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Beyer, Anna

Anna Beyer
Anna Beyer
Fotografie.
Bildquelle: ISG, Bestand NS-Verfolgte, Best. A.54.03 Nr. 494.
© unbekannt. Der/die Fotograf/-in ist nicht zu ermitteln.
Anna Beyer (um 1990)
Anna Beyer
Fotografie (um 1990; Zuschnitt).
Bildquelle: Hess. Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Nachlass Anna Beyer, Best. 1213 Nr. 249 (digital).
© unbekannt. Der/die Fotograf/-in ist nicht zu ermitteln.
Beyer, Anna Martha. Regierungsdirektorin. Politikerin. Frauenrechtlerin. Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime. * 2.2.1909 Ffm., † 15.5.1991 Ffm.
Der Vater Reinhold Robert B. (1874-1960) stammte aus Sachsen, war aktiver Sozialdemokrat und Gewerkschafter und als gelernter Buchbinder bei der Stadt Ffm. beschäftigt. Die Mutter Gertrud Klara Martha B., geb. Hoyer (1880-1953), kam aus Ostpreußen, war Schneiderin und Hausfrau. Sie heirateten am 28.3.1908 in Ffm. Zwei jüngere Brüder: Max B. (1910-1974) und Rudolf B. (1912-1943).
B. wuchs in einer sozialdemokratischen Arbeiterfamilie mit einer gerechtigkeitsliebenden und undogmatischen Grundeinstellung auf. Die Familie lebte in der Kleiststraße 29 im Nordend (im nahegelegenen Bürgerhospital kam B. zur Welt), später in der Casparistraße 12 in Eckenheim. Im April 1915 – mitten im Ersten Weltkrieg – wurde B. eingeschult, in die Theobald-Ziegler-Schule in Preungesheim, die sie bis zum 31.3.1923 besuchte. Der Vater wurde 1916/17 zum Kriegsdienst eingezogen, die Kinder wurden früh zur Selbstständigkeit angehalten. Die Familie gehörte der Freireligiösen Gemeinde Ffm. an, in der B. am 25.3.1923, kurz vor ihrem Schulabschluss, die Jugendweihe empfing. Ursprünglich wollte sie Lehrerin werden, doch das Geld der Familie reichte nicht, um alle drei Kinder auf die weiterführende Schule zu schicken.
Nach einer kurzen Zwischenstation an der Städtischen Haushaltungsschule am Großen Kornmarkt 18, um sich ein paar hauswirtschaftliche Kenntnisse anzueignen, absolvierte B. von 1923 bis 1926 eine kaufmännische Lehre bei der Firma „Collin & Co.“, einer Handlung für „Schleier und Seidengewebe“ in der Neuen Mainzer Straße 56. Dort fühlte sie sich schnell unterfordert und bat um den vorzeitigen Abschluss der Lehre. Schon zu Beginn ihrer Ausbildung 1923 wurde B. Mitglied bei der Gewerkschaft, dem Zentralverband der Angestellten. Auch schloss sich die 14-Jährige der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ) an. Dort pflegten Jungen und Mädchen gleichberechtigten Umgang miteinander. Sie wollten „lesen und diskutieren und die Grundlagen des Sozialismus studieren“, besuchten Parteiversammlungen, nahmen an Jugendtagen teil, wie beispielsweise im August 1925 in Hamburg. Über Kontakte bei der SAJ kam B. zu ihrer nächsten Arbeitsstelle: Für Max Wolf (1887-1948), einen der Inhaber der „Dreiturm-Seifenfabrik Victor Wolf“, verrichtete sie ab 1926 Büroarbeiten in der Ffter Niederlassung. In dieser Zeit lernte sie Ludwig Gehm (1905-2002) kennen, der als Fahrer ebenfalls bei Wolf beschäftigt war und fortan zu ihrem engsten Freundeskreis gehörte.
