Joachim Moser. Berlin 1956.Kürschner: Theater, S. 506f.
Literatur:
                        
Hoffmann, Hilmar: Fft.s Stardirigenten. Erinnerungen. Ffm. 2008.Hoffmann: Stardirigenten 2008, S. 51, 56, 65f.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/2.335.

GND: 119049309 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).

© 2022 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Müthel, Lothar. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/588

Stand des Artikels: 15.9.1993