Nassauer, Else

Nassauer, Jeanette Else, geb. Horkheimer. Diese Angaben konnten anhand von Dokumenten zweifelsfrei bestätigt werden.* 19.12.1877 Ffm., † 9.12.1973 Ffm.
Aus einer alteingesessenen jüdischen Familie stammend, heiratete Else Horkheimer 1902 Siegfried N., den Geschäftsführer der Ffter Societätsdruckerei.
Ihr Haus in der Feldbergstraße entwickelte sich bald zu einem Ffter Künstlertreffpunkt. Selbst musisch veranlagt, hatte N. noch von Clara Schumann und Engelbert Humperdinck Klavierunterricht erhalten.
In der NS-Zeit beherbergte Else N. in ihrem Haus zeitweilig bis zu 23 jüdische Mitbürger. 1942 nach Theresienstadt deportiert, überlebte sie drei Jahre KZ-Haft und durfte wenige Wochen vor Kriegsende zu ihren emigrierten Söhnen in die Schweiz ausreisen.
1948 kehrte Else N. nach Ffm. zurück. Ob ihrer reichen Erinnerungen an Ereignisse aus dem „alten Fft.“ war sie bis ins hohe Alter als Gesprächspartnerin sehr geschätzt.

Artikel aus: Frankfurter Biographie 2 (1996), S. 81, verfasst von: Reinhard Frost.
Dieser Artikel wurde noch nicht abschließend für das Frankfurter Personenlexikon überarbeitet.
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Quellen: ISG, Dokumentationsmappe in der Sammlung S2 (mit Kleinschriften, Zeitungsausschnitten und Nekrologen zu einzelnen Personen und Familien).ISG, S2/1.376.

GND: 142334863 (Eintrag der Deutschen Nationalbibliothek).
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Empfohlene Zitierweise: Frost, Reinhard: Nassauer, Else. In: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe), http://frankfurter-personenlexikon.de/node/600

Stand des Artikels: 14.10.1993