Zusammen mit Gehm und anderen Jugendlichen verließ B. die Sozialistische Arbeiterjugend und wechselte zum „Internationalen Sozialistischen Kampfbund“ (ISK), den der Göttinger Philosoph Leonard Nelson (1882-1927) im Jahr 1925 gegründet hatte. Die auf ethischen Idealen basierende Gemeinschaft im Kampf für den Sozialismus, für Frieden und soziale Gerechtigkeit stellte strenge Anforderungen an die persönliche Lebensführung jedes Einzelnen. Die Mitglieder waren u. a. dazu angehalten, aus der Kirche auszutreten, weder zu rauchen noch Alkohol zu trinken, sich vegetarisch zu ernähren und stetig an sich selbst zu arbeiten. B. beteiligte sich beispielsweise an einer Aktion, bei der Seifenstückchen mit Parolen gegen den Alkohol verteilt wurden. Die Gruppe war international stark vernetzt, was B. später zugutekam. Mit der Gruppe nahm sie an Aktionen zum 1. Mai und Demonstrationen teil. Als „politische Lehrer“ nannte sie außer Leonard Nelson den Volkswirtschaftler Hellmuth von Rauschenplat alias Fritz Eberhard (1896-1982) und die Pädagogin Minna Specht (1879-1961).
Im Zuge der Weltwirtschaftskrise wurde B. 1931 arbeitslos; die Ffter Niederlassung der Seifenfabrik in der Schloßstraße 20 in Bockenheim, wo sie tätig war, wurde aufgelöst. Während der Arbeitslosigkeit besuchte sie 1931/32 zeitweise eine private Fachschule für Kurzschrift und Maschinenschreiben. B. war, auch aus Platzgründen, aus dem Elternhaus ausgezogen und lebte fortan in einer Wohngemeinschaft, u. a. zusammen mit Ludwig Gehm. In einem von der Familie Gehm gemieteten Haus am Engelsplatz im Arbeiterviertel Riederwald hatte sie ihr eigenes Zimmer. In der Riederwaldschule gab sie Kindern Weltanschauungsunterricht, wie auch ihr Bruder Max B., der in der SAJ geblieben war und in der Bewegung der „Kinderfreunde“ arbeitete. Nach eigener Aussage empfand sie den Aufmarsch der Nationalsozialisten am 1.5.1933 als schlimmes Erlebnis, als sie „ihre Kinder“ dort Hakenkreuz-Fähnchen schwenkend entdeckte.
Bereits auf seinem Bundestag 1931 in Braunschweig hatte der ISK beschlossen, alle Kräfte auf die Bekämpfung des Nationalsozialismus zu konzentrieren. Seitdem bereitete er sich intensiv auf die mögliche Arbeit im Untergrund gegen einen nationalsozialistischen Staat vor. Mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten 1933 ging der ISK gut organisiert in den illegalen Widerstand. B. gehörte zu einer kleinen, sehr entschlossenen Einheit von 15-20 Ffter Genossen, die sich in getrennten Fünfergruppen organisierte. Sie entwickelten Spionagetaktiken (wie konspirative Codes beim Schreiben eines Textes), verabredeten Erkennungszeichen, benutzten wechselnde Deckadressen, vermieden, Fotos von sich in Umlauf zu bringen, und versuchten, nicht aufzufallen. B.s Decknamen waren „Agnes“ und „Marianne“. Die Gruppe verteilte Flugblätter, so B. an der Hauptwache den „Funken“, das Organ des ISK und der freien Gewerkschaftszellen Süddeutschlands. Bald kam es zu einer ersten Hausdurchsuchung in der Wohngemeinschaft. B. besaß einen präparierten Koffer, dessen Boden mit ausgeschnittenen Buchstaben aus Schaumstoff versehen war, die von einer innen befestigten Schaumgummieinlage mit farbiger Entwicklerflüssigkeit (Silbernitratlösung) durchtränkt wurden. Nachts ging sie gemeinsam mit Ludwig Gehm, „als Liebespaar getarnt“, durch Fft.s Straßen. Von Zeit zu Zeit stellten sie den Koffer kurz auf dem Asphalt ab und hinterließen dabei Abdrücke von Parolen wie „WEG MIT HITLER“, beispielsweise auf dem Eisernen Steg. Die Silbernitratlösung entwickelte sich durch Tageslicht, so dass die Schrift erst am nächsten Tag sichtbar wurde und dann aber nur schwer zu entfernen war.
