Preitz, Max

Preitz, Max. Dr. phil. Pädagoge. Sprach- und Literaturwissenschaftler. * 26.12.1885 Zerbst/Anhalt, † 3.1.1971 Ffm.
Schulzeit in Zerbst. Studium der Fächer Deutsch, Geschichte, Erdkunde, Philosophie und Kunstgeschichte in Leipzig, München und Marburg. 1908 Promotion über Gottfried Keller. Zunächst pädagogische Tätigkeit in Zerbst und Dessau. Von 1919 bis 1944 unterrichtete P. vornehmlich als Deutschlehrer an der Ffter Wöhlerschule, seit 1927 als Oberstudienrat. Im gleichen Jahr wurde er vom Preußischen Kultusministerium zum Fachberater für Deutsch ernannt. In dieser Eigenschaft entwarf er eine neue Prüfungsordnung für das Fach Deutsch. Bis 1933 wirkte er in der Referendarsausbildung mit. Nach dem Krieg lehrte P. bis zu seiner Pensionierung 1948 am Ffter Goethe-Gymnasium. P. hat den Deutschunterricht in Ffm. über mehrere Schülergenerationen mitgeprägt.
Neben seiner pädagogischen Tätigkeit widmete sich P. auch im Vereinsleben der deutschen Sprache und Literatur. 1912 Mitbegründer des Deutschen Germanistenverbands, an dessen Wiederaufbau nach 1945 er maßgeblich beteiligt war. Seit 1922 Erster Vorsitzender im Bezirk Ffm. des Deutschen Sprachvereins.
Zahlreiche Schriften zu literatur- und sprachwissenschaftlichen Themen, besonders auf dem Gebiet der deutschen Romantik, die oftmals in den Jahrbüchern des Freien Deutschen Hochstifts erschienen. Besondere Bedeutung erlangte hier P.s Forschungsarbeit „Karoline von Günderrode und ihre Umwelt“ (1964).
Schon 1914 betreute P. eine dreibändige Werkausgabe Clemens Brentanos. 1948 edierte und kommentierte er Goethes „Egmont“.
1952 Ehrenmitgliedschaft des Deutschen Germanistenverbands. 1958 Goethe-Plakette des Landes Hessen.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 151, verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Lexika: Bergmann, E. (Hg.): Ffter Gelehrten-Handbuch. Ffm. [1930].Bergmann: Ffter Gelehrten-Hdb. 1930, S. 121.
Literatur:
                        
Seng, Joachim: Goethe-Enthusiasmus und Bürgersinn. Das Freie Deutsche Hochstift – Ffter Goethe-Museum 1881-1960. Göttingen 2009.Seng: Freies Deutsches Hochstift 2009, S. 287, 300, 342, 385, 577.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/2.936.

GND: 116282169 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).

© 2020 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Preitz, Max. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/789

Stand des Artikels: 5.12.1994