Schopp, Heinz

Schopp, Heinrich, gen. Heinz. Maler und Grafiker. Kunsterzieher. * 29.11.1891 (Seegebiet Mansfelder Land-)Stedten, † 23.7.1968 Ffm.
Lehrerausbildung in Naumburg/Saale. Fortbildung zum Zeichen- und Werklehrer in Berlin und Kassel. Seit 1919 Kunsterzieher an der Reformschule, nach deren Schließung in den Dreißigerjahren an der Deutschherrnschule in Ffm. Daneben freier Illustrator, Zeichner und Maler. In seinem Amt als Vorsitzender der Ffter Künstlergesellschaft richtete Sch. am 15.3.1933 eine Eingabe an den nationalsozialistischen Kultusminister Bernhard Rust (1883-1945), dass die Gesellschaft nun „von den eingesetzten Kommissionen eine rücksichtslose Bereinigung von Elementen, die eine Diktatur kulturbolschewistischer und jüdischer Interessen errichteten und schöpferische Deutsche verhöhnten und unterdrückten”, erwarte, und forderte insbesondere die Entlassung Wicherts und Swarzenskis. Im Krieg ausgebombt, zog Sch. nach Meerholz bei Gelnhausen. Später kehrte der Zeichner und Maler nach Ffm. zurück. Pressezeichner, u. a. für die FNP. Vertreten auf Ausstellungen des Ffter Kunstvereins (1954) und der Ffter Künstlergesellschaft (1957, 1967). 1968 Kollektivausstellung (mit Adolf Kammermeier) in der „Galerie im Rahmhof”.
Sch. wurde vor allem bekannt durch seine dokumentarisch-detailgetreuen Zeichnungen der Stadt Ffm. vor der Zerstörung, in den Trümmern und nach dem Wiederaufbau. Illustrationen zu den Büchern „Fft.s Türme und Tore” (1951), „Ffter Wappenbüchlein” (1953), „Wanderungen mit dem Zeichenstift zwischen Vogelsberg und Spessart” u. a. Originalzeichnungen und die Lithografie „Blick von der Paulskirche” (1942; auch im ISG) im HMF.
Porträt (Zeichnung von Adolf Kammermeier).

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 334f., verfasst von: Sabine Hock.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
Array
(
    [de] => Array
        (
            [0] => Array
                (
                    [value] => literfasst
                )

        )

)

Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/4.466.

GND: 1120442842 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).
Einträge zu dieser Person in anderen Datenbanken ansehen

Die hier genannten Verweise wurden mit Hilfe des frei verfügbaren Datendienstes http://beacon.findbuch.de (Thomas Berger) erstellt.


© 2021 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Hock, Sabine: Schopp, Heinz. Artikel aus der Frankfurter Biographie (1994/96) in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/1130

Stand des Artikels: 1.9.1995