Ab 1.6.1933 sammelte B. Erfahrungen in einer vegetarischen Gaststätte (Vega) des ISK in Köln. Anfang 1935 kehrte sie nach Ffm. zurück, wo sie kurzfristig wieder eine Bürotätigkeit annahm, diesmal bei „Siemens & Halske“ in der Gutleutstraße. Zu dieser Zeit beteiligte sie sich auch an der Verteilung der „Neuen politischen Briefe“ des ISK, die von dem nach Frankreich geflohenen ISK-Vorsitzenden Willi Eichler (1896-1971) in Paris herausgegeben und nach dessen Tarnnamen auch „Reinhart-Briefe“ genannt wurden. Bald, noch 1935, eröffnete B. selbst ein Vega-Restaurant im Steinweg 10, das der Finanzierung des Widerstands und als Anlaufstelle für den ISK diente. Ihr Bruder Rudolf B. half ihr bei der Einrichtung; sämtliche Tische waren mit ausgehöhlten Tischbeinen versehen, in denen Flugblätter versteckt werden konnten. Vegetarische Ernährung war in dieser Zeit ein neues Konzept, so dass viele Frankfurterinnen und Ffter aus Neugier in B.s Gaststätte kamen. Sie bot dort auch geheime Essen für jüdische Menschen an, die nicht mehr in Restaurants gehen durften. Als Treffpunkt des ISK geriet das Restaurant bald unter Beobachtung der Gestapo. Gehm wurde dort am 19.12.1936 verhaftet. Wenige Tage später, als B. einmal nicht anwesend war, kam die Gestapo, um auch sie abzuholen. B. kehrte nicht mehr in das Lokal zurück, mied ebenso ihre Wohngemeinschaft und ihr Elternhaus, sondern versteckte sich in Hotels und bei Genossen. Anfang 1937 flüchtete B. über Belgien ins französische Exil – ohne ihre Familie oder ihre Freunde zu benachrichtigen, um sie nicht in Gefahr zu bringen. Von der Gestapo wurde B. in Frankreich vermutet; ihr Name wurde auf einer Sonderfahndungsliste geführt.
In Paris traf B. andere ISK-Mitglieder sowie Widerständler und Widerständlerinnen anderer Gruppen, die ebenfalls nach Frankreich ins Exil gegangen waren. Sie wurde in einer Gemeinschaftswohnung der ISK-Gruppe um Willi Eichler aufgenommen, die als Anlaufstelle für Flüchtlinge aus Deutschland diente. Dort befand sich die Redaktion eines Exilverlags, für den B. Schreibarbeiten übernahm und bei der Herausgabe der NS-kritischen „Sozialistischen Warte“ mitwirkte. Außerdem half sie hier bei der Herstellung und der Verbreitung der nach Deutschland geschmuggelten antifaschistischen „Reinhart-Briefe“.
Doch auch in Paris blieb B. nicht lange unbehelligt. Wohl einige Monate vor Kriegsbeginn 1939 wurde sie von der französischen Polizei aufgefordert, das Land zu verlassen, da sie weder Jüdin noch ohne Pass sei; andernfalls drohte ihr Haft im Pariser Frauengefängnis. Sie floh weiter über die Schweiz, wo sie versuchte, wieder eine vegetarische Gaststätte zu eröffnen. Nachdem sie am 13.6.1939 eine Arbeitserlaubnis für England bekommen hatte, hielt sich B. ab August 1939 dauerhaft dort auf. Sie arbeitete als Hausangestellte in Surbiton/Surrey, später in London und schließlich wieder in einem vegetarischen Restaurant des ISK, ebenfalls in London. In ihrer Freizeit beteiligte sich an den „Sozialistischen Mitteilungen“, die von der „Union deutscher sozialistischer Organisationen in Großbritannien“ herausgegeben wurden. 1941 begründete sie die „Landesgruppe deutscher Gewerkschafter in Großbritannien“ mit, in deren Vorstand sie tätig war. Diese Gruppe versuchte, den Neuanfang in Deutschland vorzubereiten.
