Fehlermeldung

Deprecated function: The each() function is deprecated. This message will be suppressed on further calls in FieldCollectionItemEntity->fetchHostDetails() (Zeile 378 von /var/www/vhosts/bec2659.online-server.cloud/frankfurter-personenlexikon.de/sites/all/modules/field_collection/field_collection.module).

Rehn, Ludwig

Pionier der Herzchirurgie.

Rehn, Ludwig (auch: Louis) Wilhelm Carl. Geheimer Medizinalrat. Prof. Dr. med. Chirurg. Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.* 13.4.1849 (Bad Sooden-)Allendorf an der Werra, † 29.5.1930 Ffm.
Bruder von Heinrich R.
Medizinstudium in Marburg. 1874 Promotion. Durch Vermittlung seines Bruders Heinrich erhielt R. zunächst eine Anstellung als Assistenzarzt am Ffter Bürgerhospital. 1875 Niederlassung als praktischer Arzt in Griesheim, später in Rödelheim. 1886 Chirurg, später Chefarzt der chirurgischen Abteilung am Städtischen Krankenhaus Sachsenhausen. 1914 ordentlicher Professor am Ffter Universitätsklinikum.
Auf dem Gebiet der Herzchirurgie gelang R. ein bahnbrechender Erfolg, als er am 9.9.1896 in Ffm. einen durch Messerstiche verletzten Patienten am Herzen operierte. Die geglückte Herznaht, der erste chirurgische Eingriff dieser Art in Deutschland, widerlegte die bis dahin angenommene Unmöglichkeit von Herzoperationen. Weitere medizinische Neuerungen gelangen R. im Bereich der Darmchirurgie und bei Basedow-Kropf-Operationen. Ein Forum für die Verbreitung seiner wissenschaftlichen Erkenntnisse war der Ffter Ärzteverein.
Der innovative Mediziner verfasste im März 1923 eine kurze Autobiographie (erschienen in: „Die Medizin der Gegenwart in Selbstdarstellungen”, 1924), die auch ein Verzeichnis seiner medizinischen Schriften enthält.
Porträt (von Ferdinand Brütt, 1919) im Besitz der Dr. Senckenbergischen Stiftung. Bronzebüste im Universitätsklinikum.
Ludwig-R.-Straße am Universitätsklinikum.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 177f., verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Array
(
    [de] => Array
        (
            [0] => Array
                (
                    [value] => literfasst
                )

        )

)

Lexika: Kallmorgen, Wilhelm: Siebenhundert Jahre Heilkunde in Ffm. Ffm. 1936. (Veröffentlichungen der Historischen Kommission der Stadt Ffm. XI).Kallmorgen, S. 379. | Kutz, Corinna: Die Porträtsammlung der Dr. Senckenbergischen Stiftung. Ffter Bildnisse aus fünf Jahrhunderten. Bestandsverzeichnis und Ausstellungskatalog. Ffm. 2000.Kutz: Senck. Portr., S. 133, Nr. 138.
Literatur:
                        
Archiv für Fft.s Geschichte und Kunst. Bisher 78 Bde. Ffm. 1839-2019.Preiser, Gert: Ludwig Rehn und Victor Schmieden. Ein Beitrag zur Geschichte der Ffter Medizinischen Fakultät. In: AFGK 59 (1985), S. 423-438. | Böhme, Günther (Hg.): Die Ffter Gelehrtenrepublik. Leben, Wirkung und Bedeutung Ffter Wissenschaftler. Idstein 1999.Winkelmann, Otto: Heinrich und Ludwig Rehn – zwei Ffter Ärzte. In: Böhme (Hg.): Gelehrtenrepublik 1999, S. 25-40. | Böhme, Günther (Hg.): Die Ffter Gelehrtenrepublik. Neue Folge. Idstein 2002.Michael Sachs in: Böhme (Hg.): Gelehrtenrepublik NF 2002, S. 169-175. | Rehn, Ludwig: Selbstdarstellung. Aus: Die Medizin der Gegenwart in Selbstdarstellungen 3 (1924), S. 1-44.Rehn: Selbstdarstellung 1924.
Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/3.088.

GND: 116393238 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).

© 2022 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Rehn, Ludwig. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/849

Stand des Artikels: 23.1.1995