Schoenberger, Guido

Schoenberger, Guido Leopold. Dr. phil. Kunsthistoriker. * 26.2.1891 Ffm., † 20.8.1974 New York-Queens/New York (USA).
Studium der Geschichte und Kunstgeschichte in Berlin und Freiburg, abgeschlossen mit der Promotion („Das Geleitswesen der Reichsstadt Ffm. im 14. und 15. Jahrhundert”, Phil. Diss., Freiburg 1917/22). Kriegsdienst. Seit 1919 Assistent am Kunsthistorischen Institut der Ffter Universität. 1926 Habilitation („Beiträge zur Baugeschichte des Ffter Doms”, Phil. Habil., Druck 1927). Seit 1926 Privatdozent am Kunsthistorischen Institut der Ffter Universität. Seit 1928 Kustos am Historischen Museum Ffm. Ehrenamtlicher Mitarbeiter des Museums jüdischer Altertümer. 1935 wurde Sch. als Kustos aufgrund der nationalsozialistischen Rassengesetze in den vorzeitigen Ruhestand versetzt; gleichzeitig wurde ihm die Lehrbefugnis für die Universität entzogen. Nach dem Novemberpogrom 1938 im KZ Buchenwald inhaftiert. Im März 1939 in die USA ausgewandert. Als Mitarbeiter des Jüdischen Museums in New York setzte sich Sch. nach dem Krieg für die Restitution der in Deutschland verbliebenen jüdischen Kunstgegenstände an jüdische Nachfolgeorganisationen ein.
Weitere Buchveröffentlichungen, u. a. „Das schöne Gesicht von Ffm.” (Textteil, 1924), „Die schöne Umgegend von Ffm.” (Textteil, 1925) und „Der Ffter Dom St. Bartholomäus. Das Bauwerk in seiner entwicklungsgeschichtlichen Bedeutung” (1929), sowie zahlreiche Fachbeiträge für wissenschaftliche Zeitschriften, u. a. zur Ffter Kunst- und Architekturgeschichte sowie über Matthias Grünewald und Jerg Ratgeb.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 325, verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Lexika: Bergmann, E. (Hg.): Ffter Gelehrten-Handbuch. Ffm. [1930].Bergmann: Ffter Gelehrten-Hdb. 1930, S. 133. | Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933 / International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933-1945. 3 Bde. München/New York/London/Paris 1980-83.Emigrantenlex. II.2, S. 1047. | Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender. Hg. v. Joseph Kürschner u. a. Bio-bibliographisches Verzeichnis deutschsprachiger Wissenschaftler der Gegenwart. München 1927-2003.Kürschner: Gel. 1931, Sp. 2648.
Literatur:
                        
Bauer, Thomas: „Mit lebhaftem Bedauern und aufrichtigem Dank“. Der Mitteldeutsche Kunstgewerbe-Verein in der Zeit des Nationalsozialismus. Ffm. 2016.Bauer: Mitteldt. Kunstgewerbe-Verein in der Zeit d. NS 2016, S. 21, 26. | Farnung, Sebastian: Kulturpolitik im Dritten Reich am Beispiel Ffter Museen. Ffm. 2016. (Studien zur Ffter Geschichte 63).Farnung: Kulturpolitik im Dritten Reich am Beispiel Ffter Museen 2016, S. 109-112 u. ö. | Heuer, Renate/Wolf, Siegbert (Hg.): Die Juden der Ffter Universität. Mit einem Vorw. v. Notker Hammerstein. Unter Mitarbeit von Holger Kiehnel u. Barbara Seib. Ffm./New York 1997. (Campus Judaica 6).Heuer/Wolf (Hg.): Juden d. Ffter Univ. 1997, S. 337-339.

GND: 116860308 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).

© 2021 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Schoenberger, Guido. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1121

Stand des Artikels: 29.8.1995