Über Willi Eichler, der inzwischen ebenfalls in London im Exil lebte, erhielt B. einen Ausbildungsplatz beim „Office of Strategic Services“ (OSS), dem US-amerikanischen Militärnachrichtendienst. Der OSS bildete u. a. Exilanten aus, um sie zur Nachrichtenbeschaffung nach Deutschland einzuschleusen. B. absolvierte die spezielle Schulung für einen geplanten Untergrundeinsatz gemeinsam mit ihrer Freundin Hilde Meisel (1914-1945). Im September 1944 wurden die beiden Frauen nach Frankreich geflogen und nahe dem Genfer See, unweit der Schweizer Grenze, abgesetzt. Sie sollten nach Deutschland einreisen, um vor Ort zu recherchieren, und gingen zunächst illegal in die Schweiz. In Zürich wurde B. mit neuen Papieren ausgestattet, doch sie konnte nicht über die abgeriegelte deutsch-schweizerische Grenze kommen. Später, etwa ab Anfang 1945, arbeitete B. in Intragna im Tessin bei Bekannten in deren Ferienhaus „Al Forno“, einem Pensionsbetrieb für Flüchtlinge, wo sie das Kriegsende abwartete und bereits ihre Rückkehr nach Deutschland plante.
Am 2.6.1945 kam B. im Wagen eines Amerikaners nach Ffm. zurück und fand zunächst Unterschlupf in der elterlichen Wohnung, die den Krieg unbeschadet überstanden hatte. In Ffm. wollte sie am Aufbau einer neuen Gesellschaft mitwirken. Sofort beteiligte sie sich an der Errichtung einer sozialistischen Parteiorganisation in Hessen. Zusammen mit Marie Bittorf betrieb B. schon im Sommer 1945 den Neubeginn der Arbeiterwohlfahrt in Ffm. und nutzte dafür auch ihren Kontakt zu Marie Juchacz (1879-1956), die 1919 in Berlin die Arbeiterwohlfahrt geschaffen hatte. Am 12.8.1945 fand die Gründungssitzung der Ffter SPD statt, und am 4.11.1945 veranstaltete die Partei im überfüllten Saal des Handwerkerhauses ihre erste Generalversammlung. B. gehörte künftig dem Ffter SPD-Vorstand an; ferner war sie Mitglied im Bezirksvorstand Hessen-Süd, im hessischen Landesvorstand und im bundesdeutschen Parteivorstand (1946-47) der SPD. 1945/46 arbeitete B. als Redakteurin in der Pressestelle der hessischen SPD. Ab 1946 war sie gewerkschaftlich in der ÖTV organisiert. Jugendpolitisch engagierte sie sich vor allem in der „Falken“-Bewegung und sorgte 1947 für die Wiedereröffnung des von Leonard Nelson 1922 gegründeten Jugendheims Walkemühle bei Melsungen, für das sie einen eigenen Förderverein aufzog. 1948 wurde B. zur Zweiten Vorsitzenden des Bezirks-Frauenausschusses Hessen-Süd gewählt.
