Neuhauß, Patrizierfamilie zum

Auch: Neuhaus, Neuhus, von und zum Neuen Haus.
Die durch internationale Großhandelsgeschäfte wohlhabend gewordene Familie ist seit Mitte des 14. Jahrhunderts in Ffm. nachgewiesen. Jacob N. († 1369) stiftete nach dem Tod seiner Frau und seinem Eintritt in den geistlichen Stand die Allerheiligenkirche, die ab 1366 in der damaligen Riedergasse (der späteren Allerheiligengasse) errichtet wurde (abgerissen 1730). Jakob N. zum Fraß († 1529) gehörte Anfang des 16. Jahrhunderts zum Humanistenkreis der Ffter Patrizier. Johann Ulrich N. (1574-1632) war 1614 Jüngerer Bürgermeister; als Gegner Fettmilchs trat N. am 9.5.1614 von diesem Amt zurück. Mit Christoph Hieronimus N. (1640-1666) erlosch die Familie in Ffm.
N.straße im Holzhausenviertel.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 96, verfasst von: Reinhard Frost.
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Lexika: Wahlig, Kurt: Das Ffter Straßennamen-Büchlein. Ffm. 1963, 2. Aufl. 1981.Wahlig: Straßennamen, S. 113.
Literatur:
                        
Nassauer, Siegfried: Was die Ffter Brunnen erzählen. Eine illustrierte Chronik. Ffm. 1921.Nassauer: Was die Ffter Brunnen erzählen 1921, S. 78ff.
Quellen: ISG, Fichard: Ffter Geschlechtergeschichte, 347 Faszikel mit Materialsammlungen über die bedeutendsten Familien der Stadt, [ca. 13. Jh.] bis ca. 1810.ISG, Fichard 212 (Neuhaus).

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Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Neuhauß, Patrizierfamilie zum. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/632
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Stand des Artikels: 27.1.1994