Als Vertreterin der SPD war B. im September 1945 in den Ffter Bürgerrat berufen worden. Im Mai 1946 wurde sie als Spitzenkandidatin der SPD in die erste Ffter Stadtverordnetenversammlung nach dem Zweiten Weltkrieg gewählt, der sie bis 1948 angehörte, u. a. als Mitglied im Vorstand ihrer Fraktion. Im Dezember 1946 holte Staatssekretär Hermann Brill (1895-1959) sie als Referentin im Rang einer Regierungsrätin im Angestelltenverhältnis in die Hessische Staatskanzlei. Ab 1948 war sie beim Länderrat in Ffm. beschäftigt, wo sie im Ausschuss für Kriegsgefangenen- und Heimkehrerbetreuung, bald als dessen Vorsitzende, tätig war. Nach einer mehrmonatigen Studienreise durch die USA 1949 wechselte sie als Referentin für „Arbeit, Soziales, Flüchtlings- und Heimkehrerfragen“ in die Hessische Landesvertretung in Bonn. Aus Bonn kehrte sie Ende 1954 nach Hessen zurück, wo sie künftig im Hessischen Innenministerium in Wiesbaden Angelegenheiten des sozialen Wohnungsbaus und Flüchtlingsfragen bearbeitete. 1965 wurde B. an das Hessische Ministerium für Arbeit, Volkswohlfahrt und Gesundheitswesen (seit 1969: Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheitswesen bzw. Sozialministerium) versetzt, wo sie das Referat für Frauen-, Mütter-, Kinder- und Jugendarbeitsschutz übernahm. Sie ging 1974 als Regierungsdirektorin in Pension. Im Ruhestand widmete sich B. verstärkt der Arbeit in der Frauenbewegung. Sie engagierte sie sich weiterhin in der SPD, auf sozialem Gebiet und in der Erwachsenenbildung und war bis zuletzt aktiv in der von ihr gegründeten und seit 1986 geleiteten Arbeitsgemeinschaft der Ffter Frauenverbände, in der Historischen Kommission der SPD und im Verein für Ffter Arbeitergeschichte, dessen stellvertretende Vorsitzende sie seit 1982 war. Regelmäßig veröffentlichte sie beim Hessischen Rundfunk, in Zeitungen und Zeitschriften. Auch war sie eine gefragte Referentin und Interviewpartnerin, wenn es um die Geschichte der Arbeiterbewegung und um Frauenfragen ging. Sie eröffnete im Dezember 1989 im Schirn-Café das erste Frauen-Stadt-Gespräch in Ffm.
B. wohnte bis zuletzt in der Eschersheimer Landstraße 369. Bei ihr lebten ihr Vater (bis zu seinem Tod 1960), ihre Pflegekinder, die Geschwister Heinz und Werner, für die seit 1957 die Vormundschaft hatte, sowie immer wieder Freunde und Bekannte. Als ihren „Lebenspartner“ jener Ffter Zeit bezeichnete sie den Sozialarbeiter und späteren SPD-Parteisekretär Fritz List (?-1960), den sie über die Arbeit bei der SPD kennengelernt hatte.
„Politik ist mein Leben“ (Autobiographie, hg. v. Ursula Lücking, 1991).
Zum 80. Geburtstag 1989 erhielt B. die Ehrenurkunde für 65 Jahre Zugehörigkeit zur SPD.
Ehrengrabstätte auf dem Ffter Hauptfriedhof (Gewann XII 700).
Schriftlicher Nachlass im Hessischen Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden.
Anna-B.-Straße im Nordend. Anna-B.-Raum im Bürgerhaus Bornheim.

Artikel aus: Frankfurter Personenlexikon, verfasst von Claudia Olbrych.

Lexika: Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933 / International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933-1945. 3 Bde. München/New York/London/Paris 1980-83.Emigrantenlex. I, S. 61. | Schüller, Elke: „Neue, andere Menschen, andere Frauen?“ Kommunalpolitikerinnen in Hessen 1945-1956. Ein biographisches Handbuch. Ffm. 1995. (Frauen und Politik in Hessen, 1. Bd.: Kreisfreie Städte).Schüller: Kommunalpolitikerinnen, S. 50-53.
Literatur:
                        
Ffter AWO-Frauen in den Jahren des Neubeginns. Nach dem Ende von Krieg und NS-Regime. Hg. v. d. Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Ffm. Ein Projekt der AWO-Geschichtswerkstatt. [Ffm.] 2006.Dieter und Hanna Eckhardt in: AWO-Frauen 2006, S. 12f. | Beier, Gerhard: Arbeiterbewegung in Hessen. Zur Geschichte der hessischen Arbeiterbewegung durch 150 Jahre (1834-1984). Ffm. 1984. (Die Hessen-Bibliothek im Insel Verlag).Beier: Arbeiterbewegung 1984, S. 374f. | Beier, Gerhard: SPD Hessen. Chronik 1945 bis 1988. Bonn 1989.Beier: SPD Hessen 1989, S. 25, 34f., 39, 48, 53f., 63f., 68, 76, 83, 93. | Beyer, Anna: Politik ist mein Leben. Hg. v. Ursula Lücking. Ffm. 1991.Beyer: Politik ist mein Leben 1991. | Bromberger, Barbara/Mausbach, Katja: Frauen und Fft. Spuren vergessener Geschichte. An Stelle eines Vorwortes: Ulrike Holler. 2., erw. Aufl. Ffm. 1997.Bromberger/Mausbach: Frauen u. Fft. 1997, S. 99-101. | Burkard, Benedikt/Gemeinhardt, Anne/Jung, Jenny/Zwilling, Jutta (Hg.): Eine Stadt macht mit. Fft. und der NS. Hg. für das Historische Museum Fft. Petersberg [Copyright 2022]. (Schriften des HMF 42).Burkard u. a. (Hg.): Eine Stadt macht mit. Fft. u. der NS 2021, S. 59, 65, 92f., 212, 272. | Dertinger, Antje: Der treue Partisan. Ludwig Gehm. Ein deutscher Lebenslauf. Bonn 1989. (Dietz Taschenbuch 27).Dertinger: Ludwig Gehm 1989, S. 13-63. | Fittkau, Ludger/Werner, Marie-Christine: Die Konspirateure. Der zivile Widerstand hinter dem 20. Juli 1944. Darmstadt [Copyright 2019].Fittkau/Werner: Die Konspirateure 2019, S. 154-164. | Kasper, Birgit/Schubert, Steffi: Nach Frauen benannt. 127 Straßen in Ffm. Hg. v. Frauenreferat der Stadt Ffm. Ffm. 2013.Kasper/Schubert: Nach Frauen benannt 2013, S. 9f. | Müller, Sigrun: „Der Sozialismus lebt auch in Deutschland noch!“ Fft. 1933/1934 – zwischen Unterordnung und Widerstand. Heidelberg 2019.Müller: Fft. 1933/34 – zwischen Unterordnung u. Widerstand 2019, S. 56-75. | Scharnagl, Horst (Hg.): Das hört nie auf. Lebensgeschichten vom Anfang des Faschismus bis heute. Ffm. 1983.Lücking, Ursula: Was hat das mit mir zu tun? Die Geschichte der Anna Beyer. In: Scharnagl (Hg.): Das hört nie auf 1983, S. 143-163. | Ulrich, Axel: Politischer Widerstand gegen das „Dritte Reich“ im Rhein-Main-Gebiet. 3., unveränderte Aufl. Wiesbaden 2008.Ulrich: Polit. Widerstand im Rhein-Main-Gebiet 2005, 3. Aufl. 2008, S. 63. | Wolter-Brandecker, Renate/Kremer, Hilde: Zum Ursprung der Ffter Frauenbewegung. Stationen einer Stadtbesichtigung. Hg.: Arbeiterwohlfahrt, Kreisverband Ffm.; Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, Ffm. Bad Vilbel 1988.Wolter-Brandecker/Kremer: Ffter Frauenbewegung 1988, S. 48.
Quellen: AWO-Zeitung. Hg.: Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Ffm. e. V. Ffm. 1998-2015.Eckhardt, Hanna: Anna Beyer: „Wir waren die junge Garde“. In: AWO-Zeitung 04/2013, S. 5. | Ffter Rundschau. Ffm. 1945-heute.Bebenburg, Pitt von: Das Ffter Widerstandsnetzwerk. In: FR, Internetausgabe, Rhein-Main, 7.5.2019 (https://www.fr.de/rhein-main/ns-widerstandskaempfer-frankfurt-mutigen-verschwoerer-12255033.html, abgerufen am 9.3.2023). | Hessisches Landesarchiv (HLA), Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden (HHStAW).Nachlass: HLA, Hess. Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Best. 1213; dazu Findbuch von Manfred Pult, 1996. | ISG, Bestand NS-Verfolgte (Best. A.54.03), 1945-58.ISG, NS-Verfolgte 494. | ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/12.235. | Südwestrundfunk.Werner, Marie-Christine: Konspirateurinnen – Frauen im Widerstand gegen Hitler. SWR, SWR2 Feature, 17.7.2019.
Internet: Ffm. 1933-1945, Internetportal zur Geschichte der Stadt Ffm. im Nationalsozialismus, ein Projekt des ISG im Auftrag des Dezernats für Kultur und Freizeit der Stadt Ffm. https://www.frankfurt1933-1945.de/beitraege/isk-sap-kpo/beitrag/widerstand-des-isk - https://www.frankfurt1933-1945.de/beitraege/isk-sap-kpo/beitrag/mitglieder-des-isk-im-exil - https://www.frankfurt1933-1945.de/index/personen/332/anna-beyer -
Hinweis: Artikel von Jürgen Steen: Widerstand des ISK, 1.1.2003; Artikel von Jürgen Steen: Mitglieder des ISK im Exil, 1.1.2003; Kurzbiographie von Anna Beyer.
Ffm. 1933-1945, 9.3.2023.
| Ffter Frauenzimmer – eine Spurensuche, Website des Historischen Museums Fft., Konzeption und Redaktion: Ursula Kern, Ffm. http://www.frankfurterfrauenzimmer.de/ep10-detail.html?bio=dz
Hinweis: Artikel über Anna Beyer von Jutta Zwilling.
Ffter Frauenzimmer, 9.3.2023.
| Hessische Biografie, ein Kooperationsprojekt des Instituts für Personengeschichte in Bensheim und des Hessischen Landesamts für geschichtliche Landeskunde in Marburg zur Erstellung einer umfassenden personengeschichtlichen Dokumentation des Landes Hessen. https://www.lagis-hessen.de/pnd/119016621Hess. Biografie, 9.3.2023. | Meta-Archiv für Erwachsenenbildung, Hg.: Deutsches Institut für Erwachsenenbildung / Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e. V., Bonn. https://www.die-bonn.de/weiterbildung/archive/meta-archiv/personen.aspx?per_id=2200
Hinweis: Eintrag zu Anna Beyer.
Meta-Archiv f. Erwachsenenbildung, 9.3.2023.
| Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_BeyerWikipedia, 9.3.2023. | Zeitgeschichte in Hessen – Daten · Fakten · Hintergründe, Modul des Landesgeschichtlichen Informationssystems Hessen (LAGIS) zur jüngsten Geschichte Hessens (seit 1945), erstellt vom Hessischen Landesamt für geschichtliche Landeskunde in Marburg, Konzeption und Bearbeitung: Otto Volk. https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/edb/id/5631
Hinweis: Bericht von Anna Beyer über die Lage in Ffm., Juni 1945 (Stand: 9.12.2022).
Zeitgeschichte in Hessen, 9.3.2023.


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© 2023 Frankfurter Bürgerstiftung und bei dem Autor/den Autoren
Empfohlene Zitierweise: Olbrych, Claudia: Beyer, Anna. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), https://frankfurter-personenlexikon.de/node/3263

Stand des Artikels: 7.8.2023
Erstmals erschienen in Monatslieferung: 03.2023.